Im Frühling zeigt sich der Bad Wildbader Kurpark von seiner schönsten Seite. Noch bis Mitte Mai bleibt die Frühjahrsbepflanzung bestehen. Dann müssen die Kurgärtner wieder ran.
Die Leuchtsterne des „Lichterzauber in Bad Wildbad“ wurden abgehängt und große Mengen von Laub entfernt – jetzt riecht es nach Frühling im Kurpark Bad Wildbad. Nach ausgiebigen Regenfällen macht sich die Natur auf, mit den ersten kräftigen Sonnenstrahlen neues Leben zu entfalten. Narzissen verwandeln viele der Hangwiesen im Kurpark in ein gelbes Blütenmeer – für viele Besucher eines der stillen Highlights eines Spaziergangs, heißt es in einer Mitteilung der Touristik.
Das Gärtnerteam der Touristik Bad Wildbad GmbH war ebenfalls bereits im Park unterwegs zur traditionellen Frühjahrsbepflanzung. Am Kurparkeingang leuchten die ersten frisch bepflanzten Beete bereits in bunten Farben. Auch am Schwanensee, beim Palais Thermal und an der Vital Therme haben die Kurgärtner Kübel und Beete neugestaltet. Auch der Trinkhallenplatz erstrahlt bereits in frühlingshaftem Glanz.
„Das Einsetzen der kleinen Pflanzen geht dabei erstaunlich schnell“, freut sich der Leiter Kurgärtnerei, Jochen Heuser und berichtet: „Der eigentliche Kraftakt steckt in der Vorbereitung. Nach dem Winter müssen zunächst Tannenreisig, Laub und Unkraut aus den Beeten entfernt werden. Anschließend wird der Boden gelockert, gründlich durchgeharkt und mit einer kleinen Menge organischem Dünger versorgt – damit die jungen Pflanzen beste Bedingungen zum Wachsen haben. Danach braucht es vor allem eines: etwas Wärme und viele Sonnenstunden, damit sich die Blütenpracht voll entfalten kann.“
Jedes Jahr gibt es eine andere Gestaltung
Insgesamt wurden in diesem Frühjahr rund 7800 Hornveilchen gesetzt. Dazu kommen etwa 6000 Blumenzwiebeln – überwiegend Tulpen, ergänzt durch einige Hyazinthen. Diese wurden bereits im Herbst nach dem Entfernen der Sommerbepflanzung in den Boden gebracht, damit sie über den Winter Wurzeln bilden konnten.
Dass der Kurpark im Frühling so harmonisch wirkt, ist übrigens kein Zufall. Die Planung der Beete beginnt bereits im Mai des Vorjahres. Die farbliche Gestaltung wird jedes Jahr individuell entworfen.
Damit die gewünschten Sorten und Farbtöne auch wirklich verfügbar sind, werden sie frühzeitig bei einer regionalen Gärtnerei bestellt, die anschließend die Jungpflanzen heranzieht. So haben die Setzlinge später nur einen kurzen Transportweg.
Die Frühjahrsbepflanzung bleibt traditionell bis etwa Mitte Mai bestehen. Dann sind die Tulpen verblüht und auch die Hornveilchen müssen der Sommerbepflanzung weichen – obwohl sie zu diesem Zeitpunkt oft noch in voller Blüte stehen.
Damit sie nicht einfach auf dem Kompost landen, hat sich eine schöne Tradition etabliert: Seit einigen Jahren verschenkt die Touristik die Hornveilchen an Hobbygärtner aus der Region. Der Termin dieser beliebten Aktion im Mai wird rechtzeitig bekanntgegeben.
Auch die Blumenzwiebeln werden nicht entsorgt. Nach dem Ausgraben dürfen sie zunächst ausreifen und finden im kommenden Herbst an anderer Stelle im Kurpark ein neues Zuhause.
Beeindruckende Magnolienblüte
Für die Besucher lohnt sich außerdem ein Blick an die felsigen Hänge entlang des Hauptwegs: Dort zeigt sich die kleine, exotisch wirkende Schachbrettblume mit ihren markanten Blüten. Bei den Sträuchern fällt derzeit vor allem die schwefelgelb blühende Kornelkirsche ins Auge, die an vielen Stellen im Park wächst. Dazu kommen Forsythien und die ersten Blüten der Baummagnolie in der Ladenzeile und der Tulpenmagnolie am Trinkhallenplatz.
Zum Schluss noch eine kleine Bitte des Gärtnerteams an alle großen und kleinen Besucher: „Genießen Sie die Farben und Düfte des Frühlings – aber lassen Sie die Blumen bitte stehen, damit sich alle Gäste des Kurparks an dieser Blütenpracht erfreuen können.“