Kultur in Weil am Rhein
: Zwischen Brauchtum und Party

„So feiert Weil am Rhein“ heißt die neue Sonderausstellung im Museum am Lindenplatz, welche die Festkultur in der Stadt zeigt.Die Ausstellung nimmt auch die Entwicklung des städtischen Lebens in den Blick.
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red/pm
Weil am Rhein
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50 Jahre Winzerfest waren im Jahr 1989 Anlass für eine Feier.

50 Jahre Winzerfest waren im Jahr 1989 Anlass für eine Feier.

Winzerfest / Stadtarchiv
  • Museum am Lindenplatz zeigt „So feiert Weil am Rhein“ – Fokus auf Festkultur der Stadt.
  • Eröffnung am Donnerstag, 15. Oktober, 18 Uhr, durch Bürgermeister Lorenz Wehrle.
  • Dr. Barbara Brutscher führt in die Schau ein, die Brauchtum bis Party abbildet.
  • Gezeigt werden Bräuche, Fasnacht, Vereins- und Weinfeste sowie Familienfeiern.
  • Teil des Projekts „Zuhause & Unterwegs“; Kant-Gymnasium steuert Arbeiten bei.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Was wäre eine Stadt ohne ihre Feste? Sie bringen Menschen zusammen, schaffen Gemeinschaft und geben dem Jahreslauf Struktur. Gleichzeitig erzählen sie viel über gesellschaftliche Veränderungen und die Geschichte eines Ortes. Die neue Sonderausstellung „Zwischen Brauchtum und Party. Die Ausstellung „So feiert Weil am Rhein“ im Museum am Lindenplatz widmet sich genau diesem Thema. Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. Oktober, Beginn um 18 Uhr, von Bürgermeister Lorenz Wehrle. Danach führt Dr. Barbara Brutscher – Leitung der Abteilung Museen & Galerie und Kuratorin – in die Ausstellung ein.

Von traditionellen Bräuchen über Familienfeiern und Fasnacht bis hin zu Vereinsfesten, Weinfesten und großen öffentlichen Veranstaltungen: Die Ausstellung zeigt, wie vielfältig in Weil am Rhein und seinen Ortsteilen gefeiert wurde und wird. Dabei geht es nicht nur um die Feste selbst, sondern auch um die Menschen, Orte und Geschichten, die mit ihnen verbunden sind, heißt es in einer Mitteilung des Kulturamts. Feste sind Ausdruck von Gemeinschaft und Zugehörigkeit. Sie verbinden Generationen und werden zugleich von gesellschaftlichen Veränderungen geprägt. Viele der ältesten Festtraditionen haben religiöse oder agrarische Wurzeln und sind fest im Jahreskalender verankert. Ein Beispiel ist die alemannische Fasnacht, die ihre Traditionen bewahrt und sich gleichzeitig immer wieder an neue Zeiten angepasst hat. Auch Stadt- und Ortsteilfeste haben sich im Laufe der Jahrzehnte verändert und spiegeln damit die Entwicklung der Gesellschaft wider.

Feiern
verändert die Stadt

Die Ausstellung nimmt auch die Entwicklung des städtischen Lebens in den Blick. Denn wo gefeiert wird, verändert sich auch der öffentliche Raum. Neue Wohngebiete, Plätze, Straßen und Einrichtungen schaffen neue Möglichkeiten für Begegnung und gemeinsames Leben. Jeder Spatenstich verändert die Stadt – und damit auch die Orte, an denen Menschen zusammenkommen.

Auch die Einschulung ist schon seit vielen Jahre Grund für ein Fest. Mit diesem Foto wurde der erste Schultag von Karin Hoferer festgehalten.

Auch die Einschulung ist schon seit vielen Jahre Grund für ein Fest. Mit diesem Foto wurde der erste Schultag von Karin Hoferer festgehalten.

Karin Hoferer

Eine besondere Bedeutung hatten und haben dabei die Wirtshäuser. Sie waren und sind Treffpunkte des gesellschaftlichen Lebens: am Stammtisch, beim Kartenspielen, im Biergarten oder bei gemeinsamen Veranstaltungen. Hochzeiten, Familienfeiern, Vereinsfeste und gesellige Abende gehören ebenso zur Geschichte des Feierns wie Fasnacht und Weinfeste.

Ein Blick zurück
und auf die Gegenwart

In den verschiedenen Räumen des Museums werden unterschiedliche Facetten der Festkultur präsentiert. Historische Zeugnisse, Erinnerungen und Geschichten machen vergangene Festtraditionen lebendig. Gleichzeitig richtet sich der Blick auf die Gegenwart und zeigt, wie sich bekannte Traditionen weiterentwickelt haben und welche neuen Formen des Feierns entstanden sind. „Zwischen Brauchtum und Party. So feiert Weil am Rhein“ ist damit eine Reise durch die Stadtgeschichte, bei der die Besucherinnen und Besucher nicht nur etwas über Feste erfahren, sondern auch über die Menschen, die sie feiern.

Die Sonderausstellung ist Teil des grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekts des Museumsnetzwerks am Oberrhein. Etwa alle vier Jahre präsentieren die beteiligten Museen Ausstellungen zu einem gemeinsamen Oberthema. Museen aus Deutschland, Frankreich und der Schweiz beleuchten dabei ein Thema aus unterschiedlichen nationalen, lokalen und thematischen Perspektiven.

Die Glockenweihe der evangelischen Kirche in Alt-Weil, auch dieser Anlass bot Gelegenheit für ein Fest.

Die Glockenweihe der evangelischen Kirche in Alt-Weil, auch dieser Anlass bot Gelegenheit für ein Fest.

Stadtarchiv

Das diesjährige gemeinsame Oberthema lautet „Zuhause & Unterwegs“. Weil am Rhein beteiligt sich erneut mit zwei Sonderausstellungen und ist ein fester Partner des Netzwerks. Regelmäßige Arbeitstreffen der beteiligten Museen dienen dem Austausch und der gemeinsamen Entwicklung der grenzüberschreitenden Ausstellungsprojekte.

Erneut Schülerinnen und Schüler beteiligt

Das Kant-Gymnasium bereichert erneut mit mehreren Schülerarbeiten die Sonderausstellung. Von Fastnachtmasken, über Kurzfilme mit Knetfiguren zum Thema Feiern, 3D-Fussballspieler sowie Gemälden gibt es wieder vielfältige Ergebnisse aus dem Kunstunterricht zu bewundern.

Eröffnet wird die Ausstellung am Donnerstag, 15. Oktober, Beginn um 18 Uhr, durch Bürgermeister Lorenz Wehrle. In die Ausstellung führt im Anschluss Museumsleitung und Kuratorin der Ausstellung Dr. Barbara Brutscher ein. Danach wird zum Besuch der Ausstellung und zum Apero geladen.