Leser haben entschieden
: So soll das Wolfspaar im Nordschwarzwald heißen

Zum bundesweiten Tag des Wolfes am 30. April bekommt das Wolfspaar im Nordschwarzwald seine möglichen Namen. Seit Anfang April leben die beiden offiziell im Territorium Enztal.
Von
Salome Menzler
Oberndorf
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Seit April streifen zwei Wölfe durch das Murgtal und das Enztal. (Symbolfoto)

Salome Menzler

Sechs Favoritenpaare haben es in die finale Abstimmung geschafft. Gesucht waren mögliche Namen für das neue Wolfspaar im Nordschwarzwald. Seit Anfang April leben die beiden laut Umweltministerium offiziell zusammen im Territorium Enztal,

Um auch bei den alternativen Namen zu wissen, um welche Wölfe es sich in unserer Berichterstattung handelt, sollten die Namen mit dem Murgtal und dem Enztal in Verbindung gebracht werden. Dort halten sich die Tiere meist auf.

Die Favoriten-Namen für die Wölfe

Daher fiel die Entscheidung auf die zwölf am häufigsten genannten Namen in der ersten Umfrage unserer Redaktion sowie den Kommentaren auf Instagram und TikTok. Heraus kamen die Paare:

  • Enzo und Murga
  • Muri und Enja
  • Murgi und Enzi
  • Murgli und Enza
  • Murry und Enny
  • Enzo und Murgel
  • „Muri und Enja“ gewinnen Abstimmung

    Über die finale Abstimmung unserer Redaktion haben sich jetzt auch zwei Namen für die Wölfe im Nordschwarzwald ergeben. Gewonnen hat das Paar „Muri und Enja“ mit 96 von 309 Stimmen. Dicht gefolgt von „Enzo und Murga“ mit 81 Stimmen. 40 weitere stimmten für „Enzo und Murgel“, 36 für „Murgi und Enzi“, 35 für „Murry und Enny“ und 21 für „Murgli und Enza“.

    Damit ist klar: Wolfsrüde „GW852m“ kann nun auch „Muri“, Fähe „GW4816f“ als „Enja“ genannt werden. Unter anderem können die Namen so auch zu einer leserfreundlicheren Berichterstattung beitragen.

    Diskussion auf Social Media

    Während auch auf Social Media fleißig Namensvorschläge kommentiert wurden, regte die Umfrage allerdings auch den Diskurs an. „Wozu brauchen Wildtiere Namen?“, fragte eine Userin auf Instagram. „Kann man sie nicht einfach in Ruhe lassen !? Es sind Wildtiere, sie brauchen keinen Namen und auch keine Aufmerksamkeit“, zeigt ein anderer User seine Meinung. Andere gingen dagegen eher in Richtung „zum Abschuss freigegeben“ oder „Einfach weg damit, dann ist endlich Ruhe...“, wie ein User schreibt.

    Die Diskussion rund um das Thema Wolf hat vor allem in Bezug auf Weidetierhaltung in den vergangenen Jahren Fahrt aufgenommen. Für diese gibt es seit 2018 in Baden-Württemberg Fördergelder im Sinne der Wolfsprävention.

    Namen könnten zum Schutz der Tiere beitragen

    „Es sind Wölfe und sie sollen leben, wild und frei, egal wie ihr sie nennt“, schreibt eine andere Userin. Natürlich ändert sich am Verhalten der Wildtiere sowie ihrer Bedeutung in der Region nichts durch einfache Namen, die gewählt wurden. Allerdings verbinden Menschen, ähnlich wie bei Haustieren, eine engere Bindung, die auch zum Schutz der Tiere beitragen kann.

    So werden Wildtieren, die im Diskurs stehen, immer wieder Namen gegeben. Beispielsweise beim Hornisgrinde-Wolf, der zu „Grindi“ wurde. Oder auch beim aktuell berühmten, gestrandeten Wal in der Ostsee, der meist „Timmy“ oder „Hope“ genannt wird.

    Bundesweiter Tag des Wolfes

    „Der Nabu begleitet seit 2005 die Rückkehr des Wolfes nach Deutschland. Um Ängste und Sorgen in der Bevölkerung abzubauen und um für mehr Akzeptanz für den Wolf zu werben, hat der Nabu deshalb den 30. April zum “Tag des Wolfes“ ausgerufen“, ist auf der Webseite des Naturschutzbundes nachzulesen. Zahlreichen bundesweite Aktionen sollen laut Nabu ein öffentliches Bewusstsein für den notwendigen Schutz der Tiere schaffen, das bereits durch menschliche Hand einmal ausgerottet wurde.

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