CDU besucht Firma Ott in Horb: Mittelständler warnt vor Änderungen bei Minijobs

Jonathan Ott (links) zeigt der CDU-Kreisvorsitzenden Katrin Schindele und dem Horber CDU-Stadtverbandsvorsitzenden Stefan Merkle das Familienunternehmen.
Dominik Ehninger- CDU-Kreisvorstand besuchte Ott Gebäudereinigung in Horb-Talheim und informierte sich vor Ort.
- Das Familienunternehmen beschäftigt 550 Personen, darunter 340 Minijobber und 210 in Teil- oder Vollzeit.
- Nachhaltigkeit im Fokus – Solardach, 135-kW-Speicher, BHKW, Solarthermie und 33 E-Fahrzeuge mit Ladesäulen.
- Diskussion über Sozialreformen: mögliche Änderungen bei Minijobs standen im Mittelpunkt.
- Firma warnt vor höheren Abgaben; Vorschlag: Minijobs ohne zusätzliche Rentenpflicht bei Hauptberuf.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Im Vorfeld einer Vorstandssitzung hat der CDU-Kreisvorstand Freudenstadt die Firma Ott Gebäudereinigung in Talheim besucht. Vertreter der CDU, darunter die Landtagsabgeordnete Katrin Schindele und der Horber CDU-Stadtverbandsvorsitzende Stefan Merkle, informierten sich bei einem Rundgang über das Familienunternehmen und dessen Herausforderungen.
Empfangen wurden die Gäste laut einer Mitteilung der CDU von Inhaber Thomas Ott, seiner Schwester und kaufmännischen Leiterin Tanja Gebhard sowie von Jonathan Ott, dem Sohn des Firmeninhabers, der ebenfalls im Unternehmen arbeitet.
Die Firma Ott Gebäudereinigung beschäftigt rund 550 Mitarbeiter, darunter 340 Minijobber sowie 210 Teilzeit- und Vollzeitkräfte. „Wir reinigen alles, von der Ein-Zimmer-Wohnung bis zum Windrad“, beschrieb Thomas Ott die Bandbreite der Dienstleistungen.
Beeindruckt zeigten sich die CDU-Vertreter auch vom Einsatz für Nachhaltigkeit. Das Unternehmen verfügt unter anderem über ein großflächiges Solardach, einen 135-kW-Batteriespeicher, ein Blockheizkraftwerk, Solarthermie sowie eine vollständig elektrische Fahrzeugflotte mit 33 Fahrzeugen und eigenen Ladesäulen.
Diskussion über geplante Sozialreformen
Im Gespräch zwischen Unternehmern und CDU standen vor allem mögliche Änderungen bei den Minijobs im Zuge der geplanten Sozialreformen im Mittelpunkt. Rund 70 Prozent der 340 Minijobber bei Ott haben bereits einen sozialversicherungspflichtigen Hauptberuf. Gerade in der Gebäudereinigung seien solche Beschäftigungsverhältnisse wichtig, da viele Arbeiten abends oder am Wochenende stattfinden.
Tanja Gebhard warnte davor, dass höhere Sozialabgaben die Kosten für das Unternehmen deutlich erhöhen könnten und diese letztlich an die Kunden weitergegeben werden müssten. Gleichzeitig bestehe die Gefahr, dass viele Beschäftigte auf den zusätzlichen Verdienst verzichten würden, wenn netto zu wenig davon übrigbleibe. Als mögliche Lösung wurde diskutiert, Menschen mit einem sozialversicherungspflichtigen Hauptjob auch künftig einen Minijob ohne zusätzliche Rentenversicherungspflicht zu ermöglichen. Katrin Schindele sagte zu, das Thema aus dem Gespräch mitzunehmen.