S-Cup-Finalsonntag
: Göppingen verteidigt den Thron in einer epischen Final-Schlacht

Was für ein brutaler, hochemotionaler Schlusstakt beim 31. Sparkassen-Cup! Der Finalsonntag peitschte die ohnehin kochende Stimmung in den Hallen endgültig zum Siedepunkt.
Von
Aylin Kaya
Altensteig
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Frisch Auf Göppingen hielt im „Stuttgarter“ Finale dem Druck des TVB stand.

Frisch Auf Göppingen hielt im „Stuttgarter“ Finale dem Druck des TVB stand.

Erwin Wasserbauer
  • Göppingen gewann das Finale des Sparkassen-Cups gegen den TVB Stuttgart mit 34:33.
  • Das Derby kippte nach starker Göppinger erster Halbzeit, Stuttgart konterte nach dem Wechsel.
  • Erlangen holte Platz 3 gegen Balingen-Weilstetten mit 36:28 – Bialowas traf 13-mal.
  • Dresden sicherte Rang 5 gegen Bern mit 36:28, Mallwitz parierte mehrfach Siebenmeter.
  • Neuhausen/Filder besiegte Altensteig 37:29 im Spiel um Platz 7 nach raschem Offensivstart.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wo am Freitag noch taktiert wurde, regierte am Sonntag die pure Abriss-Mentalität: Physische Schlachten, mörderisches Tempo und ein dramatischer Final-Fight, der erst kurz vor der Schlusssirene entschieden wurde.

Spiel um Platz 7: Altensteig fordert die „MadDogs“ im Verbandsliga-Rausch

TSV Altensteig vs. TSV Neuhausen/Filder 29:37 (16:21). Direkt das erste Duell des Sonntags um 12:00 Uhr zündete ein echtes Offensiv-Feuerwerk. Altensteig trat als gigantisch starkes Kollektiv auf und egalisierte den spielerischen Drei-Ligen-Unterschied mit maximalem Einsatz. Der TSV brannte im Angriff: Mit blitzschnellen, schönen Kreuzungen und perfektem Zusammenspiel hebelten sie die Drittliga-Deckung immer wieder aus. Tim Schweizer ging als Tor-Dynamit mit acht Toren voran, während Gabor Karap auf der Platte stabile Highlights riss und spektakuläre, ästhetische Hüft- und Unterarmwürfe aus dem Handgelenk schüttelte.

Dahinter vernagelte das Torwart-Duo den Kasten: Marvin Bayer und Felix „Teddy“ Bormann ließen phasenweise komplett die Rollläden runter. „Teddy“ Bormann brachte die Halle mit neun sagenhaften Paraden zum Kochen. Am Ende war die junge, dynamische Truppe aus Neuhausen jedoch einen Tick handlungsschneller und bestrafte Altensteiger Fehler im Umschaltspiel gnadenlos. Bei den MadDogs stach vor allem der erst 17-jährige Henry Allgaier mit einer unheimlich reifen, souveränen Defensivarbeit heraus. Ein hochattraktives, faires Match fast auf Augenhöhe.

Spiel um Platz 5: Dresdner Tiger überrollen platte Berner Mutzen

HC Elbflorenz Dresden vs. BSV Bern 36:28 (18:12). Im Kampf um Platz 5 demonstrierte der sächsische Zweitligist seine brutale Physis. Dresden trat von der ersten Minute an mit maximalem Körpereinsatz auf und ging extrem aggressiv in die Zweikämpfe. Den Schweizer Gästen ging dadurch bereits gegen Ende der ersten Halbzeit sichtlich die Luft aus. Zwar bewies Bern im zweiten Durchgang großen Geist, motivierte sich neu und versuchte verbissen, sich zurückzukämpfen – doch Dresden war an diesem Tag schlichtweg überlegener. Während Kreisläufer-Hüne Jonas Thümmler am Kreis eine absolute Urgewalt war, permanent Räume riss und für seine Nebenleute wirbelte, zog hinten Marino Mallwitz den Schweizern den Zahn. Der Dresdner Keeper mutierte zum unbarmherzigen Siebenmeter-Killer und entschärfte reihenweise beste Torchancen.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

