Gute Wünsche für Ex-Trigema-Chef: Wolfgang Grupp senior in Klinik - Kanz-Brüder sorgen sich

Wolfgang Grupp (Mitte) mit seiner Frau Elisabeth, Tochter Bonita und den Melchinger Luxusautohändlern Sven (links) und Michael Kanz
WinklerDer 83-jährige, ehemalige Trigema-Chef Wolfgang Grupp senior liegt im Krankenhaus.
Die Firmensprecherin hat erklärt, dass es ihm „altersentsprechend gut“ gehe. Mehr dringt nicht nach außen.
In unserer Redaktion erinnerte man sich daran, wie gut die Beziehung zwischen den Geschäftsleuten von der Schwäbischen Alb, zwischen Wolfgang Grupp senior und den Luxusautohändlern Sven und Michael Kanz ist. Wir fragten in Melchingen nach.
Michael Kanz weiß, was ein Klinikaufenthalt bedeutet
In einem Exklusiv-Gespräch mit unserer Redaktion äußern sich die TV-Promis Michael und Sven Kanz. Sie sind sehr besorgt, hoffen, dass es dem Trigema-Patriarchen Wolfgang Grupp senior bald besser geht und er die Klinik verlassen kann. „Wir wünschen ihm schnelle und gute Genesung“, sagen die Kanzens und denken vor allem sehr an die Familie des Vorzeige-Unternehmers.
Michael Kanz ist zwar um viele Jahrzehnte jünger als der erfolgreiche ehemalige Trigema-Inhaber Wolfgang Grupp senior. Aber auch der Melchinger Autohändler weiß, dass es von einem Tag auf den anderen passieren kann, dass der Körper nicht mehr mitmacht und weiß, wie es ist, dann im Krankenhaus zu liegen.
„In solcher Situation zählt die Familie, die Rückendeckung und dass man weiß: Ich kann mich auf die Meinen verlassen“, sagt Kanz. Damals übernahm für lange Zeit Sven Kanz das Ruder des brüderlichen Betriebes. Auch aktuell, so sagt Sven Kanz, sei sein Bruder gesundheitlich sehr angeschlagen.
Mit dem alten Trigema-Heli fing alles an
Kennengelernt haben sich die drei Burladinger Kaufleute, weil Wolfgang Grupp senior einen neuen Firmen-Hubschrauber wollte, erzählen sie. Den alten Trigema-Helikopter, den die Familie nutzt, um ihre bundesweit verstreuten Trigema-Testgeschäfte anzufliegen, wollte Wolfgang Grupp senior verkaufen – und tat das über die Kanz Brüder.

Mit einem Heli-Verkauf begann die Freundschaft zwischen Wolfgang Grupp senior und den Kanz-Brüdern.
Foto: KanzSo kam der Kontakt mit den erfolgreichen Melchinger Autohändlern zustande. Die haben bei Weitem nicht nur Luxusautos und Kleinwagen von der Stange im Angebot, sondern gelegentlich auch Fluggeräte und vor allem viele Blaulicht-Fahrzeuge von Feuerwehr, DRK oder gar Polizei.
„Der Wolfgang Grupp, der ist ein Kaufmann alter Schule“ erzählt Sven Kanz. „Der ist so erzogen worden wie wir: Pünktlichkeit, Freundlichkeit, der Kunde ist König und wenn man eine Abmachung trifft, dann gilt die“, fügt er hinzu.
Tatsächlich hätte es nach dem ersten, erfolgreichen Hubschrauber-Deal noch andere gegeben. Denn Grupps Firma Trigema, der größte deutsche Hersteller von Sport- und Freizeitbekleidung, wollte auch immer mal wieder alte Laster, Firmenwagen oder Sprinter an den Mann bringen und verkaufte sie an die Kanz-Brüder.
Es funktioniert auch gut mit der neuen Trigema-Generation
„Das lief immer mit Handschlag. Und es hat immer gut geklappt“, sagen die Burladinger Autohändler-Brüder Kanz übereinstimmend. Nie habe es ein Problem gegeben, nie sei etwas schiefgegangen.
„Da hat man auch öfter mal telefoniert um Details festzuzurren, wir sind in sein Büro gegangen oder er ist zu uns gekommen.“ Und Sven Kanz betont, dass es auch mit der nächsten Firmengeneration um Wolfgang Grupp junior und Bonita Grupp ein unkompliziertes und freundliches Miteinander sei.
„Bei der Eröffnung unseres Showrooms damals konnte Wolfgang Grupp senior nicht dabei sein. Also ist er mit seiner Frau Elisabeth einfach ein paar Tage vorher vorbeigekommen, um sich das spacige Teil hier auf dem Verkaufsgelände in Melchingen mal anzugucken und dann sind wir alle Vier da drin gestanden und haben lachend Champagner geschlürft“, sagt Sven Kanz mit bewegter Stimme.
Und: „Da drüben in unserer Garage, da haben wir immer noch das Schneemobil, mit dem Wolfgang Grupp im Winter durch sein Jagdgebiet im Allgäu gedüst ist. Auch da hat er uns irgendwann den alten verkauft, als er den neuen anschaffte. Nur, das Schneemobil haben wir damals nicht weiterverkauft, sondern einfach behalten“, sagt Sven Kanz. Auch auf der Schwäbischen Alb sind die Winter schließlich schneereich.