SC Freiburg gegen Bayern
: Eine aufschlussreiche Niederlage und wichtige Worte

Bei der 1:3-Niederlage gegen den FC Bayern München konnten Anhänger des SC Freiburg auch viele positive Signale vernehmen. Julian Schuster richtete nach dem Spiel eine warme Botschaft an seinen Trainerkollegen Vincent Kompany.
Von
Lorenzo Ligresti
SC Freiburg
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Derry Scherhant (rechts) zog in seinen Zweikämpfen gegen Dayot Upamecano und Co. zu oft den Kürzeren.

Derry Scherhant (rechts) zog in seinen Zweikämpfen gegen Dayot Upamecano und Co. zu oft den Kürzeren.

IMAGO/Sven Simon
  • SC Freiburg verlor zuhause 1:3 gegen Bayern, zeigte aber in der Schlussphase Moral.
  • Igor Matanović forderte Lernen aus drei Niederlagen in Folge und betonte die richtigen Schlüsse.
  • Julian Schuster ordnete die Pleiten ein: gegen höherwertige Teams knapp, dennoch Mut für nächste Aufgaben.
  • Bayern führte zur Pause 2:0 durch Upamecano und Gnabry – Olise traf in der Nachspielzeit zum 3:1.
  • Schuster sandte warme Genesungswünsche an den erkrankten Bayern-Trainer Vincent Kompany.

Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.

SC-Stürmer Igor Matanović brachte nach der 1:3-Heimniederlage gegen den FC Bayern München auf den Punkt, was mutmaßlich viele Akteure in der Freiburger Kabine dachten. „Wir wussten, dass es eine schwere Woche mit drei Top-Gegnern wird. Dass wir jetzt mit null Punkten rausgehen, ist hart! Aber jetzt ist der Moment, daraus zu lernen und die richtigen Schlüsse zu ziehen“, so der kroatische Nationalspieler, der in der 58. Minute eingewechselt worden war und in der Schlussphase der Partie einen großen Anteil daran hatte, dass die Freiburger nach dem Eigentor von Tom Bischof noch kräftig am Punktgewinn schnupperten.

„Richtig einordnen“

1:2 in Leverkusen, 0:3 in Monaco und nun 1:3 zuhause gegen die Bayern. Der Höhenflug des SC Freiburg hat mit drei Niederlagen in Folge sein jähes Ende gefunden. Panik im Breisgau? Absolute Fehlanzeige, wenn man den Worten von Cheftrainer Julian Schuster lauscht: „Wir können das schon richtig einordnen, sowohl die Siege in den ersten Spielen als auch die Niederlagen jetzt. In Leverkusen und auch heute gab es Dinge, auf denen wir aufbauen können. Es hat jetzt zweimal nicht gereicht, gegen Mannschaften mit einer höheren Qualität etwas Zählbares mitzunehmen, aber wir waren beide Male nah dran. Das wird uns den Mut und die Kraft für die weiteren Aufgaben geben!“

Am Ende sollte es nicht sein. Michael Olise erzielte in der fünften Minute der Nachspielzeit das entscheidende 3:1, nachdem der Sport-Club die defensiven Pforten auf der Jagd nach dem Ausgleich komplett geöffnet hatten. Dennoch war das Aufbäumen der Freiburger in den Minuten zuvor durchaus beeindruckend. Beherzt verteidigende Bayern durften sich in der ein oder anderen Situation sogar bei Schlussmann Jonas Urbig bedanken, dass das unverhoffte Top-Spiel der Fußball-Bundesliga nicht doch noch in einem Remis endete.

Drohende Dominanz

Lange Zeit hatte es danach ausgesehen, als würde der Rekordmeister schlichtweg davonziehen. Zur Halbzeit stand es 2:0 für die Gäste. Zum einen dank einer unglaublichen Aktion von Innenverteidiger Dayot Upamecano, der einen Freiburger Abschluss abblockte, wenige Momente später plötzlich enorm viel freie Wiese vor sich hatte und im Stile eines Torjägers zur Führung einschob. Zum anderen dank Serge Gnabry, der kurz vor dem Pausenpfiff mitten ins Freiburger Herz traf.

Ansonsten taten die Bayern, was die Bayern nun mal tun. Mit aggressivem Pressing gaben sie dem SC kaum Luft zum Atmen und im eigenen Ballbesitz zirkulierte die Kugel wie am Schnürchen, obwohl mit Joshua Kimmich und Aleksandar Pavlović beide Stamm-Sechser ausfielen. Die Breisgauer hielten dagegen, waren aber, bis es in der Schlussphase doch noch einmal spannend wurde, nicht gut genug im Spiel. Vielleicht wären ohne die Niederlagen in Leverkusen und Monaco im Hinterkopf die Brüste etwas breiter und die Fußgelenke etwas lockerer gewesen. So steht eine am Ende verdiente Niederlage zu Buche - die jedoch auch viel über die Freiburger Qualitäten ausgesagt hat.

Appell an die Trainerkollegen

Das Duell stand teilweise auch im Zeichen des aufgrund von gesundheitlichen Probleme ausfallenden Bayern-Trainers Vincent Kompany. Schuster nahm sich noch lange nach Abpfiff in den Katakomben des Europa-Park-Stadions Zeit, richtete aufbauende Worte an seinen Kollegen und sprach mit Journalisten über ein in seinen Augen extrem wichtiges Thema. „Wir Trainer sind oft nicht gut darin, auf uns zu achten, weil du natürlich diese Verantwortung hast. Ich wünsche Vincent eine schnelle Genesung und hoffe, dass er sich selbst auch die Ruhe gibt und die Zeit nimmt, die er braucht“, so der 41-Jährige.