Erst Eintracht, dann Länderspielpause
: Sechs Siege und vier Nationalspieler

Der SC Freiburg verteidigt in Frankfurt sowohl die Tabellenführung als auch seine weiße Weste. Gleich vier Akteure dürften dabei dank Bundestrainer Jürgen Klopp mit besonders breiter Brust auftreten.
Von
Lorenzo Ligresti
Frankfurt
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Yannik Engelhardt (links), Philipp Treu (vorne) und Derry Scherhant (rechts) wurden allesamt von Jürgen Klopp für die DFB-Auswahl nominiert.

Yannik Engelhardt (links), Philipp Treu (vorne) und Derry Scherhant (rechts) wurden allesamt von Jürgen Klopp für die DFB-Auswahl nominiert.

IMAGO/Steinsiek
  • Freiburg reist am Samstag nach Frankfurt und will mit gutem Gefühl in die Pause gehen.
  • Sechs Pflichtspielsiege und Tabellenführung: Der Sport-Club tritt mit breiter Brust an.
  • Vier Neulinge im DFB-Aufgebot von Jürgen Klopp: Rosenfelder, Treu, Engelhardt, Scherhant.
  • Trainer Schuster spricht von Bestätigung der Entwicklung und lobt die gesamte Mannschaft.
  • Eintracht gilt als bislang stärkster Gegner – jüngst 3:1 in Mainz nach schwachem Start.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wenn der SC Freiburg am Samstag (15.30 Uhr) bei Eintracht Frankfurt zu Gast ist, geht es vor allem darum, sich mit einem guten Gefühl in die lange Länderspielpause zu verabschieden. Die Breisgauer können und werden im Deutsche-Bank-Park mit einer breiten Brust auftreten – so viel dürfte nach sechs Siegen in sechs Pflichtspielen und der Tabellenführung in der Bundesliga selbstverständlich sein. Noch ein Stückchen breiter als beim Rest des Teams dürfte die Brust von vier Akteuren sein.

Vier Freiburger Neulinge

Denn Max Rosenfelder, Philipp Treu, Yannik Engelhardt und Derry Scherhant wurden allesamt von Bundestrainer Jürgen Klopp in dessen erste beiden Aufgebote für die Nationalmannschaft berufen – Rosenfelder, Treu und Engelhardt für die ersten beiden Partien und Scherhant für die zweite Hälfte der Länderspielpause. Für alle ist es die erste Nominierung in ihrer Karriere. „Ich freue mich natürlich sehr für die Jungs! Das sind Kindheitsträume, sein Land zu vertreten“, meinte Freiburgs Cheftrainer Julian Schuster am Donnerstag mit Blick auf seine Schützlinge. „Das ist auf der einen Seite natürlich eine Bestätigung für die individuellen Entwicklungen dieser Spieler, aber gleichzeitig auch ein großes Kompliment für die gesamte Mannschaft. Denn diese Entwicklungen passieren nur, wenn man Tag für Tag optimale Rahmenbedingungen hat.“

Bei aller Freude über die vierfache DFB-Nominierung – und eventuell auch Enttäuschung bei anderen Spielern, allen voran Matthias Ginter und Maximilian Eggestein – werden die Breisgauer auch in Frankfurt mit der nötigen Ernsthaftigkeit auftreten müssen. Die Eintracht ist auf dem Papier der vermeintlich stärkste Gegner der noch jungen Saison. Das Team des in diesem Sommer an den Main zurückgekehrten Cheftrainers Adi Hütter startete mit einem 3:3-Remis bei Union Berlin und einer 1:4-Heimniederlage gegen den FC Augsburg zunächst denkbar schlecht in die neue Saison, fand zuletzt beim 3:1-Sieg in Mainz jedoch rechtzeitig vor dem Duell mit dem Sport-Club wieder zurück in die Erfolgsspur.

„Viele Qualitäten“

„Eintracht Frankfurt hat viele Qualitäten und hat sich über all die Jahre sehr gut entwickelt“, lobte Schuster den kommenden Gegner, gegen den man inzwischen seit mehr als vier Jahren und acht Duellen auf einen Sieg wartet, ausdrücklich. Insbesondere die Frankfurter Leistung am vergangenen Wochenende imponierte dem 41-Jährigen: „Die Art und Weise, wie sie gespielt haben, war sehr beeindruckend. Das musst du erst einmal hinbekommen, in Mainz zu gewinnen und drei Tore zu schießen. Das haben in den letzten Jahren nicht allzu viele Mannschaften geschafft.“