Das Unternehmen Woodward L’Orange setzt auf nachhaltiges Wachstum und Innovation. Davon konnten sich auch die Glattener Gemeinderäte ein Bild machen.
Mit einem Jahresauftaktempfang hat das Unternehmen Woodward L’Orange in Glatten den Start ins neue Jahr gefeiert. Im Mittelpunkt standen die Standorterweiterung sowie die zukunftsweisende Nahwärme-Kooperation zwischen Gemeinde und Wirtschaft. Unter den Gästen befanden sich CDU-Landtagsabgeordnete Katrin Schindele, Bürgermeister Tore-Derek Pfeifer und Gemeinderäte, wie das Unternehmen mitteilt.
Steffen Dölker, Geschäftsführer Diesel Fuel Systems, präsentierte die neue Geschäftsleitung und gab einen Überblick über die Unternehmensstrategie, Investitionen und Zukunftsaussichten. Werkleiter Ralph Wilding stellte den Standort Glatten sowie aktuelle und künftige Projekte vor. Dabei wurde deutlich: Woodward setzt auf nachhaltiges Wachstum und Innovation.
Die Geschäftsentwicklung zeigt laut dem Unternehmen eine klare Richtung: Ausbau der Kapazitäten und des Personals. Mit dem Neubau einer Produktionshalle, die in nur 15 Monaten bezugsfertig wurde, investiere das Unternehmen massiv in Infrastruktur, Gebäude und Maschinen und Automatisierung.
Ambitionierte Ziele
Diese Investitionen schafften die Grundlage für weiteres Wachstum im Zukunftsbereich Power-to-X (P2X) und Back-up-Power im Datacenter-Geschäft. Zu den Kernmärkten gehörten des weiteren Industrien mit großmotorischen, energie-und antriebstechnischen Anwendungen wie Schiffe, Lokomotiven, Minenfahrzeuge und Kraftwerke.
Mit dem wichtigen Projekt „My Factory 5.0“ stelle das Unternehmen die Lean-Transformation und Automatisierung in den Fokus und unterstreiche seine digitale und nachhaltige Ausrichtung. Landespolitische Unterstützung spiele dabei eine entscheidende Rolle, um die ambitionierten Ziele zu erreichen, heißt es weiter.
Ein weiterer bedeutender Meilenstein in Richtung Nachhaltigkeit ist für Woodward L’Orange die innovative Nahwärme-Kooperation zwischen Kommune und Wirtschaft.
Abwärme wird genutzt
Kern der Partnerschaft ist die Nutzung der im Produktionsprozess entstehenden Abwärme der Maschinen des Unternehmens, die als Wärmequelle in das örtliche Nahwärmenetz eingespeist wird. Gleichzeitig bezieht das Unternehmen Wärme aus dem Netz – und konnte dadurch die bisherige Ölheizung vollständig außer Betrieb nehmen.
Die vertragliche Grundlage für diese langfristige Zusammenarbeit wurde bereits 2023 geschaffen. Zum Jahresbeginn 2026 erfolgte die erfolgreiche Umstellung der Wärmeabnahme. Dieses zukunftsweisende Energiekonzept steigere die Energieeffizienz, reduziere Emissionen und sei ein starkes Beispiel für regionale Kooperation mit Nachhaltigkeitsmehrwert, heißt es weiter.
Abgerundet wurde der Empfang durch eine gemeinsame Factory-Tour, die Erweiterungspläne und die Nahwärme-Initiative thematisierte. Im Anschluss bot sich Gelegenheit zum persönlichen Austausch.