Fußball-Oberliga BW: Schmalz schlägt wieder zu: TSG Balingen gewinnt auch gegen Singen

TSG Balingen, hier Samuel Schneider (links) im Zweikampf mit Jacques Andre Kouadio, feiert einen wichtigen 1:0-Heimsieg gegen den Türk. SV Singen.
eibner/Andreas Ulmer- TSG Balingen siegt erneut 1:0 gegen den Türk. SV Singen und bleibt unter Coach Baumgartner ohne Punktverlust.
- Matchwinner war Maxim Schmalz: Er traf nach langem Ball von Torhüter Louis Potye in der 35. Minute.
- Balingen kontrollierte das Spiel, hatte aber im letzten Drittel Probleme – Singen blieb offensiv harmlos.
- Derflinger verpasste spät das 2:0, erster Heimsieg der TSG seit Anfang September vor 519 Zuschauern.
- Aufstellungsauszug: Potye, Maier, Fritschi, Schmitz, Brändle, Founes, Schneider, Grauer, Colic, Schmalz, Klostermann.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Die Oberliga-Fußballer der TSG Balingen bleiben unter Interimscoach Jonas Baumgartner ohne Punktverlust. Auch das zweite Kellerduell in Folge haben die Schwaben für sich entschieden. Erneut hieß es 1:0 – und erneut sorgte Maxim Schmalz gegen den Türk. SV Singen für das Tor des Tages. Die Balinger bleiben damit Oberliga-Zwölfte, konnten das Polster auf Singen, den ersten Abstiegsplatz und damit den Tabellenkeller aber weiter ausbauen.
In seinem ersten Heimspiel als Chefcoach auf Zeit vertraute Balingens Baumgartner derselben Elf wie beim 1:0-Sieg in der Vorwoche beim FC Teningen. Und das 4-2-3-1-System, das der Interimstrainer erneut spielen ließ, verlieh der TSG insbesondere in der Defensive Stabilität. Dies, zugegeben, gegen einen in Summe harmlosen Gegner, der unter der Woche Trainer Slobodan Maglov vor die Tür gesetzt hatte („Co“ Roman Rudenko übernimmt bis zur Winterpause).
TSG Balingen spielbestimmend
Auch führte die taktische Ausrichtung auf dem Platz der Bizerba-Arena abermals dazu, dass die Gastgeber gerade über die Außen zumindest etwas mehr Druck entwickeln konnten. Und so begründete sich dann auch die erste nennenswerte Chance der Balinger in der 10. Minute, als Schmalz auf der linken Seite durchgestartet war und im Augenwinkel Jonas Brändle bemerkte. Dessen Hereingabe – scharf zur Mitte, wo Simon Klostermann den berühmten Schritt zu spät kam.
Die Szene, sie war im Grunde sinnbildlich für die Angriffe der TSG: Die Balinger waren zwar spielbestimmend, beherrschten das Leder und schafften dieses nach Ballverlusten auch schnell wieder in die eigenen Reihen. Und sie mühten sich nach Kräften. Gleichwohl präsentierte sich die Kreisstadt-Elf im letzten Drittel zuweilen etwas nervös und in den Zuspielen entsprechend zu unpräzise.
So mussten es Standards richten: In der 17. Minute flankte Ivo Colic einen Freistoß in den Strafraum, am langen Pfosten köpfte Jonas Fritschi den Ball zur Mitte, wo erneut Klostermann frei zum Kopfball kam, ihn aber zu hoch ansetzte. Dann meldete sich Singen mit einem schnörkellosen Angriff erst- und letztmals zu Wort – und um ein Haar hätte es geklingelt: In der 20. Minute war das, da tauchte Ege Öztürk im Strafraum der TSG auf und zog das Leder auf den zweiten Pfosten. Sowohl Isak Lynch als auch Atakan Koyuncuoglu rauschten jedoch am Ball vorbei.
Potye wird zum Vorlagengeber – Schmalz eiskalt
Da wäre Louis Potye im Balinger Kasten vermutlich chancenlos gewesen. Doch eben der Balinger Torspieler sorgte anschließend für einen bemerkenswerten Assist: In der 35. Minute schickte der TSG-Keeper einen Singener Befreiungsschlag ohne viel Federlesen weit, hoch und vor allem direkt zurück in den „Sechzehner“ der Gäste, passgenau auf Schmalz.
Der holte das Leder magnetisch aus der Luft, tanzte erst seinen Gegenspieler und guckte anschließend SV-Torwart Dominik Hozlinger aus – das 1:0, das durchaus sehenswert war. In der 43. Minute konterte die TSG, Colic verlagerte das Spielgeschehen gedankenschnell und schickte Klostermann ins direkte Duell mit Hozlinger. Der Singener Schlussmann störte entscheidend – nicht war’s mit dem zweiten Treffer vor der Pause. Der wäre aber auch etwas zu viel des Guten gewesen. Das 1:0 zur Pause ging dennoch in Ordnung.
Derflinger verpasst die Vorentscheidung
Auch nach dem Seitenwechsel bekamen die rund 500 Zuschauern im Balinger Stadion nicht gerade einen Leckerbissen zu sehen. Das Kellerduell blieb kampfbetont, viele Unterbrechungen störten den Spielfluss. Die TSG trat offensiv allerdings noch vereinzelt in Erscheinung, schaffte es gegen einen anfälligen Gegner aber nicht, für die Vorentscheidung zu sorgen. Die besten Chancen zum 2:0 hatte der eingewechselte Christian Derflinger: In der 87. Minute versuchte es der Ex-Profi aus 18 Metern, in der Nachspielzeit akrobatisch – nur Zentimeter fehlten jeweils.
So blieb es beim 1:0 und dem ersten Heimsieg der TSG seit Anfang September. Singen verpasste es unterdessen, den Bann zu brechen und ist auswärts weiterhin ohne Sieg.
Spiel-Statistik
TSG Balingen: Potye - Maier, Fritschi, Schmitz, Brändle, Founes, Schneider (87. Stauss), Grauer (90.+1 Jäger), Colic (80. Derflinger), Schmalz (69. Feher), Klostermann (86. Neff).
Tor: 1:0 Schmalz (35.)
Schiedsrichter: Stefan Fimpel (Bad Wurzach).
Zuschauer: 519.
