Statthalter-Treff in Schopfheim: Schopfheims Bürgermeister muss für die Narren arbeiten

D’Namelose mit Statthalter Max vom Viehmärt und seinen Amtsvorgängern
Gudrun GehrZu einer Fasnachtsparty der besonderen Art hatte Statthalter „Max vom Viehmärt“ am Samstag unter der Lenk-Plastik auf dem Schopfheimer Marktplatz eingeladen. Viele Besucher nutzten dabei ihren Einkauf beim Wochenmarkt, um vorbeizuschauen und sich zu verweilen. Für die Gäste war es ein kurzweiliger, unkomplizierter Termin mit viel bunter Unterhaltung.
Die Narrenzunft hatte zuvor festgestellt, dass der Platz unter der Lenkplastik häufig ungenutzt bleibt. Um die Lenkplastik wieder ins richtige Licht zu setzten, kam von der Narrenzunft das Motto: „Damit mal wieder der Teufel los ist unter der Lenkplastik“.
Auch für das leibliche Wohl war gesorgt: Bürgermeister Dirk Harscher musste eine Verpflichtung von der Fasnachtseröffnung vom 11. 11. einlösen und sich beim Wurstgrillen am Stand von Gastwirt Hans Glöggler beteiligen.
Ozume Frank Pfeiffer nahm Burgi Harscher auf die Schippe und sagte: „Die einzigen beiden Male, wo ich den Burgi schaffen sah, war beim Narrenbaumstellen in Langenau und nun beim Würstle grillen“.
Harscher nahm es gelassen hin und widmete sich intensiv der Ausgabe der Würste, der Pommes und des neu kreierten, nur einmalig anzutreffenden „Statthalter-Burger“ aus den Händen von Gastwirt Hans Glöggler.

Bürgermeister Dirk Harscher beim Einlösen seiner Verpflichtung in der Pommes- und Grillwurstbude.
Foto: Gudrun GehrDamit die Würste auch hinuntergespült werden können, hatte sich Sparkassenvorstand Georg Ückert solidarisch bereit erklärt, beim Anlass Freibier aus dem 100-Liter-Fass zu zapfen und an den Mann – und die Frau – zu bringen. Die frischen Wintertemperaturen waren für die durstigen Gäste kein Hindernis, das kühle Nass zu genießen. Das Freibier hatte die Sparkasse Wiesental gespendet.
Zahlreich strömte das Publikum, das ergänzend am Stand der Narrenzunft noch seine Karten für die beiden Zunftabende vom 7. und 14. Februar und auch die obligatorische Fasnachtsplakette erwerben konnte.
Die Party kam schnell in Schwung und unter der Lenkplastik entwickelte sich zur Mittagszeit eine Druggete. Natürlich durfte die Guggemusik „D’Namelose“ in ihrem neuen Häs als „Monarchen“ nicht fehlen, die bei den Temperaturen um den Gefrierpunkt den Gästen kräftig einheizte.

Triangel-Orden für Jacob Glöggler (von links) in der Mitte Statthalter Max und Frank Pfeiffer, Narrenzunft Schopfheim
Foto: Gudrun GehrDer jüngste Statthalter aller Zeiten, „Max vom Viehmärt“ alias Max Glöggler zeichnete dabei noch einen Mitspieler aus. Sein Bruder Jacob, selbst erfahrener Fasnächtler, wurde für seine Bemühungen an der Posaune in der Guggemusik mit der närrischen Triangel ausgezeichnet. Der 26 Jahre junge Statthalter Max bekam beim Termin von vier Amtsvorgängern tatkräftige Unterstützung. Die Party dauerte bis spät in den Nachmittag.