Geheimbericht: Bundeswehr sieht sich von Russland bedroht

Polizisten suchen nach dem Drohnenvorfall am Flughafen Leipzig nach Drohnenspuren.
Hendrik Schmidt/dpa- Bundeswehr stuft Gefährdung erstmals als „erheblich“ ein – zweithöchste Stufe.
- Interne Analyse warnt vor möglichen russischen Sabotageakten gegen Truppen in Deutschland.
- Zufallsfund bei Wunstorf: Landwirt entdeckte abgestürzte Drohne nahe Bundeswehr-Stützpunkt.
- Bau der Drohne ähnelt dem Modell vom gescheiterten Anschlag am Flughafen Leipzig/Halle.
- Ermittler vermuten Ziel Bundeswehr-Flugzeuge; rote Linie durch Drohnen als kinetisches Mittel überschritten.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Schon seit Jahren ist Deutschland hybriden Angriffen ausgesetzt, deren Spur nach Ansicht der Bundesregierung oftmals nach Moskau führt. Nun warnt auch die Bundeswehr vor möglichen russischen Sabotageanschlägen auf die eigenen Truppen in Deutschland . Das geht aus einer internen Lageeinschätzung hervor, die dem WDR und der Süddeutschen Zeitung vorliegt. In dem Papier wurde die Bedrohung erstmals als „erheblich“ eingestuft.
Landwirt macht einen Zufallsfund
Wesentlichen Anteil für die Bewertung hat dem Bericht zu Folge der Fund eines Landwirtes Mitte September unweit des Fliegerhorsts Wunstorf. Dort wurde eine offenbar abgestürzte Drohne entdeckt. Sie ähnelt in der Konstruktion jener mit Sprengstoff bestückten Drohne, die Anfang August beim gescheiterten Anschlag auf dem Flughafen Leipzig/Halle eingesetzt wurde.
Die Drohne lag wohl schon zwei Jahre in der Nähe des Bundeswehr-Stützpunkts. Das sollen die technischen Analysen des Bundeskriminalamtes ergeben haben. Die Ermittler gehen davon aus, dass damit - anders als in Leipzig - keine zivilen Frachtflugzeuge angegriffen werden sollten, sondern möglicherweise Flugzeuge der Bundeswehr.
In der Sicherheitsanalyse, aus der die beiden Medien berichten, werde die Gefährdungslage für die Bundeswehr neu bewertet. und erstmals als „erheblich“ eingestuft. Das ist die zweithöchste Stufe in der Bewertungsskala. Während der Vorfall in Leipzig noch mit einer mittelbaren Bedrohung der Bundeswehr bewertet worden sei, habe es in Wunstdorf „ sehr wahrscheinlich eine „direkte Betroffenheit“ gegeben. Weiter heißt es demnach, dass Russland mit dem Einsatz von Drohnen als kinetisches Wirkmittel „eine bisher antizipierte rote Linie der Schädigungsabsicht mit kinetischer und/oder letaler Wirkung“ gegenüber der Bundesrepublik und der Bundeswehr überschritten habe.
