Schwenninger Friedensschule
: Schüler entwerfen einen Spielplatz

Einen neuen Spielplatz soll noch in diesem Jahr die Friedensschule in Schwenningen erhalten.
Von
Jochen Schwillo
Oberndorf
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Nach der Präsentation des Spielplatz-Projektes kamen die 16 Schülerinnen und Schüler der Schwenninger Friedensschule zum Erinnerungsfoto mit Andrea Zeumer vom GHO (hinten von links), Dalila Bodner der kommissarischen Schulleiterin und dem Schulsozialarbeiter Felix Schöpperle zusammen.

Jochen Schwillo

Das Besondere: Von einer Projektgruppe aus Drittklässlern, kommen die Idee und die Planung. Das zuständige Amt für Gebäudewirtschaft und Hochbau bei der Stadt (GHO) muss nur noch den Feinschliff übernehmen, damit gebaut werden kann.

Insgesamt waren es 16 Schülerinnen und Schüler der dritten Klassenstufe der Schwenninger Friedensschule, die sich an 14 Terminen regelmäßig trafen, um Ideen für das Projekt Neugestaltung eines Spielplatz zu sammeln und verschiedene Modelle zu bauen.

Die Ergebnisse wurden jetzt in der Schulaula vorgestellt. Die jungen Friedensschüler stellten zuerst ihre Phantasiemodelle vor und zeigten, welche Spielgeräte in ihren Augen wichtig wären. Die Ideen reichten unter anderem von einer Seilbahn über Bällebad und einer Slackline bis zu einem Schaukelautomaten. Außerdem präsentierten sie ihren Endentwurf, so wie sie sich den Spielplatz vorstellen.

Sie recherchieren

Regelmäßig waren sie mit der Architektin Andrea Zeumer vom städtischen Gebäudewirtschafts- und Hochbauamt (GHO) in Kontakt, die wertvolle Tipps gab. So zum Beispiel, dass der Spielplatz nicht zu nahe an Bäumen, wegen der Wurzeln gebaut werden dürfe. Die Projektgruppe recherchierte weiterhin im Internet und machte sich über die Kosten kundig.

Bei einem Vorort-Termin am Standort des ehemaligen Spielplatzes der Grundschulförderklasse wurde außerdem das Gelände ausgemessen. Dass sich die Schwenninger Schule an einem von der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg unterstützten und des Diakonischen Werks Schwarzwald-Baar geförderten Projekts beteiligte, war dem Engagement von Schulsozialarbeiter Felix Schöpperle zu verdanken, der bei der Diakonie angestellt ist.

Besonderes Projekt

Der neue Spielplatz der Friedensschule gehört zum Projekt im Rahmen des Förderprogramms der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung Baden-Württemberg, die in diesem Jahr als einen ihrer Schwerpunkte ihrer Arbeit das Thema Kinderbeteiligung sieht.

Hierzu heißt es auf der Homepage der Kinder- und Jugendbeteiligung: „Ob in der Schule, in der Kommune, im Verein, Verband oder in der Jugendhilfe – echte Partizipation von Kindern ist der Schlüssel für eine zukunftsfähige Gesellschaft. Seid dabei, wenn wir gemeinsam Wege erarbeiten, wie Kinder aktiv in Entscheidungsprozesse einbezogen werden können und wie wir ihre Stimmen in unserer Arbeit stärken“.

Diesen Aufruf nahm Felix Schöpperle, Schulsozialarbeiter des Diakonischen Werkes im Schwarzwald-Baar-Kreis, zum Anlass, sich an dem Förderprogramm zu beteiligen. Neben der Servicestelle Kinder- und Jugendbeteiligung unterstützte auch Schöpperles Arbeitgeber gerne das Projekt, berichtet Geschäftsführerin Elke Armbruster und zeigte sich bei der Präsentation in der Aula der Friedensschule mehr als begeistert.

Start noch 2025

Neben den Eltern kam auch Oberbürgermeister Jürgen Roth an dem Nachmittag vorbei und hörte mit Begeisterung zu, was die Gruppe sich zum Projekt Spielplatz überlegte und sagte, dass man in diesem Jahr noch mit der Umsetzung beginnen werde.

Dies hörte Dalila Bodner gerne. Die kommissarische Schulleiterin der Friedensschule freute sich über den tatkräftigen Einsatz und das Engagement der Drittklässler und sie zeigte sich auch stolz darüber, was die Schüler in den vergangenen Wochen leisteten.

Für Dalia Bodner ist der Spielplatz auch etwas Besonderes. „Es ist praktisch der Abschluss des neugestalteten Schulhofs“, so die Schulleiterin. Zu den kommenden Projekten kündigte sie an, dass man überlege, vor dem Haupteingang der Friedensschule einen kleinen Verkehrsübungsplatz einzurichten, um nicht mehr umständlich mit den Schülern zur Jugendverkehrsschule fahren zu müssen.

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