Saison ist beendet
: TC Oberweier muss noch auf den Klassenerhalt warten

Die Herren des TCO haben ihre Saison mit einem Sieg und einer Niederlage abgeschlossen. Ob das für die Regionalliga reicht, ist noch ungewiss.
Von
Thorsten Mühl
Friesenheim
Jetzt in der App anhören
Marcel Volz nimmt die gelbe Filzkugel ins Visier. Er und die TCO-Herren  haben nun gute Aussichten auf den Klassenerhalt.

Marcel Volz nimmt die gelbe Filzkugel ins Visier. Er und die TCO-Herren haben nun gute Aussichten auf den Klassenerhalt.

Wolfgang Künstle
  • Oberweiers Herren beenden die Saison mit Sieg in Rüsselsheim und 0:9 in Reutlingen.
  • Klassenverbleib in der Regionalliga ist offen – Ausgang in oberen Ligen steht noch aus.
  • 6:3 in Rüsselsheim: 4:2 nach Einzeln, Bourgue/Volz sicherten den entscheidenden Doppelsieg.
  • Reutlingen wurde Meister, Oberweier blieb ohne Satzgewinn; Doppel wurden aufgegeben.
  • Damen punkten in der Badenliga: 5:4 in Freiburg und 8:1 gegen Heidelberg, Abstiegszone verlassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

RÜSSELSHEIM/REUTLINGEN. Regionalliga: TVH Rüsselsheim - TC BW Oberweier 3:6; TV Reutlingen - TC BW Oberweier 9:0. Die Frage nach dem Regionalliga-Verbleib Oberweiers war am Sonntagabend noch nicht verbindlich beantwortet. Die Ortenauer beschlossen nach einem Sieg und einer Niederlage am letzten Saison-Wochenende die Runde auf Rang fünf. Das war durch Schützenhilfe von Absteiger TEC Waldau möglich, der den direkten Oberweier-Konkurrenten TVH Rüsselsheim besiegte. „Es sind noch einige Spieltage in den oberen Ligen zu absolvieren. Insgesamt sieht es für uns aber ganz gut aus, die Klasse halten zu können“, sagte Oberweiers Coach Oliver Killeweit optimistisch.

In Rüsselsheim hatten die Oberweierer am vorletzten Spieltag 6:3 gewonnen. Die Gastgeber traten etwas schwächer besetzt an als zuletzt, aber die Gäste erwischten auch einen starken Tag. Nach den Einzeln führte man bereits 4:2, wobei Mathias Bourgue (Frankreich), Marc Mail und Marcel Volz klare Siege einfuhren. „Bastian Bross erlebte keinen guten Start, kämpfte sich aber zurück und behielt auch im entscheidenden Match-Tiebreak die Nerven“, skizzierte Trainer Oliver Killeweit.

Aussichtsreich lag Pietro Scomparin im Rennen, brach im zweiten Durchgang allerdings ein. Der entscheidende Match-Tiebreak wurde mit 10:3 gleichfalls zur deutlichen Angelegenheit für den Kroaten Deni Zmak.

Die Ausgangsposition für die entscheidenden Doppel war gut und bereits die erste Paarung Bourgue/Volz fuhr in zwei Sätzen die Entscheidung ein. Doppel zwei wurde abgegeben, doch aufgrund einer Schulterverletzung Zmaks beim Einspielen wurde die dritte Doppel-Partie kampflos zugunsten der Gäste aus der Ortenau gewertet.

Schwabo Powerplay
Freitag um 12.00 Uhr
Die sportlichen Highlights der Woche und die Top-Events für das Wochenende auf einen Blick.

„Dieser Sieg war der wichtigste in der gesamten Saison, weil wir Rüsselsheim so hinter uns lassen. Angesichts der Verletzung Zmaks, der der beste Rüsselsheimer Spieler ist, war schon Hoffnung vorhanden, dass Waldau eine Überraschung schaffen könnte. Umso dankbarer sind wir, dass dieses Wochenende dann doch noch optimal gelaufen ist“, so Killeweit.

Die Geschichte am Sonntag beim neuen Meister und Aufsteiger Reutlingen war angesichts eines 0:9, das die Oberweierer ohne jeden Satzgewinn beließ, schnell erzählt. Punktuell ergaben sich Möglichkeiten, aber auch sportliche Grenzen. In den Einzeln kamen Scomparin, der im ersten Durchgang Satzbälle hatte und Mail zumindest Satzgewinnen noch am nächsten. Das Gros der Begegnungen war jedoch einseitig und deutlich zugunsten der Reutlinger einzuordnen. In den Doppeln wurde von Gästeseite aus aufgegeben.

Ergebnisse gegen Rüsselsheim: Jovanovic - Bourgue 2:6, 4:6; Zmak - Scomparin 4:6, 6:3, 10:3; Zielen - Mail 3:6, 2:6; Schmidl - Volz 1:6, 6:7; Flinner - Bross 6:1, 5:7, 8:10; Casadevall - Wörner 6:3, 7:6; Jovanovic/Casadevall - Bourgue/Volz 3:6, 4:6; Zielen/Schmidl - Scomparin/Wörner 3:6, 6:2, 10:5; Zimak/Flinner – Mail/Bross (Aufgabe Rüsselsheim).

