Fasnachtstradition in Schopfheim: Zunftabendspieler stehen in den Startlöchern

Buntes Treiben bringt der Zunftabend Jahr für Jahr auf die Stadthallenbühne – hier ein Rückblick auf die Show im vergangenen Jahr.
Anja BertschUnd auch Zunftmeister Erich „Öhrli“ Lacher freut sich beim Blick auf das abendfüllende Zunftabendprogramm, das langsam, aber sicher Gestalt annimmt: „Wir sind mitten in der heißen Phase“, erzählt er im Gespräch mit unserer Redaktion. Schließlich gibt es in diesem Jahr eine relativ frühe Fasnacht – und das heißt: Zunftabendpremiere ist bereits in knapp zehn Tagen, am Samstag, 7. Februar. Eine zweite Auflage erlebt der Zunftabend dann eine Woche später, am 14. Februar.
Urgesteine und Nachwuchskräfte
Beim Blick auf die Zunftabend-Akteure im Aruba-Land sieht der Zunftmeister zu seiner großen Freude eine gute Mischung aus den in bühnengestählten Zunftabend-Urgesteinen und vielversprechendem Nachwuchs, der das Bühnenprogramm mit frischen Ideen und lockerem Mundwerk bereichern wird. Angefangen bei den Aruba -Kids über Annika und Fabian Post bis zu Carlo Baldassare, Jakob Glöggler und Leon Sprich, die alle bereits das ehrwürdige Amt des Kinderstatthalters innehatten und den Auftritt vor großem Publikum ebenfalls längst kennen und genießen.
„Unter den „Jungen“ sind echte Rampensäue – das ist eine richtige Freude“, so „Öhrli“ Lacher.
Max vom Viehmärt im Statthalteramt
Ein wichtiger Akteur aus der Nachwuchsriege allerdings fehlt dieses Jahr weitgehend im Bühnenprogramm, hat er als Statthalter „Max vom Viehmärt“ (a.k.a. Max Glöggler) in diesem Jahr doch noch höhere Weihen empfangen – und wird in seiner Ansprache in der Bütt denn doch mit lockeren Sprüchen den Boden für den restlichen Abend bereiten.
Von Gendarm bis Schnitzelbank
Zumindest auf der Bühne ebenfalls noch ganz jung mit dabei sind die „Schwarzwaldmädels“ aus Langenau. Daneben werden einige altbewährte Kämpen die Zunftabend-Bühne entern – „de Gendarm vo Schopfe“ (Klaus Ziegler) zum Beispiel, Heike Wagner als „Putzfrau“, die „Jungs vo de Au“ ( Stefan „Steffi“ Reimann und Michael Meier) und natürlich Jeannot Weißenberger, der einmal mit seiner Schnitzelbank und ein zweites Mal mit seinem Bruder Christian auftreten wird. „Chaibe-Idee, unfassbar“, schwärmt Erich Lacher mit Blick auf die Nummern.
Mit einem guten Dutzend Beiträgen werden die Zunftabendspieler die Bühne bis gegen Mitternacht bespielen – zusammengehalten in diesem Jahr nicht durch die zuletzt üblichen „Zwüschenümmerli“, sondern durch die Moderation von Jenny Post und Florian Sprich, blickt der Zunftmeister voraus.
Erste Abstimmungen seit Herbst
Erste Abstimmungen über Ideen und Themen gibt es immer schon im Herbst, erzählt er wiederum im Rückblick – auch, um allzu viele Überschneidungen zwischen den Nummern im etwa vierstündigen Programm zu vermeiden. Dabei liegen einige Stadt-Themen natürlich auf der Hand und warten nur darauf, närrisch verbraten zu werden. Das Naturbad etwa, oder auch die anstehende Bürgermeisterwahl. Eine paar erste Konkurrenz-Kandidaten zum amtierenden Rathauschef dürften sich aus der trauten Narrenrunde heraus bereits in Stellung bringen, verspricht Lacher augenzwinkernd.
Proben zunächst im Kleinen
Über die größte Strecke hinweg bereiten die einzelnen Akteure und Gruppen ihre Nummern nach der groben Absprache am Anfang separat und an unterschiedlichen Orten vor. In diesen Tagen nun geht Zunftmeister Lacher mit in die Proben hinein, um beim Feintuning ein Wörtchen mitzureden.

Erich Lacher führt als Zunftmeister seit drei Jahren Regie über den Zunftabend. Erfahrung sammelte er zuvor bereits als stellvertretender Zunftmeister.
Foto: Anja BertschIm großen Ganzen, mit allen Nummern und Bühnenaccessoires auf der Stadthallenbühne, wird der Zunftabend dann erst unmittelbar vor der Premiere geprobt – auf dass alles sitzt, wenn sich der Zunftabendvorhang vor hoffentlich vollen Stadthallen-Rängen hebt.
Info: Die Zunftabende
finden statt an den Samstagen, 7. Februar und 14. Februar.
Beginn ist jeweils um 20 Uhr; zuvor aber gibt es ab 18.30 Uhr die Möglichkeit zum Abendessen.
Der letzte Kartenvorverkauf findet am Samstag, 31. Januar, ab 9 Uhr im Narrenkeller statt.
Info
Vorstellungen:
Die beiden Zunftabende finden statt an den Samstagen, 7. Februar und 14. Februar. Beginn ist jeweils um 20 Uhr; zuvor aber gibt es ab 18.30 Uhr die Möglichkeit zum Abendessen.
Kartenvorverkauf:
Der letzte Kartenvorverkauf findet am Samstag, 31. Januar, ab 9 Uhr im Narrenkeller statt.