Kultursommer Nordschwarzwald: So vielfältig ist die Kultur in der Region

Kino unter freiem Himmel gibt es im Kloster Alpirsbach zu erleben – als Teil des Kultursommers.
SubiacoMehr als 100 Events, 30 Tage, vier Kreise, eine Region: Der Kultursommer Nordschwarzwald bietet von 17. Juli bis 18. August über 100 Veranstaltungen, die die kulturelle Vielfalt der Region erlebbar machen. Sie finden in den Landkreisen Calw, Freudenstadt, im Enzkreis und in der Stadt Pforzheim statt.
2025 findet der Kultursommer zum fünften Mal statt. „Schon das erste Jubiläum, das wir haben“, freut sich Monika Schweickert vom Regionalverband Nordschwarzwald. Sie leitet die dort angesiedelte Geschäftsstelle der Arbeitsgemeinschaft Kulturregion Nordschwarzwald und organisiert den Kultursommer federführend.
Fast keine der Veranstaltungen findet nur wegen des Kultursommers statt
Dieser findet immer zwei Wochen vor und zwei Wochen in den Sommerferien statt, denn „wir wollen auch ganz viele Touristen ansprechen“, erklärt Schweickert. Ihnen wie Bewohnern der Region bietet er Dutzende kulturelle Höhepunkte. Fast keine der Veranstaltungen findet nur wegen des Kultursommers statt, aber alle seien etwas Besonderes – und unter dem Dach des Kultursommers gebündelt.
Mit dabei sind große Veranstaltungsreihen wie das Rossini-Festival in Bad Wildbad, das „Happiness“ in Straubenhardt, der Calwer Klostersommer in Hirsau oder die Alpirsbacher Kreuzgangkonzerte. Aber auch kleine Perlen wie eine Wanderung zu Sonnenuntergang und Vollmond in Dobel, „Tango im Atelier“ in Freudenstadt oder Kabarett in Bad Liebenzell-Unterlengenhardt stehen auf dem Programm. So tritt in der dortigen Kulturremise am 2. August Philipp Weber auf, organisiert vom Verein „Kultur im Dorf“.
Reichweite bietet kleinen Einrichtungen eine große Chance
„Wir sind zum ersten Mal mit dabei“, berichtet Vereinsvorsitzender Michael Wiebelt beim Pressetermin zur Vorstellung des Kultursommers. Die Mischung aus großen und kleinen Events macht aus Sicht von Monika Schweickert den Kultursommer aus. Und das Interesse von Veranstaltern, Teil davon zu sein, sei groß. Der größte Vorteil: „sich im Gesamtpaket präsentieren zu können.“ Das bestätigt auch Wiebelt.
Die Reichweite des Kultursommers bietet gerade für kleine, lokale Initiativen eine Chance, das große Publikum zu erreichen und sich in der Region bekannt zu machen. Gleichzeitig lobt der Ehrenamtliche die gute Organisation: Als Veranstalter bekomme man es leicht gemacht, ein Teil des Kultursommers zu werden.
Auch seitens der Besucher sei das Interesse am Programm inzwischen groß. „Wir haben uns etabliert“, freut sich Monika Schweickert. Dabei soll es bleiben. So betont Luisa Kusterer als Vertreterin des Landkreises Calw: „Wir verstehen uns als Kulturlandkreise.“ Und über den Kultursommer: Gerade in Zeiten der Geldknappheit sei es wichtig zu sagen, „dass wir daran festhalten“.
Das bunte Programm zeige die kulturelle Vielfalt der Region und fördere auch die kleineren kulturellen Einrichtungen – sowie die Vernetzung der Kulturschaffenden im Nordschwarzwald, wie Alexander Weber von der Stadt Pforzheim anfügt. Denn auch darum geht es beim Kultursommer.
Weitere Informationen gibt es im Internet unter kultursommer.nordschwarzwald.de. Dort findet sich auch ein Button, der direkt zur Seite der Kulturradtour führt.