Ergebnisse gegen Reutlingen: Purtseladze - Bourge 6:3, 6:0; Handel - Scomparin 7:5, 6:3; Pörtner - Mail 6:2, 7:5; Szymkowiak - Volz 6:3, 6:2; Schlangenhauf - Bross 6:2, 6:3; Wedel - Wörner 6:3, 6:2; Purtseladze/Madaras - Mail/Volz 6:4 (Aufgabe Oberweier); Handel/Szymkowiak - Scomparin/Gogonea 1:0 (Aufgabe Oberweier); Pörter/Schlangenhauf - Bross/Wörner 6:0 (Aufgabe Oberweier).

FREIBURG/OBERWEIER. Badenliga, Damen: Freiburger TC - TC BW Oberweier 4:5; TC BW Oberweier - TC SG Heidelberg 8:1. Nach einem Doppelsieg am Wochenende haben die Damen des TC BW Oberweier ihre Aussichten in der Badenliga verbessert. Der Aufsteiger bewegte sich vom Tabellenende weg und kann kommendes Wochenende unter anderem in einem Vergleich mit einem direkten Konkurrenten noch weiteren Boden gutmachen.

Ihren ersten Saisonsieg feierten die Ortenauerinnen am Samstag in Freiburg. Das 6:3 beim Freiburger TC, bei dem die Gäste erstmals Olympe Lancelot (Frankreich) und Agathe Chytilova (Tschechien) einsetzten, war umkämpft. Auf den vorderen Positionen hatte Oberweier nichts zu bestellen. Matchpunkte sammelten Chytilova, Severine Deppner und Marine Partaud (beide Frankreich) ein. Alyssa Kobus lag aussichtsreich im Rennen, doch beim 8:10 im Match-Tiebreak hielt das Nervenkostüm nicht stand.

Ab der Endphase des Einzel-Blocks musste aufgrund aufziehender Gewitter und Unbespielbarkeit der Plätze in die Halle umgezogen werden. Nach dem 3:3-Zwischenstand erfolgte die Entscheidung in den Doppeln. Partaud/Carolin Krauß entschieden ihre Paarung deutlich für sich, doch Lancelot/Anna-Lena Singler verloren ihre Partie nach klar gewonnenem ersten und im Tiebreak knapp verlorenem zweiten Satz im Match-Tiebreak.

Doppel zwei bestritten Chytilova/Deppner, die den ersten Satz mit 5:7 abgaben, ehe sie im zweiten Satz deutlich mit 6:2 vorne lagen. Der alles entscheidende Match-Tiebreak nahm spannende Züge an, dann siegten die Gästespielerinnen mit 11:9 und und hatten in der Gesamtrechnung mit dem 5:4-Erfolg die Nase vorne. „Es war eine sehr enge Partie, bei der wir letztlich das kleine bisschen mehr Willen oder auch Glück bei uns hatten“, bemerkte Killeweit.

Am Sonntag setzte sich Oberweier dann zu Hause gegen den TC SG Heidelberg mit 8:1 durch. Die Gäste traten ersatzgeschwächt an. Lancelot, Partaud, Deppner, Chytilova und Kobus sorgten mit ihren Siegen bereits für die Entscheidung nach den Einzeln. Sämtliche drei Doppel wurden durch Chytilova/Deppner, Lancelot/Anna-Lena Singler sowie Carolin Krauß/Anica Wünsche von Leupoldt ebenfalls gewonnen.

Ergebnisse gegen Freiburg: Desperrier - Lancelot 6:2, 6:2; Spieth - Volkov 6:2, 6:3; Hummel - Partaud 1:6, 4:6; Schwörer - Chytilova 3:6, 0:6; Seng - Depponer 4:6, 2:6; Mehrle - Kobus 5:7, 6:1, 10:8; Desperrier/Spieth - Lancelot/Singler 2:6, 7:6, 10:7; Hummel/Mehrle - Chytilova/Deppner 7:5, 2:6, 9:11; Schwörer/Seng - Partaud/Krauß 4:6, 1:6.

Ergebnisse gegen Heidelberg: Lancelot - Katharina Kukaras 4:6, 6:2, 10:5; Partaud - Bögner 6:1, 6:1; Chytilova - Filipov 6:0, 6:1; Deppner - König 6:2, 6:0; Kolesnikow - Lichtermann 3:6, 1:6; Kobus - Karolin Kukaras 6:1, 3:0 (Aufgabe Heidelberg); Chytilova/Deppner - Katharina Kukaras/Bögner 7:6, 7:5; Lancelot/Singler - Filipov/Lichtermann 7:5, 7:5; Krauß/Wünsche von Leupoldt - König/Karolin Kukaras 6:7 (Aufgabe Heidelberg).