Sachbeschädigung in VAG-Bus
: Schottische Fußballfans beschäftigen die Freiburger Polizei

Gleich mehrfach musste die Freiburger Polizei am Donnerstag im Zusammenhang mit dem Europapokalspiel des SC Freiburg eingreifen. Dabei waren hauptsächlich Personen aus der Ultraszene des FC Motherwell beteiligt.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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Im Stadion zündeten die Fans des FC Motherwell am Donnerstag Pyrotechnik. Einige wenige schottische Anhänger kamen nach dem Spiel zudem mit dem Gesetz in Konflikt.

IMAGO/Grant Hubbs
  • Polizei meldet mehrere Einsätze rund um das Europapokalspiel des SC Freiburg.
  • Im VAG-Shuttlebus entstand Schaden: Graffiti im Innenraum, Heckscheibe durch Tritte zerstört.
  • Eine etwa 20-köpfige Gruppe aus dem Ultras-Umfeld wurde kontrolliert – Personalien erfasst.
  • Insgesamt: vier Körperverletzungen, vier Sachbeschädigungen, zwei Pyro-Verstöße und vier weitere Delikte.
  • Pyrotechnik im Gästeblock gezündet, der FC Motherwell muss wohl mit Uefa-Strafe rechnen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fast 1500 Fans des schottischen Fußballclubs FC Motherwell hatten ihre Mannschaft zum Rückspiel der Play-offs zur Conference League nach Freiburg begleitet. Sportlich gesehen war es eine Enttäuschung: Durch die 1:4-Niederlage gegen den SC Freiburg verpasste der schottische Erstligist den Sprung in den Europapokal.

Unter den Gästefans befanden sich laut der Freiburger Polizei auch rund 50 Personen, „die der Ultraszene beziehungsweise der Gruppe der polizeilich bekannten Problemfans“ zuzurechnen seien.

Und offensichtlich verkraftete nicht jeder der schottischen Fans die Niederlage gegen den Bundesligisten. Nach dem Spiel kam es laut Polizei in einem Bus der Freiburger Verkehrs AG (VAG), der als Shuttle zum Hauptbahnhof eingesetzt wurde, zu mehreren Sachbeschädigungen.

Graffiti im Bus und zerstörte Heckscheibe

Demnach sollen Anhänger des FC Motherwell den Fahrgastraum mit Graffiti verunstaltet haben. Zudem wurde laut Polizei die Heckscheibe des Busses durch Tritte zerstört.

Gruppe aus dem Ultra-Umfeld sorgt für Ärger

Wenig später kam es dem Polizeibericht zufolge zu „weiteren Störungen und Provokationen“. Ausgangspunkt soll eine rund 20-köpfige Gruppe aus dem Umfeld der Ultraszene der schottischen Fans gewesen sein.

Die Personen wurden von der Polizei angehalten,  kontrolliert und ihre Personalien wurden festgestellt. „Gegen einzelne Personen wurden weitergehende polizeiliche Maßnahmen getroffen“, schreibt die Polizei.

Mehrere Körperverletzungen und Sachbeschädigungen

Insgesamt registrierten die Sicherheitskräfte am Spieltag am Donnerstag vier Körperverletzungsdelikte, vier Sachbeschädigungen, zwei Verstöße im Zusammenhang mit dem Einsatz von Pyrotechnik sowie vier weitere Straftaten.

Pyrotechnik wird wohl auch von der Uefa bestraft

Bereits beim Einlaufen der Mannschaften hatten die Fans im Gästeblock Pyrotechnik gezündet. Es ist anzunehmen, dass der FC Motherwell dafür im Nachgang von der Uefa bestraft wird. Vor dem Spiel hatte sich der Verein an die Fans gewendet, weil in dieser Europapokal-Saison schon zweimal Strafen von der Uefa wegen des Verhaltens der Fans ausgesprochen worden waren.

Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fußballanhängern

Bereits am Vorabend der Begegnung kam es in der Freiburger Innenstadt laut Polizei zu einer Auseinandersetzung zwischen rivalisierenden Fußballanhängern. Nach bisherigen Erkenntnissen suchten Angehörige verschiedener Fangruppierungen die Konfrontation und gingen teilweise mit Bistrostühlen aufeinander los. Eine Person wurde verletzt und musste medizinisch versorgt werden.

Insgesamt zieht die Freiburger Polizei dennoch eine „überwiegend positive Einsatzbilanz“.  Insgesamt könne man trotz der Vorkommnisse auf einen „überwiegend friedlichen Einsatzverlauf“ zurückblicken.

Polizei zieht dennoch weitgehend positives Fazit

Dabei betont die Polizei auch, dass die Stimmung bei der überwiegenden Mehrheit der Gästefans nach polizeilicher Wahrnehmung „ausgelassen und freundlich“ gewesen sei. Die festgestellten Straftaten und Störungen können demnach nach derzeitigen Erkenntnissen großteils den Personen aus dem Umfeld der polizeilich bekannten Problemfans und der Ultraszene zugeordnet werden.

„Das Polizeipräsidium Freiburg hat die weiteren Ermittlungen aufgenommen und setzt weiterhin auf ein friedliches und respektvolles Miteinander“, heißt es abschließend.