6:3-Sieg gegen Haslach: Auf den FC Ettenheim-Altdorf wartet für die Landesliga noch Arbeit

Max Junele (links) und Jakob Schmidt (rechts) eilen herbei, um dem Torschützen Bastian Utz zu gratulieren.
Wolfgang Künstle- FC Ettenheim-Altdorf schlägt SV Haslach 6:3 nach 1:2-Pausenrückstand.
- Zwei Elfmeter von Carsten Giedemann und Treffer von Junele, Schmidt und Utz entscheiden.
- Defensive wackelt mehrfach – Torwart Fabian Haimerl pariert zweimal stark.
- Trainer Florian Ey sieht Landesliga als Vision, fordert aber mehr Stabilität.
- Konkurrenz punktet unterschiedlich, Platz eins bleibt für Ettenheim in Reichweite.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
BEZIRKSLIGA. FC Ettenheim-Altdorf – SV Haslach 6:3 (1:2). Dass die Fußballer des FC Ettenheim-Altdorf gerne in der Landesliga antreten würden, daraus macht Trainer Florian Ey keinen Hehl. Wann dies der Fall sein wird, ist ein anderes Thema. „Es gibt einen Plan, eine Vision“, bestätigt der Coach.
Mit einem 6:3-Sieg in einem verrückten Spiel gegen den SV Haslach haben die Ettenheimer ihre Ansprüche für die Landesliga unterstrichen. Allerdings belegte die Begegnung auch überdeutlich, woran noch zu arbeiten sein wird, bis der Sprung nach oben ein Thema werden kann. Tore auf beiden Seiten sind bei den Begegnungen in der Rohanstadt garantiert. Schon im Heimspiel gegen den FV Dinglingen trennte man sich mit 4:4.
Doch was der Zuschauer goutiert, pflegt den verantwortlichen Trainern allzu oft zu missfallen. „Wenn man am Ende gewinnt, ist alles in Ordnung“, sagt Ey lachend. Doch auf das 4:4 gegen Dinglingen hätte er gerne verzichtet. „Vorn sind wir zum Glück immer für ein Tor gut“, hält er fest. Hinten aber auch, wie der Übungsleiter der Rohanstädter trotz des Erfolgs am Samstagnachmittag einmal mehr erkennen musste.
Junele vergibt eine unfassbar große Chance
Die Begegnung begann mit einer Slapstick-Einlage von Maximilian Junele, der in der sechsten Minute mustergültig von der Rechtsaußenposition bedient wurde und das Leder beinahe ungehindert aus zwei Metern Entfernung fast senkrecht nach oben krachend gegen die Latte bugsierte. Hätte er diese Chance absichtlich vergeben wollen – es wäre ihm vermutlich nicht gelungen.
Nach etwa zwanzig Minuten schlich sich eine Unsicherheit in das Ettenheimer Spiel ein. Die Fehlpässe im Spielaufbau häuften sich. Dennoch gelang Bastian Utz die Führung, wenn auch aus klarer Abseitsstellung, wie sogar die Ettenheimer Anhänger einräumten. Dafür hatte der Unparteiische zwei Minuten zuvor eine vielversprechende Aktion wegen vermeintlicher Abseitsstellung abgepfiffen.
Die Kinzigtäler meldeten sich nun zurück. Nach einem Heber gegen die Querlatte fiel der Ball Louis Hättich vor die Füße, der trocken zum Ausgleich flach einschoss. Kurz vor der Pause erzielte Kapitän Simon Lehmann mit einem Sonntagsschuss in den Winkel gar die Gästeführung.
Die Standpauke von Florian Ey in der Kabine muss denkwürdig gewesen sein, denn der FC EA war danach nicht wiederzuerkennen. Zwei Elfmeter von Carsten Giedemann, dazu Maximilian Junele, der seinen Lapsus vom Spielbeginn auswetze – und schon waren drei Tore innerhalb von fünf Minuten gefallen.
Die Haslacher zeigten sich nur kurz beeindruckt und antworteten nach gut einer Stunde mit dem 3:4. In der Folge hatten die Ettenheimer dank einer wenig sattelfesten Abwehr einige kritische Situationen zu überstehen. Torwart Fabian Haimerl rettete die Ettenheimer Führung mit zwei Glanzparaden, ehe bei einem Kopfball von Jonathan Benz eine Viertelstunde vor Schluss der Pfosten mithalf. Im direkten Gegenzug schloss Jakob Schmidt einen lupenreinen Konter kaltschnäuzig zum 5:3 ab.
Nun schienen die Kinzigtäler den Spaß am Fußball verloren zu haben und der Ettenheimer Sieg war in trockenen Tüchern. In der 80. Minute fiel nach einer kuriosen Szene gar noch das 6:3. Lennox Mantel wurde als Schütze eines Eigentores gelistet.
„Wir haben zum Saisonende einige erfahrene Spieler verloren, die uns zu einer stabilen Abwehr verholfen hatten“, erklärte Trainer Florian Ey. Jetzt gelte es, mit jüngeren Kräften eines mittlerweile homogenen Konstrukts zu alter Form zu finden. „Wenn man vergangene Saison Dritter war, dann hat man schon Vorstellungen“, so Ey. „Dann sagen wir nicht, dass wir lediglich unter die ersten Acht kommen wollen.“ Man wolle wieder vorn mitreden. „Von der Landesliga redet konkret zur Zeit niemand. Dafür kann im Lauf einer Saison mehr als genug passieren. Wenn es klappt, ist es schön, wenn nicht, dann ist es auch kein Problem“, hält Ey fest.
Dass auch Platz eins für Ettenheim nicht außer Reichweite ist, bewies der Primus aus Zell am Wochenende, als er in Oppenau nur zu einem 2:2 kam. Die Konkurrenz im Aufstiegskampf aus Mühlenbach, Rammersweier und TGB Lahr holte einen Dreier. In Oberschopfheim brennt nach einem 0:6 in Schutterwald kaum noch Licht und die Dinglinger kürten sich mit einem 4:3 gegen die Sulzer zum Stadtderby-Sieger.