Läuteten zusammen den Wahlkampf ein. Landtagskandidat Peter Schelshorn, Stefan Glaser (Kreisvorsitzender), Manuel Hagel (Landesvorsitzender), Anja Herzog (Zweitkandidatin Lörrach), Landtagsabgeordnete Sabine Hartmann-Müller, Simon Herzog (Kandidat Wahlkreis Hochrhein), Diana Stöcker (OB Weil am Rhein) und Stephan Schwarzmüller (Listenkandidat). Foto: Rolf Rombach

Landesvorsitzender Manuel Hagel ruft zum Einsatz für Freiheit, Demokratie und Zusammenhalt auf.

Mit klaren Bekenntnissen zu den Anfängen der Partei bis hin zu den Zielen im Falle des Landtagswahlsiegs eröffnete der CDU-Kreisverband Lörrach am Samstagabend die nun intensiver werdende Phase des Wahlkampfs. Als Ehrengast kam hierzu der Spitzenkandidat und Landesvorsitzende Manuel Hagel aus Stuttgart.

 

Christliche Werte

In seiner Begrüßung hob Glaser die Grundwerte der Partei hervor, die im Hamburger Programm von 1953 betont wurden: christliche Werte und die soziale Marktwirtschaft. Von der Europäischen Gemeinschaft für Kohle und Stahl (EGKS) über die „Europäische Gemeinschaft“ zur heutigen Europäischen Union habe sich zwar ein Bürokratieapparat aufgebaut, der aber auch ein Garant für Frieden in Europa geworden sei. Für den anstehenden Wahlkampf gelte es, mit eigener Politik die Menschen zu überzeugen und von der AfD abzuziehen.

Er zeigte sich erfreut, mit Peter Schelshorn, seiner Zweitkandidatin Anja Herzog und dem Hochrhein-Kandidaten Simon Herzog für die beiden Wahlkreise motivierte und geeignete Kandidaten gefunden zu haben. 80 Jahre Partei bedeuteten auch 80 Jahre Kommunalpartei vor Ort. Der Weiler Stadtverbandsvorsitzende Günter Dußmann dankte der „Bonds Big Band“ der Musikschule unter der Leitung von Christian Leitherer für die musikalische Untermalung und übernahm gemeinsam mit der stellvertretenden Kreisvorsitzenden Anja Herzog die Ehrung für Norbert Adam und Gottfried Schmidle, die beide seit 60 Jahren der Weiler Partei angehören. Gustav Löscher ist seit 65 Jahren Mitglied.

Schelshorn hielt die Festrede zum Partei-Geburtstag und blickte zurück auf die vergangenen Jahrzehnte, immer mit Blick auf das Lokale: „Demokratie beginnt nicht in Berlin oder Stuttgart, sie beginnt im Gemeinderat, Vereinsheim, auf dem Marktplatz. Dort schlägt das Herz unseres Landes.“ Die kommunale Selbstverwaltung treibe die Partei bis heute an. Seine Forderung als Kandidat, so Schelshorn: „Wer Standards setzt, muss Kommunen auch ausstatten.“ In Zeiten von Kriege und Krisen brauche es eine Stimme der Mitte. Dieser Gründungsauftrag der CDU gelte 2025 mehr denn je.

Wohlstand erwirtschaften

In seiner Rede begann auch Hagel mit einem Verweis auf die Gründerzeit und die Lehren aus dem Nationalsozialismus. Die von Konrad Adenauer und Ludwig Erhard eingeführte soziale Marktwirtschaft sei die beste Vereinigung der beiden politischen Systeme. Wohlstand müsse erwirtschaftet, nicht umverteilt werden. Jeden Tag müsse man aktiv für Freiheit und Demokratie eintreten.

AfD einziger echter Gegner

Nur einmal verwies Hagel auf die Bundespolitik, als er das „ideologische Ampelwahlrecht“ kritisierte. Seien bei der Gründung Konfessionsgrenzen überwunden worden, gehörten inzwischen alle Menschen und ihre Glaubensansichten zur CDU.

Als einzigen echten Gegner nannte er die Alternative für Deutschland, die gegen alles eintrete, was die Union geschaffen habe. „Unsere Mitgliedschaft ist ein Bekenntnis zu einem Menschenbild. Jeder soll das Beste aus sich machen können, wenn er dazu bereit ist.“ Die AfD hetze lediglich Gruppen gegeneinander auf. Nur die CDU könne dies verhindern, da die anderen Parteien zu schwach und ideologiebehaftet seien.