In Runde zwei gezittert: Spielerisch läuft beim SV Seedorf noch nicht alles nach Plan

Seedorfs neuer Schlussmann Marcel Bender hielt im Pokalspiel hinten die Null.
Holger RohdeDer WFV-Pokal ist jedes Jahr mit zwei Runden vor Saisonbeginn der Appetitanreger für die Fußballfans in der Region. In der ersten Runde kämpfte sich am späten Sonntagabend der SV Seedorf in die 2. Runde durch. Der VfB Bösingen und SV Zimmern haben bereits über ein Freilos die nächste Runde erreicht, der SV Winzeln musste dagegen direkt die Segel streichen.
SV Seedorf
„Mich freut es für den Harut Arutunjan, dass gerade er als Stürmer das entscheidende Tor erzielt hat. Letzte Runde haderte er sehr oft mit sich. Ich sage ihm immer, dass er als Angreifer auf die eine Chance warten muss. Dias hat er getan“, lobte Trainer Emanuele Ingrao den „Held des Abends“ beim 1:0-Sieg gegen den TuS Ergenzingen.
Lohn ist nun das Zweitrundenmatch beim Verbandsliga-Absteiger und Ligakonkurrenten VfL Pfullingen. „Wir haben schon Kontakt aufgenommen und versuchen, die Begegnung auf den Freitag Abend vorzuverlegen“, so Ingrao. Der eigentliche Spieltermin ist am Samstag um 15.30 Uhr.
Abgänge sind schwer zu ersetzen
Indes war zu sehen, dass beim SVS durch die Abgänge von Marco Lenz, Daniel Seiferling eine neue Spielkultur im Spiel aus der Abwehr heraus entsteht. „Wir taten uns schwer, dass wir nicht erkannt haben, dass uns Ergenzingen mit dem Pressingverhalten viele Räume angeboten hat. Mir war allerdings klar, dass sie ihr System in der zweiten Halbzeit ändern müssen, weil wir das Vorgehen durchschaut und umgestellt haben. Leider haben wir es ihnen teilweise zu einfach gemacht bei den Kontern und waren nicht geduldig bei eigenem Ballbesitz. Durch Urlaub und die Rotsperre von Harry Föll waren wir personell nicht in voller Besetzung. Die wichtigen Spieler für den Aufbau haben uns gefehlt“, resümierte Ingrao.
„Elfmeterkiller“ muss nicht eingreifen
Ein zweiter Seedorfer Spieler musste sein Können in einer möglichen Verlängerung oder gar im Elfmeterschießen nicht mehr zeigen: Marcel Bender. Der neue Keeper aus Trossingen war bei seinem alten Club als „Elfmetertöter“ bekannt. Dort hielt er die vergangenen beiden Saison in Liga – und im Pokalfinale 2024 – mehr als ein halbes Dutzend Strafstöße. Unter dem Strich hielt er die Null und seine Vorderleute um Kapitän Marvin Roth in der Abwehrkette standen kompakt.
SV Winzeln
Keinen Coup landete der SV Winzeln gegen den SV Nehren. Das 0:3 war allerdings nicht so klar, wie es den Anschein hat. „Die Niederlage war verdient, weil Nehren besser war. Doch wir haben es ordentlich gemacht, lange Zeit gut dagegengehalten. Das frühe 0:1 sorgte einfach dafür, dass wir dem Rückstand hinterherlaufen mussten“, haderte Tobias Bea etwas mit der Offensivflaute.
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