„Verstecken uns nicht“
: SV Seedorf geht als Außenseiter ins Pokalspiel gegen Pfullingen

Erneut trifft der SV Seedorf im WFV-Pokal auf einen Liga-Konkurrenten. Beim VfL Pfullingen geht’s um die dritte Runde, in der ein Kracherspiel wartet.
Von
Felix Paschke
Oberndorf
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„Wir sind noch in einem Prozess“: Seedorfs Trainer Emanuele Ingrao sieht Pfullingen in der Favoritenrolle.

Bernd Müller

Erst gegen einen Aufsteiger, nun geht’s zum Absteiger. Auch in der zweiten Runde des WFV-Pokals bekommt es der SV Seedorf mit einem neuen Liga-Konkurrenten zu tun. Am Samstag um 15.30 Uhr trifft der Landesligist auswärts auf den VfL Pfullingen.

Die Gastgeber spielten zuletzt mehrere Jahre in der Verbandsliga, in der Vorsaison kam es zum Abstieg. Im zweiten Pflichtspiel der Saison treffen die Seedorfer also auf den zweiten Neuling in ihrer Liga – bereits in Runde eins ging’s gegen den Aufsteiger Ergenzingen.

Bekannt aus Verbandsliga

Während der Kontrahent der Vorwoche für SVS-Trainer Emanuele Ingrao eine große Unbekannte war, ist ihm der Gegner vom Samstag aus Verbandsliga-Zeiten noch gut bekannt. „Das ist eine gute Mannschaft, und es wird ein ganz, ganz schweres Spiel“, ist Ingrao überzeugt.

Mit der SG Empfingen und dem VfL Nagold ist Pfullingen für ihn einer der Topfavoriten in der Landesliga Staffel 3 – dementsprechend schätzt er auch die Rollenverteilung am Samstag in der zweiten Pokalrunde ein. „Pfullingen ist der Favorit“, sagt er.

Weiterkommen ist das Ziel

An der Herangehensweise und dem Ziel, die dritte Runde zu erreichen, ändert das für den Seedorfer Coach jedoch nichts. „Wir dürfen und werden uns nicht verstecken“, sagt Ingrao. Und: „Wir wollen auf jeden Fall weiterkommen.“

Der Gegner in einer möglichen dritten Runde, die zwischen den ersten beiden Landesliga-Spieltagen unter der Woche ausgetragen wird, steht bereits fest: Oberligist SSV Reutlingen wartet auf den Sieger des landesligainternen Duells in Pfullingen.

Lob für die Abwehr gegen Ergenzingen

Das Ticket für die zweite Runde lösten die Seedorfer dabei sehr spät – erst in der Nachspielzeit fiel am Sonntagabend bei zunehmender Dämmerung das entscheidende 1:0. Zuvor tat sich die Elf von Ingrao im Spielaufbau lange schwer. Überbewerten will der Trainer, dem gegen Ergenzingen im Prinzip drei etatmäßige Spielmacher fehlten, das jedoch nicht. „Das war nichts Gravierendes. Wir sind noch in einem Prozess“, sagt er.

In diesem gibt es auch schon Themen, die ihn positiv stimmen – zum Beispiel die Defensive. „Absolut sicher“ sei die Abwehr gegen Ergenzingen gewesen, lobt Ingrao seine Hintermannschaft, die im ersten Pflichtspiel hinten die Null hielt.

Nicht in Topbesetzung

Eine solche Leistung ist nun auch gegen Pfullingen nötig, um die dritte Runde zu erreichen. Personell sieht es dabei ähnlich aus wie gegen Ergenzingen: Urlaubsbedingt kann der SV Seedorf nicht in Topbesetzung anreisen, der ein oder andere Akteur wird fehlen. An dem Ziel, die dritte Runde zu erreichen und sich gleichzeitig Selbstvertrauen für den Ligastart in der Woche darauf zu holen, ändert das aber natürlich nichts.

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