Moderator Jess Jochimsen (Zweiter von rechts) befragte (von links) Landrat Klaus Michael Rückert, Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen und Regionalverbandsvorsitzenden Klaus Mack. Foto: Gerhard Keck

Die Eröffnung des Kultursommers im „Xentrum“ der Gartenschau in Baiersbronn vermittelte einen Vorgeschmack auf eine anregende Veranstaltungsreihe in der Region.

Wer zum Start der fünften Ausgabe des Kultursommers nach Baiersbronn gekommen war, wurde gut bedient mit kurzer Einführung, launiger Gesprächsrunde, Zauberei, Poetry, Comedy und Musik – und nicht zu vergessen appetitlichem Catering. In die gute Stimmung fügte sich der laue Sommerabend harmonisch ein.

 

Klaus Mack, Vorsitzender des Regionalverbands Nordschwarzwald und CDU-Bundestagsabgeordneter, hatte zur Begrüßung auf der Volksbank-Bühne eine umfangreiche Liste an lokaler und regionaler Politik- und Wirtschaftsprominenz abzuarbeiten. Zu Dank verpflichtet fühlte er sich überdies den Sponsoren, die wiederum dem Kultursommer auf die Sprünge geholfen hatten.

Mack warf einen Blick zurück „auf fünf Jahre gelebte Kultur, gelebten Zusammenhalt und gelebte Leidenschaft“ – Faktoren für die Einzigartigkeit der Region. Nachdem der Veranstaltungsmotor zwischenzeitlich mal infolge der Corona-Pandemie ins Stottern geraten war, habe sich der Kultursommer Nordschwarzwald gefestigt und als unübersehbare Größe eingerichtet, für alle Beteiligten.

Mack: starkes Zeichen für den Verband

Nicht nur als Planungsregion habe sich der Verband behauptet, sondern er habe sich ferner kulturell „als unglaublich lebendig“ erwiesen. Klaus Mack erkennt in dem neuerlichen Start des kulturellen Reigens ein „starkes Zeichen“ für den Verband als Veranstalter und Impulsgeber.

Jess Jochimsen profilierte sich als Moderator, der gelegentlich auch mal knitz wider den Stachel löckte. So versuchte er seine Gesprächspartner – Gartenschau-Geschäftsführerin Cornelia Möhrlen, Landrat Klaus Michael Rückert und Klaus Mack – aus der Reserve zu locken. Möhrlen wiederholte ihre Einschätzung, dass die Gartenschau eine großartige Sache sei. Alle, einschließlich der mehr als 1100 Ehrenamtlichen, hätten sich als „tolles Team“ erwiesen.

Rückert: Einheit der beiden Gemeinden Erfolgsgarant für Gartenschau

Kreischef Rückert empfand die Tatsache, dass sich die Verantwortlichen in Baiersbronn und Freudenstadt zu einer gut funktionierenden Einheit zusammengefunden hätten, als Erfolgsgarant für die Gartenschau.

Auf die Kulturfinanzierung angesprochen, ließ Klaus Mack keinen Zweifel daran aufkommen, dass allenthalben Geld fließen müsse. Dafür sei es durchaus erforderlich, auch mal „laut zu werden“, um die politisch Verantwortlichen aufzuwecken. Hinsichtlich seiner Zukunft mache er sich derzeit noch keine Gedanken: Darüber entscheide nach der jetzigen Legislaturperiode die Wählerschaft.

Das Magier-Weltmeisterduo „ Junge Junge!“ wartete mit Spitzenzaubereien auf. Foto: Gerhard Keck

Im Anschluss an solcherlei grundsätzliche Betrachtungen übernahm das Brüderpaar Wolfram und Gernot Bohnenberger, bekannt als das Magier-Weltmeisterduo „Junge Junge!“ einen unterhaltsamen Part. Seit 30 Jahren verzaubern die sympathischen Entertainer ihr Publikum mit verblüffenden Kunststücken, die sie zu Recht als ganz besondere Akteure ausweisen.

Zur „Garten-Show“ an der Gitarre: Sascha Bendiks Foto: Gerhard Keck

Jess Jochimsen lud nach einer längeren Pause mit Stärkung am Büfett und „Small Talk“ zu einem weiteren Kulturhöhepunkt ein. Auf dem Programm stand die „Garten-Show“ mit Poetry, Comedy und Musik. Mitwirkende waren Lara Ermer, Sascha Bendiks und die erst 16-jährige Rosa Seitz aus Baiersbronn, die für die verhinderte Komödiantin Teresa Reichl einsprang.

Auf der Bühne der „Garten-Show“ (von links): Lara Ermer und Rosa Seitz Foto: Gerhard Keck

Monika Schweickert von der Arbeitsgemeinschaft Kulturregion Nordschwarzwald erwies sich auf der Eröffnung als umtriebige Organisatorin und Ansprechpartnerin. Der Kultursommer 2025 mit seinen hochkarätigen Angeboten ist in der Region zu genießen bis zum 17. August.