Frauen Landesliga: SV Oberreichenbach hat’s gepackt

Doppeltorschützin Jana Sophie Albrecht (links) wird von Teamkollegin Damaris Rathfelder beglückwünscht.
Albert M. KraushaarDabei entwickelte sich die Elf von Trainer Holger Simon erneut zu einem Stolperstein für einen favorisierten Gast.
SV Oberreichenbach – TSV Lustnau 2:0 (1:0). Diesmal „erwischte“ es den Tabellenzweiten TSV Lustnau, der durch die 0:2-Niederlage mit vier Punkte Rückstand auf Spitzenreiter SG Altheim im Titelrennen ausgeschieden ist.
Ein besonderes Bonbon
Darüber hinaus hat die SVO-Elf der Liga mit dem nicht erwartenden Heimsieg noch ein ganz besonderes Bonbon beschert. Durch die aktuelle Konstellation spielen der TSV Lustnau (41 Punkte) und der zweite TSV Sondelfingen (42 Punkte) am Schlusstag den Relegationsplatz im direkten Vergleich aus.
Vorzeichen ungünstig
Die Vorzeichen für das letzte Heimspiel waren alles andere als günstig. Ohne die Stammspielerinnen Sara Schaible, Lilly Tubach, Mareike Besch und Tabea Weiß musste das Trainerduo Holger und Pascal Simon massiv improvisieren.
Mit Notfall-Plan
Antonia Beck und Damaris Rathfelder rückten in die Startelf, um im Notfall wechseln zu können, wurde Katarina Bott reaktiviert. Gut eine halbe Stunde konnte die Elf die Null halten, dann gelang Konterspielerin Jana Sophie Albrecht der Führungstreffer (35.).
Jetzt war der SVO in seinem Element. Hinten gut stehen und konsequent verteidigen, um dann über weite Bälle von Torspielerin Paulin Kappler „Nadelstiche“ zu setzen. Dadurch wurden die Gäste gezwungen, hinten gegen Albrecht und Meike Schober eine zusätzliche Absicherung einzubauen.
Personaldecke „aufgebraucht“
Ab der 46. Minute war die Oberreichenbacher Personaldecke „aufgebraucht“. Kurz vor der Pause musste Sonja Bott (für sie kam Veronika Heinz) runter, in der Pause ging es für Meike Schober nicht mehr weiter.
Stürmischer Jubel
Mit so viel „Einsatzzeit“ hatten beide nicht gerechnet, zudem verlangten die Gäste den SVO Frauen eine enorme Laufleistung ab. Die Simon Elf lieferte, die knappe Führung sorgte für Spannung, das Lustnauer Trainerduo Frieder Eme/Bastian Fischer versuchte alles, brachte bis zur 78. Minute fünf frische Spielerinnen – ohne den Ball im Kasten von Paulin Kappler unter zu bringen. Das gelang Jana Sophie Albrecht per Konter in der Nachspielzeit zum stürmisch umjubelten 2:0.