Ein Turnier unter Hochspannung
: S-Cup 2026: Altensteig zündet den Funken

Einfach restlos ausverkauft. So überdimensional spannend verliefen die ersten zwei Tage.
Von
Aylin Kaya
Altensteig
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Der TSV Altensteig bot der starken Konkurrenz beim S-Cup bravourös Paroli.

Der TSV Altensteig bot der starken Konkurrenz beim S-Cup bravourös Paroli.

Erwin Wasserbauer
  • S-Cup im Schwarzwald mit 650 Zuschauern in zwei Hallen und acht Teams restlos ausverkauft.
  • Viertelfinals: Erlangen bezwang Altensteig 50:22, Göppingen schlug Neuhausen 35:21.
  • Stuttgart gewann gegen Dresden 37:34, Balingen siegte über Bern 38:28.
  • Platzierungsrunde: Dresden besiegte Altensteig 34:20, Bern setzte sich 31:25 gegen Neuhausen durch.
  • Halbfinals: Göppingen bezwang Balingen 33:26 – Stuttgart siegte 29:28 gegen Erlangen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn Handball pulsiert und jede Aktion knistert – dann ist S-Cup im Schwarzwald. 650 Zuschauer, zwei Hallen, acht Teams und ein Spielplan ohne Atempause sorgten am Wochenende für ein hochemotionales Fest voller Harz, Tempo und Taktik.

Schon der Auftakt war ein Ausrufezeichen – es war das magnetische Protokoll eines Sports, der Menschen elektrisiert. Die Besucher füllten die Tribünen und ließen sich mitreißen zwischen Handball-Poesie, taktischer Tiefe und ruppiger Wahrheit.

Freitag: Der erste Knall. Die Viertelfinals setzten sofort Maßstäbe

HC Erlangen vs. TSV Altensteig 50:22 (27:10). Ein hochdynamisches 72-Tore-Festival zur Eröffnung. Der gastgebende Verbandsligist überzeugte mit bedingungslosem Kampfgeist, präsentierte sich als extrem starkes Kollektiv und schenkte dem Favoriten trotz dessen physischer Übermacht absolut nichts. Mit mutigem Tempohandball gelang es dem TSV immer wieder, die Erlanger Abwehr-Kolosse clever auszuspielen und sich freie Abschlüsse zu erarbeiten. Paul Wagner verbuchte die meisten Altensteiger Treffer, während Torwart Marvin Bayer mit drei Paraden und einem eigenen Tor über das gesamte Feld die Halle anzündete. Auf Erlanger Seite überzeugte vor allem der erst 18-jährige Maxsim Lochman, der im rechten Rückraum mit sagenhaften neun Treffern brillierte.

FRISCH AUF! Göppingen vs. TSV Neuhausen/Filder 35:21 (19:12). Im zweiten Viertelfinale untermauerte der amtierende S-Cup-Champion seine Erstliga-Klasse. Göppingen trat als absolut dominante Einheit auf und zog von Beginn an unaufhaltsam davon. Die „MadDogs“ aus Neuhausen hielten zwar mit maximaler Laufbereitschaft und zähem Defensiv-Biss dagegen, konnten die „Kempa-Buben“ aber nicht dauerhaft stoppen. Ein echter Trumpf für Frisch Auf! war zudem die eigene Wurfgewalt und das unberechenbare Angriffsspiel.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

TVB Stuttgart vs. HC Elbflorenz Dresden 37:34 (20:17). Ein absoluter Taktik-Krimi auf Messers Schneide. Der sächsische Herausforderer reiste in Topform an und überrumpelte den TVB zunächst mit wuchtigen Durchbrüchen – bis zur 16. Minute führten die mutigen Tiger phasenweise. Nach dem Seitenwechsel erwischte Stuttgart einen kolossalen Fehlstart und kassierte einen 5:0-Lauf der Tiger. TVB-Coach Misha Kaufmann reagierte extrem clever: Er stellte auf eine aggressive Jagd-Verteidigung um und ließ im Angriff komplett ohne Kreisläufer agieren, was riesige Lücken riss. Stuttgarts neuer Wirbelwind Mohamed Amine Darmoul filetierte die sächsische Deckung mit seiner krassen Beweglichkeit und feuerte fassungslos machende 13 Tore ins Netz.

