Schwenninger Wild Wings gegen Ingolstadt: Aufholjagd, Spektakel, Krimi – Schwäne holen zumindest noch einen Punkt

Schade: Auch Wild-Wings-Angreifer Sebastian Uvira ist nach der knappen Heimniederlage enttäuscht.
Roland Sigwart Photographie- DEL: Wild Wings verlieren daheim gegen Ingolstadt 3:4 nach Verlängerung.
- Nach 0:3-Rückstand gelingt Schwenningen die Aufholjagd bis zum 3:3.
- Torschützen Schwenningen: Höfflin doppelt, Feist. Siegtor Ingolstadt: Abbandonato in OT.
- Schwacher Start mit zwei Powerplay-Gegentoren, später starke Moral – Fans skandieren „Fliegenfänger“.
- Nächstes Spiel am Sonntag um 16.30 Uhr: schweres Derby in Mannheim.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Die Wild Wings haben am Freitagabend in der DEL daheim gegen Ingolstadt das wichtige Duell nach einem großen Kampf mit 3:4 nach Verlängerung verloren. 0:3 hieß es nach dem ersten Drittel. Kurz vor dem Ende des Mittelabschnitts starteten die Schwenninger – wie zuletzt gegen München – wieder eine Aufholjagd und holten zumindest noch einen wichtigen Punk im Tabellenkeller.
Wild-Wings-Angreifer Philip Feist war nach der Entscheidung sehr enttäuscht: „Am Ende ist es sehr ärgerlich. Wir haben das erste Drittel verschlafen. Wir haben eine Mega-Truppe, nur setzen wir das auf dem Eis noch nicht ganz um.“
Am Sonntag (16.30 Uhr) steht den Wild Wings das schwere Derby in Mannheim bevor.
Bei den Schwenningern stand Joacim Eriksson im Tor. In der Abwehr rotierten – im Vergleich zum vergangenen Heimspiel gegen München – Alex Trivellato und Bode Wilde wieder rein, dafür musste Dominik Bittner zuschauen. Verteidiger Niklas Hübner half für den verletzten Reed Lebster im Angriff – neben Eric Cornel und Vadim Schreiner – aus.
Bei den Ingolstädtern, die insgesamt ebenfalls enttäuschend in die Saison gestartet sind, hütete der Ex-Berliner Jonas Stettmer das Tor. Mit dem verletzten Nathan Burns (bisher Frankfurt) fehlte ein wichtiger Neuzugang im Angriff.
Das erste Drittel – drei einfache Gegentore
Den Schwenningern war in den ersten Minuten eine gewisse Verunsicherung anzumerken, auch wenn sie ein, zwei gute Offensivaktionen anfangs zeigten.
Dann lief die sechste Minute: Ingolstadts Top-Verteidiger Alex Breton fuhr auf die kurze Ecke von Joacim Eriksson zu, täuschte einen Querpass an, schob aber selbst clever die Scheibe zum 1:0 für die Oberbayern ins lange Eck. Nur zwei Minuten später stand es bereits 2:0 für die Gäste. Im Powerplay hatte Riley Sheen eine komplett freie Schussbahn und überwand den Wild-Wings-Keeper mit einem Distanzschuss.
Die Neckarstädter konnten ihr erstes Überzahlspiel des Abends nicht nutzen. Boaz Bassen musste anschließend bereits zum zweiten Mal – unnötig – im ersten Drittel auf die Strafbank. Mit einem erneut „leichten“ Treffer erhöhten die Ingolstädter auf 3:0 in der 15. Minute – erneut durch Riley Sheen.
Nun kam viel für die Wild Wings in diesen Minuten zusammen: Vadim Schreiner knallte in der 17.Minuten nach einem Beinstellen von Leon Hüttl in die Bande und musste mit einer Unterkörperverletzung raus. Mit der 0:3-Hypothek ging es für die Schwäne in die erste Pause.
Angreifer Mirko Höfflin sagte zu diesem Zeitpunkt: „Wir haben schlampig begonnen, müssen näher an den Ingolstädtern dran sein. In den letzten Minuten des ersten Drittels haben wir wieder unser Herz gezeigt. Ich habe Vertrauen in unsere Mannschaft, dass wir noch eine Aufholjagd starten können.“
Das zweite Drittel – Wild Wings erzielen ihr erstes Tor
Im Mittelabschnitt verteidigten die Ingolstädter um einen starken Torhüter Jonas Stettmer stabil, ließen nicht viel zu. Die Wild Wings arbeiteten sich in dieser Phase in ihrer Offensiv-Zone regelrecht ab. In der 27. Minute landete ein Schuss von Mirko Höfflin am Ingolstädter Außenpfosten. In der 34. Minute scheiterte Schwenningens Kapitän Kyle Platzer knapp. Vier Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels jubelten die Schwäne: Mit viel Power donnerte Höfflin (4. Saisontor) – nach Vorarbeit von Austin Ortega – die Scheibe zum 1:3 ins Ingolstädter Netz.
ERC-Verteidiger Alex Breton zog nach den ersten 40 Minuten ein Zwischenfazit: „Bis auf die vier Sekunden vor dem Ende des Mitteldrittels haben wir bisher perfekt gespielt. Aber Schwenningen wird sich im letzten Drittel noch einmal pushen.“
Die nächste Aufholjagd – und Verlängerung
Im Schlussabschnitt waren vier Minuten gespielt, als Stettmer bei einem Schuss von Philip Feist ein dicker Fehler zum 2:3 unterlief. Ausgerechnet Stettmer, der bis dahin hervorragend gehalten hatte. „Fliegenfänger“ skandierten die Wild-Wings-Fans hinterm Ingolstädter Tor – Gästecoach Mark French nahm sofort eine Auszeit. Jetzt waren die Schwenninger auf dem Eis und auf den Rängen wieder voll da.
Das 3:3 lag in der Luft und fiel auch im Powerplay verdient: In der 52. Minute traf Mirko Höfflin erneut. Einige Strafen gab es noch in der regulären Spielzeit, aber es ging in die Verlängerung.
Hier waren 59 Sekunden gespielt, als Peter Abbandonato entscheidend zum 4:3 für Ingolstadt traf.
Die Statistik
Wild Wings – Ingolstadt 3:4 n.V. (0:3,1:0, 2:0 – 0:1).
Tore: 0:1 Breton (5:36 – Assists: Barber, Powell), 0:2 Sheen (7:09/5:4 – Barber, Breton), 0:3 Sheen (14:30/5:4 – Barber), 1:3 Höfflin (39:56 – Ortega), 2:3 Feist (43:05 – Hänelt, Hübner, 3:3 Höfflin (51:12/5:4 – Uvira, Wilde), 3:4 Abbandonato (60:59).
Strafen: Wild Wings: 12 – Ingolstadt: 10.
Schiedsrichter: Schrader/Polaczek.
Zuschauer: 4320.

