Vegetationsbrand bei Auggen
: Zwei Hektar Biotop brennen

Ein Biotop-Wäldchen mit viel Unterholz auf Auggener Gemarkung wird von einem Feuer schwer beschädigt. 70 Einsatzkräfte mehrerer Feuerwehren haben den Kampf gegen die Flammen geführt.
Von
Volker Münch
Auggen/Müllheim
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Ein Biotop zwischen Müllheim und Auggen auf Auggener Gmarkung wurde von einem großen Vegeationsbrand in Mitleidenschaft gezogen.

Ein Biotop zwischen Müllheim und Auggen auf Auggener Gmarkung wurde von einem großen Vegeationsbrand in Mitleidenschaft gezogen.

Volker Münch
  • Vegetationsbrand bei Auggen/Müllheim: Zwei Hektar Biotop standen zeitweise in Vollbrand.
  • Alarm war gegen 13.30 Uhr, eine hohe Rauchfahne zog über die Rheintalbahn – Züge stoppten.
  • Rund 70 Kräfte aus Auggen, Müllheim, Neuenburg und Heitersheim löschten von mehreren Seiten.
  • Drohne lokalisierte Glutnester, Wasser kam aus Becken, Schlauchleitung und Großtankern.
  • Brandursache ist unklar, Ermittlungen laufen; Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Es war gegen 13.30 Uhr, als die Integrierte Leitstelle für die Feuerwehren Auggen und Müllheim den ersten Alarm ausgelöst hatte. Da stand bereits eine hohe Rauchfahne über dem rund zwei Hektar großen Biotop, das nur durch ein Feld von der Bahnlinie auf der Westseite unterbrochen war. Weil Wind aufkam und sich der Rauch über die Rheintalbahn legte, wurde umgehend der Schienenverkehr eingestellt.

Fläche steht bei Eintreffen der Wehr in Vollbrand

Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte stand der Westteil des naturbelassenen Geländes mit hohen, verdorrten Gräsern, Sträuchern, höheren Gehölzen und Bäumen in großen Bereichen bereits im Vollbrand. Durch den immer wieder aufkommenden Wind und Funkenflug breitete sich das Feuer rasch in Richtung Bahn nach Osten aus.

Weitere Löschzüge werden Nachgeordert

Weil das Feuer in der Entwicklungsphase sich rasch weiterentwickelte, wurden weitere Löschzüge aus Neuenburg und Heitersheim nachgefordert. Die Drohnengruppe West des Unterstützungsbereichs Markgräflerland verschaffte Einsatzleiter Kopfmann und dem Müllheimer Kommandanten, der den Einsatzleiter unterstützte, schnell einen Überblick über den Brandverlauf und Glutnester, die gezielt bekämpft werden konnten.

Löschwasservorrat wurde aufgebaut

Von mehreren Seiten nahmen die Löschtrupps die Bekämpfung auf. Die große Herausforderung: Das Feuer eindämmen und damit an der weiteren Ausbreitung zu hindern und gleich die Wasserversorgung durchgehend sicherzustellen. Hier konnte Auggens Einsatzleiter Oliver Kopfmann umgehend auf Tanklöschfahrzeuge der eigenen Wehr und der Nachbarwehr aus Müllheim zählen, die vor Ort gleich einen Löschwasservorrat mit einem Löschwasserbecken aufbauten.

Bereits drei Vegetationsbrände vor kurzem gelöscht

Dabei kam die Routine der Feuerwehren, die bereits drei weitere Vegetationsbrände in den vergangenen Wochen auf Ackerflächen gemeinsam erfolgreich bekämpft hatten, zugute. Die Auggener Feuerwehr hatte in der Zwischenzeit eine etwa zwei Kilometer lange Schlauchleitung zur nächsten Wasserentnahmestelle aufgebaut. Die Großraumtanklöschfahrzeuge der Feuerwehren Müllheim und Neuenburg transportierten von entfernteren Hydranten weiteres Löschwasser herbei und versorgten die Löschfahrzeuge vor Ort mit Wasser.

Bürgermeister Ulli Waldkirch war beeindruckt von der reibungslosen Zusammenarbeit der Feuerwehren aus den Nachbargemeinden: „Ich kann den Einsatzkräften für ihren engagierten Einsatz nur herzlich danken. Schön, dass die Kooperation unserer Feuerwehrleute in der Gegend so gut funktioniert.“

Bahnstrecke teilweise in Mitleidenschaft gezogen

Weil die Bahnstrecke zeitweise durch den Rauch in Mitleidenschaft gezogen wurde, war auch die Bundespolizei im Einsatz. Beamte des Müllheimer Polizeireviers haben die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Bis zum Abschluss der Löscharbeiten in den späten Nachmittagsstunden war über die Ursache zunächst nichts bekannt, eine Brandstiftung kann aber nicht ausgeschlossen werden.