Lucky Punch im WFV-Pokal
: SV Seedorf jubelt gegen Ergenzingen erst in der Nachspielzeit

Dank eines Treffers in der 92. Minute steht der SV Seedorf in der zweiten Runde des WFV-Pokals. Mann des Spiels gegen den TuS Ergenzingen war Torschütze Harut Arutunjan.
Von
Holger Rohde
Oberndorf
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Der SV Seedorf (in Weiß) ist im Pokal eine Runde weiter.

Holger Rohde

Lucky Punch in der Nachspielzeit: Harut Arutunjan war am Sonntag Abend kurz vor 20 Uhr der Held des Abends beim Gastgeber. Sein Last-Minute-Siegtor gegen den Ligakonkurrenten aus dem Gäu sicherte am kommenden Samstag, 2. August (15.30 Uhr) das Zweitrundenspiel gegen den Verbandsligisten VfL Pfullingen.

Zuvor war viel Kampf, Geduld und manche Situation, mit der Trainer Emanuele Ingrao nicht zufrieden war, zu überstehen. Es wurde über die gesamte Spielzeit, wie im Vorfeld erwartet, das enge Spiel. Von Beginn an versuchten beide bei immer wieder einsetzendem Regen über eine sichere Ballzirkulation ins Spiel zu kommen.

Doch so recht wollte es außer bei einigen Abschlussversuchen und Eckbällen beiderseits bis zur Pause noch nicht so recht mit dem Toreschießen klappen. Ergenzingen hatte über 90 Minuten zwar insgesamt ein Chancenplus und wirkte nach vorne gefährlicher, doch die Seedorfer konnten sich auf Keeper Marcel Bender verlassen.

Starker SVS-Keeper

In der 33. Minute parierte er einen gefährlichen 18-Meter-Flachschuss von Lennart Weipert. Insgesamt verteidigte die SVS-Defensive die Ergenzinger Stürmer Dave Nzally und Nils Beurenmeister gut weg. In der zweiten Halbzeit blieb es bis zum Ende das enge und spannende Spiel, weil kein Mannschaft den ersten Treffer vorlegen konnte. Die beste Chance zur Seedorfer Führung vergab Kevin Hasimovic mit einem Pfostenschuss.

Als kaum mehr jemand mit einem Sieger in der regulären Spielzeit rechnete und man auf dem Eschenwiesen-Rasen angesichts der abendlichen Zeit bei einer Verlängerung bangen musste, ob es ohne Flutlicht noch hell genug bleiben würde, fasste sich Harut Arutunjan in der Nachspielzeit ein Herz und traf in der 92. Minuten zum erlösenden und umjubelten 1:0 für die Gastgeber.

„Am Ende freuen wir uns natürlich über das glückliche Weiterkommen durch den späten Treffer von Harut, doch es gibt noch einige Dinge, die wir bis zum Saisonstart und im nächsten Pokalspiel besser machen müssen und können“, sagte SVS-Coach Ingrao nach der Partie.

Seine Gegenüber Florian Schwend war logischerweise enttäuscht: „Wenn man so spät den entscheidenden Treffer kassiert ist das Ausscheiden bitter. Wir hatten über die ganze Spielzeit hinweg mehr Torgefahr und hätten das Spiel selber gewinnen können.“ SV Seedorf: Bender - Ma. Roth. Ja. Roth, Benne, Grimmeißen, Holzer, Scheck, Hasimovic, Huss, Ti. Haag, Arutunjan. TuS Ergenzingen: Majhen - Hofmann, Walser, Weipert, Gulde, Nzally, Beurenmeister, Vogel, Bgensperger, Ciossek, Ignacz. Schiedsrichter: Daniel Fuchs Zuschauer: 120.

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