WM 2026
: Nach deutscher WM-Pleite – Merz greift bei X daneben: „Was für ein Spiel, DFB-Team!“

Das WM-Aus der DFB-Elf sorgt für kollektiven Frust – doch im Kanzleramt sieht man es anders. Wieder einmal gibt es einen Shitstorm im Netz.
Von
Michael Maier
Berlin
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Das Aktenstudium beherrscht der Kanzler besser als Social Media.

Das Aktenstudium beherrscht der Kanzler besser als Social Media.

Tom Weller/Kai Nietfeld/dpa
  • DFB-Team scheidet im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay aus.
  • Fans und Experten kritisieren „Schlafwagenfußball“, Team und Trainer zeigen Selbstkritik.
  • Bundeskanzler Friedrich Merz lobt auf X Einsatz und Teamgeist – „Was für ein Spiel, DFB-Team!“
  • Der Post löst einen Shitstorm aus, viele Kommentare statt Likes, Nutzer raten zu weniger Fußballposts.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fußball-Deutschland versinkt in kollektiver Schockstarre und Fassungslosigkeit – doch im Bundeskanzleramt scheint man ein anderes Spiel gesehen zu haben. Nach dem Aus der deutschen Nationalmannschaft im Sechzehntelfinale der WM 2026 gegen Paraguay herrscht bei Fans und Experten bittere Enttäuschung über den ineffektiven „Schlafwagenfußball“ der DFB-Elf. Selbst Bundestrainer Julian Nagelsmann und die Spieler sparen nach der lethargischen Leistung nicht mit Selbstkritik.

Nicht so Bundeskanzler Friedrich Merz. Auf der Plattform X (ehemals Twitter) versucht sich der CDU-Politiker in staatsmännischer Aufmunterung – und traf damit wohl nicht so recht die Stimmungslage der Fußballnation.

X-Post von Friedrich Merz

Während das Land über eine „Nicht-Leistung“ schimpft, gerät Merz auf X regelrecht ins Schwärmen:

„Auch wenn das Ausscheiden schmerzt: Was für ein Spiel, DFB-Team! Mit eurem Einsatz und Teamgeist bei dieser WM habt ihr unser Land begeistert. Wir sind stolz auf euch.“

Begeisterung? Stolz? Für viele Fans klang das eher nach der Würdigung einer heroischen Finalniederlage als nach der bitteren Realität einer kleinen Katastrophe im Sechzehntelfinale.

Merz-Lehrstück in Sachen „Am Volk vorbeigeredet“

Die Quittung der Community ließ nicht lange auf sich warten. Innerhalb kürzester Zeit sammelten sich unter dem Beitrag deutlich mehr wütende Kommentare als Likes – im Netz-Jargon ein klassisches Anzeichen dafür, dass ein Post komplett nach hinten losgegangen ist. „Sie sollten vor allem Fußballtweets einfach lassen“, riet ihm ein Nutzer trocken.

Es zeigt sich im Fußball wie in der Politik: Wer im Netz die emotionale Stimmungslage eines Millionenpublikums ignoriert, mag auf einer Sachebene zum Teil sogar Recht haben, erntet statt Applaus aber nur Kopfschütteln.