Millionengeschäft Europapokal
: Das kann der SC Freiburg in der Conference League verdienen

Wenn am Donnerstagabend der SC Freiburg in die Ligaphase der Conference League startet, geht es auch um Geld. Wie viel genau, hängt auch vom sportlichen Erfolg ab.
Von
Felix Paschke
Freiburg
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SC Freiburg - FC Schalke 04: Fußball, Männer: Bundesliga, SC Freiburg - FC Schalke 04, 5. Spieltag, Europa-Park Stadion, Maximilian Eggestein (2.v.l, SC Freiburg) jubelt nach seinem Tor zum 1:0 mit der Mannschaft. (zu dpa: ««Glücklich» dank Goto: Freiburg springt auf Platz eins»)

Je öfter die Spieler des SC Freiburg in der Conference Siege bejubeln, desto mehr Geld gibt's am Ende aus dem Uefa-Prämientopf.

Tom Weller/dpa
  • Freiburg startet in die Conference League – es geht auch um erhebliche Prämiengelder.
  • Teilnahme bringt 3,17 Mio. Euro; pro Sieg in der Ligaphase zahlt die Uefa 400.000 Euro.
  • Zusatzzahlungen für K.-o.-Runden: bis vier Mio. Euro fürs Endspiel, Sieger erhält drei Mio.
  • Insgesamt sind für den Gewinner theoretisch mehr als 21 Mio. Euro möglich.
  • Im Vergleich: Europa League mit ähnlichen Prämien, Champions League schüttet deutlich mehr aus.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es waren beeindruckende Zahlen, die Finanzvorstand Oliver Leki am vergangenen Donnerstag präsentierte: 212,1 Millionen Euro Umsatz machte der SC Freiburg in der Saison 2025/26, dabei erzielte der Bundesliga einen Jahresüberschuss von 30,5 Millionen Euro.

Einen erheblichen Anteil am Rekordumsatz hatte dabei auch die erfolgreiche Europa-League-Saison, die erst im Finale von Istanbul endete. Insgesamt mehr als 30 Millionen Euro dürfte der SC Freiburg im abgelaufenen Geschäftsjahr dadurch eingenommen haben – alleine sieben Millionen Euro gab es für den Einzug ins Endspiel.

Auch in diesem Jahr spielt der SC Freiburg wieder international, zum ersten Mal in der Conference League, dem Wettbewerb unterhalb von Champions- und Europa League. Logischerweise wird in der „dritten Liga“ der Uefa nicht ganz so viel Geld ausgeschüttet, wie in den anderen beiden europäischen Wettbewerben.

Die Differenz zu den Beträgen, die in der Europa League verteilt werden, ist dabei jedoch nicht sehr groß. So erhält der SC Freiburg alleine für die Teilnahme an der Conference League in diesem Jahr laut Uefa 3,17 Millionen Euro. Zum Vergleich: In der Europa League sind es 4,31 Millionen Euro.

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Prämien sind ähnlich zu denen in der Europa League

Auch die Erfolgsprämien ähneln sich in den beiden Wettbewerben. In der Conference League bekommt jeder Teilnehmer 400.000 Euro für einen Sieg in der Ligaphase (die allerdings nur sechs statt acht Spiele umfasst), in der Europa League sind es 450.000 Euro.

Außerdem wird auch das Erreichen der verschiedenen K.o.-Phasen mit Zahlen belohnt: von 200.000 Euro für die Qualifikation für die K.-o.-Phasen-Play-offs – und bis hin zu vier Millionen Euro für das Erreichen des Endspiels. Der Gewinner der Conference League erhält zusätzliche drei Millionen Euro Prämie.

Dem Sieger winken insgesamt mehr als 20 Millionen Euro

Insgesamt kann der Sieger des Wettbewerbs theoretisch also mehr als 21 Millionen Euro an Prämien einstreichen. Zudem schüttet die Uefa insgesamt 57 Millionen Euro Wertprämie an die 36 Conference-League-Teilnehmer aus.

Drei-Klassen-Gesellschaft bei der Finanzierung

So klein der Unterschied zwischen den Zahlen zwischen Europa und Conference League ist, so groß ist die Differenz zur Champions League. Alleine für die Teilnahme an der Königsklasse erhält jedes Team 18,62 Millionen Euro. Ab dem Erreichen des Achtelfinals zahlt die Uefa zudem zweistellige Millionenbeträge. Vorjahressieger Paris St. Germain soll in der vergangenen Saison insgesamt fast 150 Millionen Euro an Prämien verdient haben.

Oliver Leki: ARCHIV - 05.02.2026, Hamburg: Oliver Leki (Vorstand SC Freiburg) bei einer Gesprächsrunde während der Sportbusiness-Konferenz Spobis im CCH Congress Center Hamburg. (zu dpa: «Rekord, Rekord, Rekord: Freiburger in neuer Flughöhe») Foto: Christian Charisius/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

SC-Finanzvorstand Oliver Leki brachte bereits eine Umverteilung der Uefa-Prämien ins Gespräch.

Christian Charisius/dpa

Insgesamt werden in der Champions League 2,437 Millionen Euro ausgeschüttet. Die Teilnehmer der Europa League bekommen zusammen 565 Millionen Euro, in der Conference League sind es 285 Millionen Euro.

Zur Europapokal-Saison 2027/28 gibt’s neue Zahlen

Es sind diese Summen, die SC-Finanzvorstand Leki im Frühjahr 2026 dazu brachten, von einer „Umverteilung“ zu sprechen. Um den Wettbewerb in der Bundesliga wieder spannender zu machen, wäre es seiner Meinung nach unter anderem „ein wirkungsvoller Ansatz, die astronomischen Summen, die aus der Champions-League-Vermarktung von der Uefa eingenommen werden, ausgewogener an die Starter in der Europa League und Conference League zu verteilen“, sagte Leki der „Sport Bild“. Unter anderem beim Champions-League-Stammgast FC Bayern München sah man das naturgemäß anders.

Ob mit dem neuen Verteilungszyklus ab der neuen Saison jedoch eine Umverteilung zugunsten von Europa- und Conference League einhergeht, ist offen. In dieser Saison bleibt es auf jeden Fall im europäischen Fußball bei einer Drei-Klassen-Gesellschaft.