Besuch bei Colordruck Baiersbronn: Beeindruckt von innovativen Lösungen

Geschäftsführer Martin Bruttel, Gesellschafterin Marlis Schwedes, Bürgermeister Michael Ruf, Landtagsabgeordnete Katrin Schindele, Gesellschafterin Renate Bengel und Geschäftsführer Mike Günther (von links)
GemeindeverwaltungDie Firma „colordruck Baiersbronn“ beschäftigt aktuell 307 Mitarbeiter in Baiersbronn und produziert jährlich mehr als eine Milliarde Verpackungen, heißt es in einer Mitteilung, in der die Gemeinde über den Besuch Rufs und Schindeles bei dem Unternehmen informiert.
„Es ist bemerkenswert, wie Colordruck als regional verankertes Unternehmen über Jahrzehnte hinweg zu einem wichtigen Partner für die Gemeinde geworden ist. Die Verbundenheit des Unternehmens mit der Region ist für uns von großem Wert und nicht selbstverständlich“, betonte Ruf während der Besichtigung.
Die Firma Colordruck feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Geschäftsführer Mike Günther erläuterte, dass das Unternehmen während der Corona-Pandemie erheblich gewachsen ist. Dank flexibler Produktionsprozesse und der Fähigkeit, wichtige Hygieneprodukte und Verpackungsmaterialien auch während der Krise zu liefern, konnte das Unternehmen in schwierigen Zeiten Stabilität bewahren, heißt es in der Mitteilung weiter.
Zusammenhalt wichtig
Geschäftsführer Martin Bruttel unterstrich, dass Colordruck in der Vergangenheit ohne staatliche Unterstützung durch wirtschaftliche Herausforderungen navigiert sei, selbst in der Finanzkrise 2008: „Wir haben ohne Kurzarbeit und mit unserer gesamten Mannschaft die Krise gemeistert. Gerade in solchen Phasen ist der Zusammenhalt im Team entscheidend, denn verlorene Fachkräfte gewinnt man schwer zurück.“
Ein weiteres Thema des Besuchs war der Fachkräftemangel. Colordruck hat in den letzten Jahren laut der Mitteilung innovative Arbeitsmodelle eingeführt, darunter flexible Elternzeitregelungen. Ruf hob die Relevanz dieser Maßnahmen hervor: „Flexible Arbeitsmodelle sind ein wichtiger Schritt, um auch in Zukunft attraktiv für Fachkräfte zu bleiben.“
Das Unternehmen legt großen Wert auf Nachhaltigkeit. Es nutzt Flusswasser zur Kühlung der Produktionsanlagen und betreibt Wärmepumpen, um den Energieverbrauch zu senken. Diese Maßnahmen führen zu einer Reduzierung des Energie- und Wasserverbrauchs, was auch den Anforderungen der Nachhaltigkeitsrichtlinien entspricht, heißt es weiter.
Zu Recht nominiert
Schindele, die im Wirtschaftsausschuss aktiv ist, zeigte sich beeindruckt von den innovativen Ansätzen: „Es ist ermutigend zu sehen, wie Colordruck bereits heute Lösungen für die großen Herausforderungen der Zukunft, wie den Klimawandel und die Ressourcenschonung, entwickelt. Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit in Einklang zu bringen, ist ein großer Schritt in die richtige Richtung. Zu Recht sind Sie für den Umweltpreis des Landes Baden-Württemberg 2024 nominiert.“
Im Gespräch wurde auch die schwierige Lage der Verpackungsbranche thematisiert. Colordruck steht laut der Mitteilung in einem stark umkämpften Markt, der von zunehmender Konsolidierung und einem wachsenden Druck auf Familienunternehmen geprägt ist. Dennoch sehe die Geschäftsführung Chancen, sich durch Flexibilität und Innovation auf dem Markt zu behaupten.
Ruf würdigte die Leistung des Unternehmens: „Es ist eine schwierige Zeit für viele Arbeitgeber, und der Lohn alleine reicht nicht mehr aus, um Fachkräfte zu gewinnen. Colordruck hat es jedoch geschafft, mit einer innovativen Arbeitskultur und einer nachhaltigen Ausrichtung eine stabile Basis zu schaffen. Das verdient unsere Anerkennung.“
Pläne für die Zukunft
Das Unternehmen plant, die Produktionskapazitäten weiter auszubauen und durch innovative Technologien wie den Einsatz von Künstlicher Intelligenz und Automatisierung in der Produktion die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Ruf und Schindele versicherten ihre weitere Unterstützung und betonten die Bedeutung der Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Politik, um die regionalen Standortbedingungen zu verbessern.