Austausch über Patenschaft: Vom US-Bundesstaat Delaware nach Althengstett

Klaus Mack spricht mit Sophia Wetherill über ihr Austauschjahr in Deutschland.
Büro MackEs sind die kleinen Unterschiede im Alltag, die die 16-jährige Sophia Wetherill immer wieder zum Schmunzeln bringen. „Hier nehme ich oft den Bus, die Bahn oder gehe sogar zu Fuß. Das wäre daheim undenkbar. In den USA fahren wir überall mit dem Auto hin“, sagt die Austauschschülerin aus dem US-Bundesstaat Delaware.
Parlamentarisches Patenschaftsprogramm
Sophia Wetherill verbringt seit August im Rahmen des Parlamentarischen Patenschaftsprogramms (PPP) des US-Kongresses und des Deutschen Bundestags ein Jahr in Deutschland.
Der CDU-Bundestagsabgeordneten für den Wahlkreis Calw/Freudenstadt, Klaus Mack, hat für sie die Patenschaft übernommen: „Das PPP ist ein einzigartiges Programm, das junge Menschen aus den USA und Deutschland zusammenbringt, den interkulturellen Austausch fördert und die transatlantischen Beziehungen stärkt. Das ist wichtiger denn je, um in einer vernetzten Welt gegenseitiges Verständnis zu schaffen“, sagt Mack. Seit 1983 ermöglicht das PPP durch ein Vollstipendium jungen US-Amerikanern und Deutschen den Austausch in das jeweils andere Land.
Sophia Wetherill wohnt derzeit bei einer Gastfamilie in Althengstett und hat sich inzwischen gut in den deutschen Alltag eingelebt. Sie besucht die zehnte Klasse im Gymnasium und spielt in einer Frauenmannschaft in Gechingen Fußball. Die Sprache war anfangs eine Herausforderung: „Deutsch ist schwierig. Vor allem die Grammatik und die Textanalyse in der Schule fallen mir gar nicht leicht. Aber ich werde immer besser“, sagt die 16-Jährige.
Auch wenn sie gelegentlich Heimweh hat, ist die Jugendliche, deren Mutter ursprünglich aus Würzburg stammt, begeistert von ihrem Aufenthalt im Schwarzwald: „Es ist die beste Entscheidung meines Lebens. Ich wollte unbedingt mehr über das Land meiner Mutter erfahren und die Sprache verbessern. Hier habe ich so viele nette Leute kennengelernt, die mich herzlich aufgenommen haben. Und die Landschaft ist super schön.“
„Wir können so viel voneinander lernen“
Für Sophia Wetherill und viele andere PPP-Teilnehmer ist das Jahr in Deutschland eine prägende Erfahrung. „Wir können so viel mehr voneinander lernen, anstatt nur über einander zu lesen. Jeder US-Highschool-Schüler sollte diese Möglichkeit haben“, sagt sie — und plant bereits 2027 wieder nach Deutschland zu kommen.
„Es ist fantastisch zu sehen, wie die jungen Leute aus den USA in Deutschland ankommen, die Sprache lernen und ihre Perspektiven erweitern. Sophia hat hier eine zweite Familie gefunden, und ich freue mich, sie bei diesem wichtigen Jahr als Pate unterstützen zu können“, sagt der Abgeordnete Mack.