Rotraut Warkentin (von links), Sven Epting, Tibor Leicht, Maria Noce, Initiatorin des Projektes Kinder- und Jugendhospiz Sternschnuppe, Denise Stenkin und Doris Kozelj bei der Spendenübergabe. Foto: Lukas Podolski

Die Schwennninger Friedensschule sammelte in den letzten Wochen reichlich Spenden, unter anderem für die „Sternschnuppenbande“ im Hospiz Via Luce.

Der Alltag im Hospiz ist nicht leicht, da ist es umso schöner, wenn es Geschichten wie diese gibt. Seit November sammelten die Eltern der Schüler an der Friedensschule Spenden für die „Sternschnuppenbande“, eine Einrichtung im Hospiz Via Luce in Schwenningen.

 

Doch woher kam die Idee? Doris Kozelj und Denise Stenkin, Elternvertreterinnen der Klasse 4d, legten den Grundstein für das Projekt. Der Gedanke, etwas Gutes zu tun, überzeugte die beiden und kurz darauf starteten sie das Projekt. Mit Hilfe aller Elternvertreter und Elternvertreterinnen wurde in den jeweiligen Klassen für die Aktion geworben. Das sei nach Ansicht der beiden Eltern ein großer Erfolg gewesen.

Letztendlich kamen sie auf eine Summe von 300 Euro sowie auf etwa 450 Euro an Sachspenden in Form von Wandelementen für Kinder, Tonieboxen sowie Spiel- und Fördermaterialien. Die Pakete wurden passenderweise zu den anstehenden Festtagen unter den Weihnachtsbaum im Hospiz gelegt.

Persönliche Übergabe

Am Dienstag, 16. Dezember, überreichten die beiden Organisatorinnen sowie die Elternbeiratsvorsitzenden Tibor Leicht und Sven Epting die Spenden persönlich bei der „Sternschnuppenbande“ – und das mit großer Freude. Die Begegnung habe bei allen Beteiligten tiefen Eindruck hinterlassen, betonen die Eltern. Als Schule sei man stolz auf das Engagement und dankt allen, die sich daran beteiligt haben, so die Eltern.

In der „Sternschnuppenbande“ leben acht Bewohner von drei bis 24 Jahren, sie hätten alle unterschiedliche Beeinträchtigungen, meint Rotraut Warkentin, Leiterin des Kinder- und Jugendbereichs. Die Eltern können ihre teilweise schwerkranken sowie mehrfachbehinderten Kinder und jungen Erwachsenen in die Hände anderer geben. So haben sie die Möglichkeit selbst einmal durchzuatmen und können sich sicher sein, dass sie liebevoll betreut werden.

Besuch von Eltern

Die Eltern hätten jederzeit mit einer Anmeldung die Möglichkeit, ihr Kind zu besuchen. Sie könnten „je nach Kraft und Kapazität kommen“ , erklärt sie. Neben den Besuchszeiten gebe es auch viele andere Themen, über die regelmäßig mit den Eltern gesprochen werden. „Wir pflegen viel Kontakt mit den Eltern“, lässt Rotraut Warkentin wissen.

Die Kinder sowie die jungen Erwachsenen werden rund um die Uhr betreut, unter der Woche seien viele in der Christi-Brown-Schule oder in der Werkstatt, erzählt Rotraut Warkentin. Außerhalb dieses Alltags werden Aktivitäten wie beispielsweise Ferienprogramme angeboten.

Neben der Spendenaktion für das Hospiz sammelten die Klassen der Schwenninger Friedensschule auch Gelder für die Nachsorgeklinik in Tannheim. Dabei kam ein Betrag von insgesamt 550 Euro zusammen, der am Vortag ebenso persönlich überreicht wurde.