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Calw Innenstadt in Corona-Krise nicht aussterben lassen

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Bernhard Plappert (von links), Jürgen Ott, Ricarda Becker, Florian Kling und Thomas Peter wollen die Gastronomie in Calw trotz der Einschränkungen stärken. Foto: CDU Stadtverband

Calw - Die Auswirkungen der Corona-Pandemie hat die Wirtschaft branchenübergreifend hart getroffen. Während Wirtschaftsexperten von der größten Rezession der Nachkriegszeit sprechen, kämpft vor allem die Gastronomie darum, wieder zur vollen Stärke aufzuführen und auf die Beine zu kommen.

Seit dem 18. Mai dürfen Speisegaststätten unter Auflagen wieder ihre Dienstleistungen anbieten und Gäste bewirten. Analog zu den geltenden Regelungen zum Mindestabstand und Hygienemaßnahmen galt es für die Wirte daher, ihre Betriebe neu zu konzeptionieren und viele neue Prozesse einzuführen.

Der Ortsverbandsvorsitzende der Dehoga Calw, Thomas Peter, berichtet von der Umsetzung der Maßnahmen im "Alten Calwer" und in seinem Bistro Maultäschle. "Unfreiwillig trotz sehr gut laufendem Betrieb von jetzt auf nachher zumachen zu müssen, war hart. Uns hat es den Boden buchstäblich unter dem Füßen weggezogen", berichtet er. Obwohl die Calwer den Take-away und den Lieferservice sehr gut in Anspruch genommen hatten, habe es ein Aufatmen gegeben als klar war: "Wir dürfen wieder unserer Leidenschaft nachgehen und Gastwirt sein."

Die geltenden Auflagen seien dabei eine Grundlage, die man für die Wiedereröffnung im Sinne des Gesundheitsschutzes gerne bereit sei, einzugehen. "Allerdings können wir unter diesen Vor­aussetzungen nicht zur alten Stärke zurückkehren", meint Peter. Denn neben all den ­Hygienemaßnahmen, die umgesetzt werden, sei durch die Abstandsregeln auch die Sitzplatzkapazität gesunken.

Diesen Hinweis durch die Dehoga im Ort und in Zusammenarbeit mit der Koordinationsstelle des Kreisverbands der Dehoga und der CDU Stadtverbandsvorsitzenden Calw, Ricarda Becker, nahm die CDU-Fraktion zum Anlass, mit der Stadtverwaltung und den Gemeinderatskollegen ins Gespräch zu kommen. "Unsere Idee war es, zu prüfen, ob eine Erweiterung der Außenbewirtungsfläche für die Betriebe in der Innenstadt möglich ist. Gerade diese Betriebe haben einen wichtigen Stellenwert für die gesamte Belebung und die Wirtschaftskraft in Calw. Wenn wir diese Stärke nicht zurück erlangen, leiden die Händler und touristischen Angebote ebenso", erläutert der Fraktionsvorsitzende der CDU- Fraktion im Calwer Gemeinderat, Bernhard Plappert. Unterstützung erhielt er dabei von dem Gemeinderatskollegen der Fraktion Gemeinsam für Calw und Vorsitzenden des Gewerbevereins, Jürgen Ott. "Auch wir sehen die Begrenzung der Gastronomie als erheblichen Einschnitt auf die gesamte Infrastruktur im Herzen Calws und haben uns hierzu auch mit dem Stadtmarketing bereits Gedanken gemacht."

Dass die Stadtverwaltung mit Oberbürgermeister Florian Kling und dem Gemeinderat sich um die Gastronomen sorgt, bewies der Erlass der Sondernutzungsgebühr für die Außenbewirtung. "Die Stadt Calw und ich bekennen uns klar zur Calwer Gastronomie und deren Stellenwert in der Innenstadt. Um uns auch in der Krisenzeit wettbewerbsfähig zu halten und Calw nicht aussterben zu lassen, haben wir die Anregung der CDU-Fraktion und des Gewerbevereins dankbar aufgenommen und geprüft, in welchen Maß diese Idee umsetzbar ist. Denn es war klar, dass wir zunächst einmal prüfen mussten, ob bei einer Erweiterung Verkehrswege behindert oder eingeschränkt werden. Sicherheit muss dabei weiterhin oberstes Gebot haben", erklärt OB Kling bei einem gemeinsamen Pressetermin dazu. "Dort, wo es möglich gemacht werden kann, werden wir die Betriebe nun informieren und eine Erweiterung anbieten und hoffen, dass wir unsere Gastronomen damit unterstützen können."

Gäste bei Laune halten

Plappert, Ott, sowie die beiden Dehoga-Vertreter freuen sich über diese positive Nachricht und das konstruktive Vorgehen. "Es ist schön zu sehen, dass in einer solchen Zeit die Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen schnell und unkompliziert klappt und wir aktiv vor Ort helfen können", zeigt sich Plappert dankbar.

Auch für den "Alten Calwer" bedeutet dies ein kleines Zeichen der Hoffnung und ­Motivation. "Wir werden alles geben, die Gäste gesund und bei Laune zu halten und die Maßnahmen mit Herzlichkeit und Wohlfühlatmosphäre umzusetzen. Gemeinsam mit der Stadt, den Gremien und dem Einzelhandel gilt es weiterhin, die Touristen von unserer schönen Stadt zu begeistern und die Innenstadt am Leben zu erhalten", sagt Peter.

Auch auf Kreisebene wird dieses Engagement der Stadtverwaltung positiv aufgenommen. "Im gemeinsamen Dialog konnten wir einen kleinen Beitrag für die Gastronomie leisten. Wir hoffen, dass dies als Vorbild für die weiteren Kommunen und als Anregung dient und danken OB Kling für die schnelle Umsetzung und das offene Ohr", bekräftigt Becker.

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