HBW Balingen-Weilstetten vs. BSV Bern 38:28 (19:13). Zum Abschluss des ersten Turniertages demonstrierte der Bundesliga-Rückkehrer aus Balingen seine physische Dominanz. Elias Fügel drückte dem Spiel mit einer überragenden Leistung seinen Stempel auf. Die Schweizer „Mutzen“ leisteten sich anfangs eine hohe Fehlerquote und fanden keine Lösungen gegen die unbequeme 4:2-Abwehrvariante der Gallier. Erst im weiteren Verlauf stellte der BSV Bern die eigene Deckung stabiler ein und konterte mit schnellem Gegenstoßspiel. Der Rückstand war für die Schweizer am Ende nicht mehr spielentscheidend zu verkürzen.

Samstag: Bei den Halbfinals brennt die Platte

TSV Altensteig vs. HC Elbflorenz Dresden 20:34 (7:14). In der Platzierungsrunde zeigte der TSV im Rahmen seiner Möglichkeiten ein extrem starkes Gesicht. Während Dresden die Last auf viele verschiedene Torschützen verteilte, gelang es Altensteig immer wieder, den sächsischen Tigern wichtige Tore wegzunehmen. Die Hils-Truppe überzeugte mit einer stabilen mentalen Einstellung, nutzte die sich bietenden Chancen konsequent und setzte in der Abwehr immer wieder starke Akzente. Joni Eckhard lieferte eine Super-Performance am Kreis ab, während Tim Schweizer offensiv die Verantwortung übernahm und auf der Platte den Ton angab. Defensiv fungierte Gabor Karap mit seiner Erfahrung als unschätzbarer Anker. Den emotionalen Höhepunkt markierte der erst 17-jährige A-Jugend-Torwart Jakob Leipersberger: Der Youngster feierte sein Debüt, entschärfte den Konter eines Profis und leitete per Langpass auf Tommy Sudaric einen genialen Treffer ein.

TSV Neuhausen/Filder vs. BSV Bern 25:31 (9:15). Die Schweizer legten mit einer frühen 3:0-Führung dynamisch los. Doch die MadDogs zeigten sich kriegerisch, hielten mit unbändigem Willen dagegen und bewiesen enorme Moral, als sie sich nach einem Zehn-Tore-Rückstand wieder leidenschaftlich heranbissen. Geburtstagskind Lukas Fischer setzte im Rückraum Akzente, während Torwart Jorick Pol den Kasten – darunter ein gehaltener Siebenmeter – sauber hielt. Bern überzeugte jedoch mit reifer Spielkultur über stabile Ballpassagen über die Außen. In der zweiten Halbzeit brach die Stunde von Berns Spielmacher Nico Eggimann, der vollkommen aus sich herausging und die Angriffe dirigierte.

FRISCH AUF! Göppingen vs. HBW Balingen-Weilstetten 33:26 (19:14). Dieses erste Erstliga-Gigantenduell des Samstags geriet zu einer mörderisch intensiven, offenen Partie voller Dynamik. Göppingens Nationaltorwart Kristian Sæverås erwies sich als absolute Wand und ließ das Rolltor im Kasten komplett herunter. Auf der Mitte-Position sprühte Spielmacher Elias Newel vor Gier auf den Sieg, setzte zu unwiderstehlichen Eins-gegen-eins-Drifts an und riss Lücken in den Balinger Block. Die Gallier gaben in der zweiten Halbzeit Vollgas, blieben mutig auf Schlagdistanz, hatten gegen die stärkere Göppinger Abwehr am Ende aber keine Chance.

HC Erlangen vs. TVB Stuttgart 28:29 (14:14). Ein absolut heißes Kampfspiel und ein episches Kopf-an-Kopf-Rennen. Erlangen setzte auf eine brutal robuste, physische Defensive und Linksaußen Yannik Bialowas, der die Bälle unbarmherzig ins Netz schweißte. Der TVB hielt in der ersten Halbzeit durch die spielintelligente Häfner-Zentrale die Balance. Im zweiten Durchgang zündete Stuttgart den Turbo: Simone Mengon brillierte mit feurigen Akzenten im Rückraum. Den entscheidenden Unterschied machte der Stuttgarter Keeper in der Crunchtime. Als Erlangen auf eine offene Manndeckung umstellte, behielt der TVB die Nerven und tütete den hauchdünnen Finaleinzug kurz vor der Schlusssirene noch ein.

Altensteig, dein Puls lebt!

Der S-Cup ist kein gewöhnliches Vorbereitungsturnier – er ist ein unbarmherziger Prüfstand für Systeme, Nerven und Charakter. Die ersten zwei Tage boten ein Übermaß an Tempo, Taktik und Leidenschaft auf absolutem Profi-Niveau.