Festspiel in Oberreichenbach
: VfB Stuttgart II mit Anlaufschwierigkeiten

Gut 40 Minuten zeigten die Landesliga-Frauen des SV Oberreichenbach beim Festspiel am Freitagabend gegen den VfB Stuttgart II eine starke Abwehrleistung.
Von
Albert M. Kraushaar
Oberndorf
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Mit der Führung im Rücken spielte es der VfB Stuttgart dann locker runter.

Albert M. Kraushaar

Vor rund 300 Zuschauern ließen Sara Schaible und Vivien Wielandt in der Innenverteidigung und Celine Steeb links in der Viererkette kaum etwas zu. Die einzig nennenswerte Möglichkeit hatte Nathalie Kim Biermann (9.) per Kopfball.

SVO-Coach Holger Simon hatte vor der Abwehr mit Eva Kuhnle und Lily Tubach eine Doppelsechs installiert, die in der ersten Halbzeit auch spielerische Impulse setzen konnte.

Natürlich waren die Frauen mit dem Roten Brustring überlegen, zeigten in Sachen Spielanlage, Technik und Ballgefühl immer wieder den Klassenunterschied, kamen jedoch – so lange die Kraft beim SVO reichte – nicht durch.

Ständig auf der Hut

Dazu mussten die Gäste ständig vor Anna Knepper und Alessa Bauer auf der Hut sein. Die beiden „Neuen“ hatten im SVO-Team den Angriff gebildet und auf Bälle in die Tiefe oder die weiten Abschläge von Paulin Kappler gelauert.

Darum gab es Lücken

Alles gut anzusehen, bis sich Tabea Weiß verletzte und an der Außenlinie behandelt werden musste. Die in Unterzahl endstanden Lücken nutzte der VfB eiskalt zum 1:0 durch Florentina Holz (42.). Dann traf direkt im Anschluss noch Lena Tarmann (45.).

Nach der Pause kamen Veronika Heinz, Lea Schulz, Michelle Wölfel, Antonia Beck und Samira Mühlen. Ehe die SVO-Frauen wieder in die Ordnung kamen, hatten die Stuttgarterinnen durch Sina Kummerow (54.) und einem Elfmeter-Tor von Lena Tarmann (57.) erneut zugeschlagen.

VfB plötzlich kreativer

Mit der deutlichen Führung im Rücken wurde der VfB zusehends kreativer, hatte jetzt den Raum, um zu spielen, auch weil bei der Simon-Elf die Schritte immer kürzer wurden. Nach vorne ging nichts mehr, gegen einige gute VfB-Chancen brachten Paulin Kappler und Co das Ergebnis in der Schlussphase jedoch über die Zeit.

Schiris überzeugen

Unter dem Strich, einschließlich dem jungen Schiedsrichtergespann mit Philipp Soos, Erjon Hyseni und Pamina Schanz, eine starke Leistung, die auch ausgewiesene VfB-Fans wie Marion Steiner (SpVgg Bad Teinach- Zavelstein) neidlos anerkannten.

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