Petra Heiner aus Schömberg kommt mit ihrer Tochter ins Wahllokal im Rathaus und gibt ihre Stimme ab. Brunhilde Heger und Philipp Göhner achten darauf, dass alles seine Ordnung hat. Foto: Wolfgang Krokauer

Bei den Wahlen zum Bundestag hat es in Schömberg einige Verschiebungen gegeben. Die CDU gewann zwar hinzu, noch mehr aber legte die AfD zu. Während die CDU bei den Briefwählern und in Oberlengenhardt stark war, hatte die AfD ihre Hochburg in Schwarzenberg.

Auch in Schömberg hat die AfD bei der Bundestagswahl viele Wählerstimmen hinzugewonnen.

 

Erststimmen Gesamtgemeinde Bei den Erststimmen setzte sich Klaus Mack (CDU) mit 36,5 Prozentpunkten deutlich durch. Mit etwa zehn Prozent Abstand folgt dahinter Raimond Lamparter (AfD) mit knapp 26 Prozent. Saskia Esken folgt mit fast 14 Prozent erst auf Platz drei. Die Nummer vier ist Thea Thuy Nga Trinh mit 7,7 Prozent. Damit hat es gegenüber der Wahl von 2021 deutliche Verschiebungen gegeben. Seinerzeit holte Mack nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis 33,5 Prozent der Stimmen. Esken lag mit 18,4 Prozent noch auf Platz zwei. Marcus Lotzin (AfD) folgte mit 13,4 Prozent auf Platz drei. Sara Haug holte für die Grünen 11,6 Prozent der Stimmen.

Erststimmen Briefwähler Die treuesten Anhänger hat Mack unter den Briefwählern mit mehr als 40 Prozent in beiden Briefwahlbezirken. 2021 blieb Mack mit 37,2 beziehungsweise 34,9 Prozent deutlich unter der 40-Prozentmarke. Dort schnitt die AfD mit 14,7 beziehungsweise 20 20,2 Prozent noch relativ schlecht ab. 2021 holte die AfD 8,4 beziehungsweise 9,9 Prozent und blieb damit einstellig. Die SPD schnitt bei den Briefwählern mit 18,7 beziehungsweise 13,8 Prozent in Schömberg noch vergleichsweise gut ab. 2021 waren es aber noch 19,1 beziehungsweise 19,5 Prozent der Stimmen. Die Grünen gewannen 2021 noch 12,9 beziehungsweise 13,7 Prozent der Erststimmen. Diesmal waren es nur 9,4 beziehungsweise 10,2 Prozent.

Erststimmen Oberlengenhardt Die Hochburg für die CDU ist Oberlengenhardt mit 41,7 Prozent. Die AfD blieb mit 19,4 Prozent unter der 20-Prozent-Marke. Die Nummer drei sind die Grünen mit 15,5 Prozent. Die SPD schaffte nur 7,5 Prozent. 2021 gewann Mack dagegen nur 29,8 Prozent, Esken kam auf 17,9 Prozent, die seinerzeitige Kandidatin der Grünen, Sara Haug, auf 16,1 und Marcus Lotzin von der AfD auf 8,9 Prozent.

Erststimmen Schwarzenberg Am stärksten war die AfD mit 34,2 Prozent in Schwarzenberg. 2021 waren es schon 20,5 Prozent. Die meisten Stimmen holte dort aber Mack mit 35,6 Prozent. 2021 holte er 32,3 Prozent. Esken gewann 14,4 Prozent und verlor damit nicht ganz einen Prozent. Für Trinh von den Grünen gab es nur noch 4,9 Prozent. 2021 waren es für Haug noch 10,4 Prozent.

Erststimmen Familienzentrum Im Wahlbezirk Familienzentrum war die AfD bei den Erststimmen mit 32,3 Prozent die stärkste Partei. 2021 waren es 15,5 Prozent und damit nicht einmal die Hälfte des Stimmenanteils vom Sonntag. Die CDU holte 31,5 Prozent und damit nur etwas mehr als 2021 als es 30,1 Prozent waren. Die SPD gewann 14,3 Prozent. Das ist ein deutlicher Rückgang zu 2021, als es 19,6 Prozent waren. Die Grünen bekamen 7,1 Prozent. 2021 waren es noch 10,5 Prozent.

Erststimmen Rathaus Im Wahlbezirk Rathaus verteidigte dagegen die CDU mit 34,5 Prozent Platz eins vor der AfD mit 30,8 Prozent. 2021 war der Abstand zwischen den beiden Parteien mit 32,9 und 17,3 Prozent noch wesentlich größer. Die SPD holte 14,2 Prozent (2021: 20,8 Prozent) und die Grünen 5,1 Prozent (2021: 7,2 Prozent).

Erststimmen Ludwig-Uhland-Schule Im Wahlbezirk Ludwig-Uhland-Schule verteidigte Mack von der CDU mit 33,4 Prozent (2021: 25,9 Prozent) knapp Platz eins vor der AfD mit 32,9 Prozent (2021: 22,9 Prozent). Die SPD holte zwölf Prozent (2021: 26,4 Prozent) und die Grünen 6,5 Prozent (2021: 11,8 Prozent).

Erststimmen Bieselsberg Auch im Wahlbezirk Bieselsberg war die CDU mit 35,0 Prozent (2021: 33,9 Prozent) stärkste Kraft. Es folgt die AfD mit 30,1 Prozent (2021: 14,4 Prozent). Für die SPD reichte es nur für 11,5 Prozent (2021: 15,6 Prozent). Die Grünen holten 6,9 Prozent (2021: 8,9 Prozent).

