Zukunft im Fokus
: Deshalb muss der Schwarzwald-Baar-Kreis in Sachen Wasserstoff Gas geben

China dominiert – Deutschland droht den Anschluss zu verlieren, doch die Region will Gas geben. Jetzt treffen sich Experten und Unternehmer, um die Wasserstoffwirtschaft voranzubringen.
Von
red/pm
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Auf dem H2 Forum 2026 kommen am 14. Oktober führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Konstanz zusammen, um politische und wirtschaftliche Weichen für den Wasserstoff-Ausbau zu stellen (Foto: Impressionen vom H2 Forum 2023 in Kirchzarten.

Auf dem H2 Forum 2026 kommen am 14. Oktober führende Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft in Konstanz zusammen, um politische und wirtschaftliche Weichen für den Wasserstoff-Ausbau zu stellen (Foto: Impressionen vom H2 Forum 2023 in Kirchzarten.

Klimapartner Südbaden e.V.
  • H2 Forum 2026 in Konstanz am 14. Oktober: Politik und Wirtschaft beraten Wasserstoff-Ausbau.
  • IEA-Bericht zeigt starkes Wachstum weltweit, vor allem durch China – Europa bremst Kosten und Regeln.
  • Region Südbaden zeigt Praxis: H2-Netzausbau, Müllfahrzeuge in Freiburg, Elektrolyse bei Mittelstand.
  • Forderungen nach Investitionssicherheit und Marktstruktur, um Angebot und Nachfrage zu koppeln.
  • Infos und Anmeldung: https://h2forum-2026.converve.io/ – Veranstalter sind Klimapartner und IHKs.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Wasserstoff ist eine Schlüsseltechnologie für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie. Neue Zahlen der Internationalen Energieagentur (IEA) zeigen: Die globale Wasserstoffwirtschaft wächst rasant, bislang jedoch vor allem getrieben durch China. Wie kann Deutschland und insbesondere der Wirtschaftsstandort Südwest den Anschluss halten und seine strategische Unabhängigkeit von fossilen Energieimporten stärken? Welche politischen und wirtschaftlichen Weichen dafür jetzt gestellt werden müssen, ist Thema des H2 Forums am 14. Oktober in Konstanz – auch für den Schwarzwald-Baar-Kreis.

Das Global Hydrogen Review 2025 der IEA macht deutlich: Der weltweite Wasserstoffmarkt wächst stetig. Vor allem China treibt den Ausbau von Produktionskapazitäten und Anwendungen mit hohem Tempo voran. Deutschland und Europa verfolgen ebenfalls ehrgeizige Strategien, doch hohe Kosten, strenge Regulierungen und fehlende Investitionssicherheit bremsen den Fortschritt. Besonders die Preislücke zwischen Wasserstoffkosten und der Zahlungsbereitschaft vieler Abnehmer erschwert den Aufbau eines stabilen Marktes. Katrin Klodt-Bußmann, Hauptgeschäftsführerin der IHK Hochrhein-Bodensee, warnt: „Nach Photovoltaik und Batterietechnik drohen wir eine weitere Zukunftstechnologie an China zu verlieren. Jetzt brauchen wir Rahmenbedingungen, die Investitionen entlang der gesamten Wertschöpfungskette ermöglichen." Erste Erfolge aus der Region zeigen das Potenzial Südbadens bereits und führen vor Augen, wie die Transformation gelingen kann.

Beispiele aus der Region mit Vorbildcharakter

Beispiele aus der Region: Entlang der Schweizer Grenze baut Badenovas Infrastrukturtochter Badenova Netze die Wasserstoffinfrastruktur für industrielle Anwendungen im Dreiländereck aus. In Freiburg setzt die ASF GmbH wasserstoffbetriebene Müllfahrzeuge ein. Mittelständische Unternehmen wie die RMA Rheinau GmbH in Kehl und die fischer Edelstahlrohre GmbH in Achern investieren – unterstützt vom Land Baden-Württemberg – in Elektrolyseanlagen zur Produktion von grünem Wasserstoff.

Die Region verfügt damit über innovative Unternehmen, konkrete Projekte und eine wachsende Infrastruktur entlang der gesamten Wasserstoffwertschöpfungskette. Jetzt gilt es, aus einzelnen Projekten einen leistungsfähigen Markt zu entwickeln. Genau hier setzt das H2 Forum am Bodensee an.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Programm von Strategie bis Praxis

Das H2 Forum verbindet strategische Impulse mit konkreten Praxisbeispielen aus den Unternehmen. Im Mittelpunkt stehen wirtschaftliche Rahmenbedingungen, der Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur und Finanzierungsmodelle. In politischen Diskussionsrunden, Fachpanels und Workshops diskutieren Fachleute Lösungsansätze für einen erfolgreichen Markthochlauf.

Aktuelle Wettervorhersage für die nächsten Tage aus Ihrer Region.

Fabian Burggraf, Geschäftsführer der Klimapartner Südbaden, betont: „Wir brauchen jetzt eine verlässliche Struktur, die Angebot und Nachfrage zusammenführt, Risiken abfedert und Investitionssicherheit schafft. Der Südwesten ist bereit, den Prozess aktiv zu unterstützen."

So kann man teilnehmen

Weitere Informationen zum Programm und   die Möglichkeit zur Anmeldung finden Interessierte unter: https://h2forum-2026.converve.io/

Das H2 Forum wird von den Klimapartnern Südbaden sowie den Industrie- und Handelskammern Hochrhein-Bodensee, Südlicher Oberrhein und Schwarzwald-Baar-Heuberg organisiert. Die Klimapartner Südbaden sind das regionale Netzwerk für die klimaneutrale Transformation im Südwesten Baden-Württembergs. Über 130 Mitgliedsorganisationen sind beteiligt, im Vorstand sitzen 16 regionale Entscheider, darunter Landräte, Vorstandsvorsitzende und Hochschulrektoren. Der Verein koordiniert Projekte wie die Trinationale Wasserstoffinitiative 3H2 und die regionale KEFF+Stelle und hat bereits über 50 Millionen Euro Fördermittel für die Transformation der Wirtschaft in die Region geholt.