Spiel um Platz 3: Erlangens Gegenstoß-Gewitter bricht Balingens Willen

HBW Balingen-Weilstetten vs. HC Erlangen 28:36 (17:18). Das Duell um das Podium startete als offener Schlagabtausch, entwickelte sich nach dem Seitenwechsel aber zu einer Erlanger Demonstration. In der ersten Halbzeit hielt Balingens „Goldjunge“ Elias Huber die Gallier mit einer brachialen Leistung im Spiel. Der 24-jährige Spielmacher dominierte das Eins-gegen-eins, riss mit hohem Tempo Löcher in die Erlanger Deckung und glänzte als genialer Vorbereiter. Doch im Laufe der Partie stabilisierte der HCE seine Abwehr entscheidend.

Balingen rieb sich am Abwehrbeton auf und leistete sich zu viele Fehlwürfe – der absolute Genickbruch. Erlangen schaltete blitzschnell um, und diese gnadenlosen Gegenstöße zerstörten Balingens Hoffnungen. Erlangens Yannik Bialowas erwischte einen absoluten Sahnetag, schweißte von Linksaußen fassungslose 13 Tore ins Netz und blieb auch vom Siebenmeterpunkt eiskalt. Dahinter trieb Torwart Tin Herceg die Balinger mit einer brutalen Paraden-Serie zur Verzweiflung, während auf der Gegenseite Vladimir Cupara als King im Kasten Schadensbegrenzung betrieb.

Das große Finale: Hitzige Endspiel-Schlacht um die S-Cup-Krone

FRISCH AUF! Göppingen vs. TVB Stuttgart 34:33 (22:16). Das Stuttgarter Derby im Finale hielt exakt das, was das Plakat versprach: pure Intensität, körperliche Härte und mörderische Spannung. Göppingen erwischte den absoluten Traumstart und setzte sich in der ersten Halbzeit dank eines brennenden Kollektivs ab. Angetrieben vom überragenden Spielmacher Elias Newel, der die Partie nach Belieben dominierte, mit unwiderstehlichen Durchbrüchen Akzente setzte und die gegnerische Abwehr filetierte, schien der Champion auf klarem Titelkurs.

Doch nach dem Seitenwechsel verschlief Göppingen den Start komplett und schenkte dem TVB die Räume. Stuttgart nutzte die Schläfrigkeit eiskalt, biss sich mit einer deutlich aggressiveren Deckung zurück ins Spiel und provozierte massenhaft Siebenmeter. Was folgte, war eine offene, hochemotionalisierte Abnutzungsschlacht mit absolut feurigem Charakter. Das Spiel wurde robust, es kam zu Rudelbildungen und wilden Diskussionen – die Platte brannte lichterloh. Stuttgart schaffte es, die Göppinger Deckung bis tief in den eigenen Kreis zurückzudrängen, und glich die Partie immer wieder aus. Getragen von einem überragenden Stuttgarter Torwart in der zweiten Halbzeit lieferten sich die HBL-Rivalen ein haarscharfes Kopf-an-Kopf-Rennen, ehe der Titelverteidiger aus Göppingen kurz vor der Schlusssirene den hauchdünnen 34:33-Sieg über die Linie zitterte.

Die Siegerehrung: Pokalregen, Meilensteine und der Geist des Handballs

Nach 60 Minuten purer Final-Anspannung wich die sportliche Aggression grenzenlosem Jubel und tiefer Wertschätzung. Bei der feierlichen Siegerehrung im Epizentrum des S-Cups wurde spürbar, warum dieses Turnier weit mehr als ein einfacher Formtest ist. Unter dem tosenden Applaus der Zuschauer ging ein riesiges Dankeschön an das gesamte Helfer-Kollektiv, die Organisatoren und alle Sponsoren, die dieses Event erst möglich machen. Julian Reime brachte es emotional auf den Punkt: „Es fühlt sich jedes Jahr an wie eine Art großes Klassentreffen der Handball-Familie. Ein riesiges Danke an alle Fans für diese unbezahlbare Kulisse!“ Neben den Teams wurde auch das Schiedsrichtergespann für seine souveränen Leistungen mit Geschenken geehrt, bevor die finalen Platzierungen und die begehrten Sonderauszeichnungen vergeben wurden.