Erststimmen Langenbrand Knapp den ersten Platz schaffte die CDU mit 32,6 Prozent (2021: 31,5 Prozent) auch in Langenbrand. Dahinter kommt die AfD mit 31,3 Prozent (2021: 20,0 Prozent). Die SPD holte 12,9 Prozent (2021: 15,4 Prozent). Besonders schwach waren dort die Grünen mit 3,5 Prozent (2021: 8,3 Prozent).

Zweitstimmen Gesamtgemeinde Bei den Zweitstimmen bekam die CDU in der Gesamtgemeinde Schömberg 30,2 Prozent (2021: 25,9 Prozent). Das liegt leicht über dem Bundesdurchschnitt. Die AfD liegt mit 27,4 Prozent (2021: 13,8 Prozent) weit über dem Bundesdurchschnitt. In ganz Deutschland liegt ihr Stimmenanteil bei fast 21 Prozent. Die Zweitstimmen sind entscheidend für die Zusammensetzung des Bundestages.

Zweitstimmen Briefwähler Die CDU schnitt bei den Briefwählern besonders gut ab. Sie bekam in den dortigen beiden Bezirken 33,4 beziehungsweise 33,5 Prozent. 2021 waren es 29,6 beziehungsweise 25,5 Prozent. Die AfD holte diesmal 18,0 beziehungsweise beziehungsweise 22,0 Prozent. 2021 waren es 9,3 beziehungsweise 11,2 Prozent. Die SPD gewann 17,4 beziehungsweise 16,0 Prozent. 2021 waren es 19,5 beziehungsweise 21,6 Prozent. Bei den Grünen waren es diesmal 10,7 beziehungsweise 10,8 Prozent. 2021 waren es 15,5 beziehungsweise 13,6 Prozent.

Zweitstimmen Oberlengenhardt Auch in Oberlengenhardt behielt die CDU mit 34,0 Prozent (2021: 27,1 Prozent) deutlich die Oberhand. Die AfD kam auf 20,2 Prozent (2021: 9,4 Prozent). Das ist leicht unter dem Bundesdurchschnitt. Die SPD schaffte 11,1 Prozent (2021: 15,3 Prozent) und die Grünen 13,8 Prozent (2021: 20,0 Prozent). Oberlengenhardt ist damit eine Art schwarz-grüne Hochburg in Schömberg.

Zweitstimmen Schwarzenberg Ganz anders ist die Situation in Schwarzenberg. Dort gewann die AfD mit 35,0 Prozent (2021: 20,5 Prozent) den höchsten Stimmenanteil innerhalb der Gesamtgemeinde. Die CDU kam auf 31,7 Prozent (2021: 25,4 Prozent). Die SPD kam auf 13,0 Prozent (2021: 18,0 Prozent). Die Grünen holten mit 4,3 Prozent (2021: 9,5 Prozent) dort ihr schwächstes Ergebnis von allen Wahlbezirken. Grundsätzlich ist aber feszuhalten, dass die Aussagekraft für die einzelnen Wahlbezirke nur bedingt eine Aussagekraft hat, da die Briefwähler aus allen Wahlbezirken kommen.

Zweitstimmen Familienzentrum Im Wahlbezirk Familienzentrum war die AfD mit 33,3 Prozent (2021: 14,3 Prozent) stärkste Partei. Die CDU gewann 24,3 Prozent (2021: 21,8 Prozent). Bei der SPD waren es 11,7 Prozent (2021: 19,4 Prozent) und bei den Grünen 7,8 Prozent (9,8 Prozent).

Zweitstimmen Rathaus Gleichauf liegen CDU (2021: 26,3 Prozent) und AfD (2021: 14,9 Prozent) im Wahlbezirk Rathaus mit jeweils 30,39 Prozent. Die SPD gewann 13,5 Prozent (2021: 23,9 Prozent). Bei den Grünen waren es 5,8 Prozent (2021: 11,4 Prozent).

Zweitstimmen Ludwig-Uhland-Schule Mit 34,0 Prozent (2021: 14,9 Prozent) holte die AfD im Wahlbezirk Ludwig-Uhland-Schule nach Schwarzenberg ihr zweitbestes Ergebnis in Schömberg. Die SPD kam auf 9,4 Prozent (2021: 26,4 Prozent) und die Grünen auf 7,7 Prozent (2021: 9,7 Prozent).

Zweitstimmen Bieselsberg Auch in Bieselsberg war die AfD mit 30,2 Prozent (2021: 15,5 Prozent) die stärkste Partei. Es folgen die CDU mit 29,0 (2021: 25,2 Prozent), die SPD mit 13,1 Prozent (2021: 17,4 Prozent) und die Grünen mit 7,1 Prozent (2021: 9,6 Prozent).

Zweitstimmen Langenbrand 33,0 Prozent (2021: 16,7 Prozent) holte die AfD in Langenbrand. Es folgen die CDU mit 26,9 Prozent (2021: 24,5 Prozent), die SPD mit 11,1 Prozent (2021: 18,5 Prozent) und die Grünen mit 6,9 Prozent (2021: 8,6 Prozent).

Wähler im Ausland In Medien war mitunter zu lesen, dass Deutsche im Ausland Schwierigkeiten hätten, per Brief zu wählen. Für einen in Japan lebenden Deutschen schickte die Gemeinde Schömberg den Wahlschein nach Fernost, berichtete Stefanie Stocker, Pressesprecherin der Gemeinde Schömberg, auf Anfrage unserer Redaktion. Der Stimmzettel sei rechtzeitig zurückgekommen, so Stocker.

Verzögerung Bei der Bekanntgabe des Endergebnisses gab es in Schömberg eine Verzögerung. Bei einem Wahlbezirk musste noch einmal nachgezählt werden, so Stefanie Stocker auf Nachfrage.