Tödlicher Drohnenangriff: Ukraine ruft nach Angriff Iran an: Wollen keine Eskalation

Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen (Archivfoto).
Hannes P Albert/dpa- Kiews Drohnenangriff auf ein iranisches Frachtschiff im Kaspischen Meer löste Eskalationsangst aus.
- Außenminister Sybiha rief seinen iranischen Kollegen an und erklärte die Lage – Ziel ist Deeskalation.
- Sybiha gab einen Angriff auf ein ziviles Schiff mit einem toten Iraner zu und bat, auf Eskalation zu verzichten.
- Ukraine begründet Angriffe mit Selbstverteidigung gegen russische Aggression und fordert Ende der Hilfe für Russland.
- Teheran droht mit Vergeltung, Moskau spricht von Terror und warnt vor Gefahr für die Kaspi-Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der ukrainische Außenminister Andrij Sybiha hat nach dem tödlichen Angriff auf ein iranisches Frachtschiff seinen Teheraner Kollegen Abbas Araghtschi angerufen und die Lage erklärt. Es sei das Ziel Kiews, eine unnötige Eskalation zu vermeiden, teilte Sybiha bei X mit. Er äußerte sich nach seinem Besuch mit dem ukrainischen Staatschef Wolodymyr Selenskyj bei US-Präsident Donald Trump in Washington. Der Ukraine gehe es bei ihren Angriffen nur darum, sich selbst vor der russischen Aggression zu verteidigen.
Der Minister räumte ein, dass die Ukraine im Kaspischen Meer ein ziviles Schiff angegriffen und dabei einen iranischen Staatsangehörigen getötet habe. Demnach forderte Sybiha seinen Kollegen Araghtschi auf, auf eskalierende Schritte zu verzichten und jede Unterstützung für den russischen Angriffskrieg einzustellen. „Dieser Krieg ist illegal, und er muss enden“, sagte der Minister.
Araghtschi hatte den Angriff am Samstag scharf verurteilt und mit Vergeltung gedroht. Er warf Selenskyj, der von dem Angriff berichtet hatte, einen Verstoß gegen das Völkerrecht vor und wandte sich dabei auch an die EU und Russland.
Moskau: Kiew gefährdet Sicherheit in Kaspi-Region
Auch Moskau warnte vor einer Eskalation. Nach Angaben des Außenministeriums in Moskau war das Schiff mit ziviler Fracht vom russischen Hafen in Astrachan unterwegs in den Iran. Ministeriumssprecherin Maria Sacharowa warf Kiew Terror und eine Gefährdung der Sicherheit in der Kaspi-Region vor.
Russland führt seit mehr als vier Jahren einen zerstörerischen Angriffskrieg gegen die Ukraine und benutzt dabei auch die Region am Kaspischen Meer für Attacken. Der ukrainische Präsident wiederum beklagt seit Langem, Iran unterstütze Russland in dem Krieg – etwa mit Drohnentechnik.
Mit Blick auf den Krieg im Nahen Osten warf Selenskyj Russland wiederum vor, dem von den USA und Israel angegriffenen Iran zu helfen. So versorge Moskau das iranische Militär „intensiv“ mit Satellitenaufnahmen von der Golfregion, sagte Selenskyj. Er hatte den Staaten im Nahen Osten auch Hilfe durch ukrainische Drohnenexperten bei der Abwehr iranischer Angriffe angeboten.
