Rollt der Freiburger Zug weiter?
: Julian Schuster warnt vor dem starken Aufsteiger

Der SC Freiburg peilt in Paderborn seinen fünften Sieg im fünften Pflichtspiel an. Gegen den frisch gebackenen Aufsteiger gehen die Breisgauer dabei als klarer Favorit ins Spiel.
Von
Lorenzo Ligresti
Paderborn
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Die Freiburger Offensive läuft mit 16 Treffern in  bislang  vier Pflichtspielen auf Hochtouren – wird das auch in Paderborn so weitergehen?

Die Freiburger Offensive läuft mit 16 Treffern in bislang vier Pflichtspielen auf Hochtouren – wird das auch in Paderborn so weitergehen?

IMAGO/Sportfoto Rudel
  • Freiburg will in Paderborn den fünften Sieg im fünften Pflichtspiel holen – Anstoß Samstag 15.30 Uhr.
  • Trainer Julian Schuster nimmt die Favoritenrolle an, warnt aber vor dem Aufsteiger und dessen Euphorie.
  • Paderborn holte zum Auftakt ein 0:0 in Mainz, das laut Schuster zuletzt nur wenigen Teams gelang.
  • Freiburgs Offensive ist formstark: 16 Tore in vier Partien, Suzuki traf dreifach gegen Bremen.
  • Bilanz der Duelle knapp pro Freiburg, zuletzt 2023 Pokal-Aus mit 1:3 gegen Paderborn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Einen besseren Einstand in die Saison 2026/27 hätte der SC Freiburg kaum feiern können. Je ein 3:1- und 4:1-Sieg gegen den FC Motherwell und damit die Qualifikation für die Conference League, ein souveränes 5:1 im DFB-Pokal gegen Fortuna Düsseldorf und nun zuletzt ein Einstand nach Maß in die neue Bundesliga-Spielzeit in Form eines 4:1-Erfolgs über Werder Bremen. Gelingt den Breisgauern nun auswärts beim SC Paderborn (Samstag, 15.30 Uhr) der fünfte Sieg im fünften Pflichtspiel?

Großer Respekt vor dem kommenden Gegner

Auch wenn Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster die Favoritenrolle seiner Mannschaft im Vorfeld dieser Partie durchaus annahm, warnte er ausdrücklich vor dem Aufsteiger aus Ostwestfalen: „Das, was ich von Paderborn gesehen habe, war sehr spannend und schön anzuschauen. Meines Erachtens ist es absolut verdient, dass sie Teil der Bundesliga sind.“ Nicht zuletzt seit dem torlosen Remis gegen den FSV Mainz 05, das sich die Paderborner bei ihrer Rückkehr ins Oberhaus am vergangenen Wochenende erspielten, ist Schusters Respekt vor dem kommenden Gegner groß: „0:0 in Mainz – das haben letzte Saison nicht allzu viele Teams geschafft.“

Außerdem macht die Mischung aus guten Abläufen aus der Vorsaison und der anfänglichen Euphorie „einen Aufsteiger immer gefährlich“, so der 41‑Jährige. Zumal es für die Paderborner das erste Bundesliga-Heimspiel seit dem 20. Juni 2020 sein wird.

Meines Erachtens ist es absolut verdient, dass sie Teil der Bundesliga sind.
SC-Trainer Julian Schuster
vor dem Auswärtsspiel beim Aufsteiger in Paderborn

Einer der aktuell vielen Freiburger Schlüssel zum Erfolg, den Schuster auf der Pressekonferenz am Donnerstag besonders hervorhob, ist die Tiefe des Kaders und der daraus entstehende Konkurrenzkampf. Aufgrund verschiedener Entwicklungen gebe es „auf vielen Positionen sehr enge Situationen“, so der Freiburger Coach. „Das schärft die Haltung jedes Einzelnen und sorgt dafür, dass der Fokus sehr hoch ist. Es sind kleine Details, die dann entscheiden können, wer von Beginn an spielt.“

Offensiv-Trio in absoluter Top-Form

Bei allem Konkurrenzkampf dürfte es für jeden Herausforderer enorm schwierig werden, an den drei glänzend aufgelegten Offensiv-Assen vorbeizukommen. Igor Matanović bringt es nach seinem Treffer gegen Bremen wettbewerbsübergreifend bereits auf vier Tore und drei Vorlagen. Derry Scherhant spielte mit einem Treffer und zwei Assists im Rückspiel gegen Motherwell groß auf. Und dann wäre da natürlich noch Yuito Suzuki, der mit einem Dreierpack gegen Werder in die neue Bundesliga-Saison startete.

16 Tore in vier Partien – wenn die Zahnräder der Freiburger Offensiv-Maschine auch in Paderborn wieder so reibungslos ineinanderpassen, dann kommt auf die Abwehrreihe des Aufsteigers eine echte Mammutaufgabe zu. Schließlich hatten die Paderborner auf ihrem Weg zur Relegation mit 45 Gegentoren in der 2. Liga nicht die sattelfesteste Defensive.

Ausgeglichene Bilanz in 14 Aufeinandertreffen

Insgesamt 14-mal standen sich die beiden Klubs in ihrer Geschichte in einem Pflichtspiel gegenüber – zuletzt 2023 in der zweiten Runde des DFB‑Pokals. Damals hatten die Ostwestfalen mit einem 3:1 im Breisgau das bessere Ende für sich. Die allgemeine Bilanz spricht für die Freiburger – wenn auch nur knapp. Sechs Siege, drei Unentschieden und fünf Niederlagen stehen gegen Paderborn in den Geschichtsbüchern – bei einem beinahe ausgeglichenen Torverhältnis von 20:19. Allen Beteiligten ist jedoch bewusst, dass diese historische Bilanz wohl nicht die aktuellen Kräfteverhältnisse widerspiegelt.