Zehn Jahre Friedenserklärung in VS: Deutliches Zeichen für religiöse Vielfalt

Pfarrer Hellmut Voigt von der Christengemeinschaft äußerte sich zum Thema Frieden und begoss anschließend symbolisch die Linde am Villinger Benediktinerring mit Wasser, um aufzuzeigen, dass die Linde wie der Friede wachsen muss und dazu etwas Lebensspendendes braucht.
Martin Disch- Zehn Jahre Friedenserklärung in VS: Religionsgemeinschaften feiern Vielfalt.
- Über 30 Gruppen unterzeichneten 2016 eine Erklärung für Respekt und Zusammenleben.
- Programm mit Infoständen, Speeddating und „Musik zur Marktzeit“ zog viele an.
- An der Friedenslinde trugen Vertreter Texte vor – jede Religion wässerte den Baum.
- Neun weitere Gemeinschaften traten bei, Abschluss mit dem Gebet der Vereinten Nationen.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Am 4. Oktober 2016 unterzeichneten über 30 Vertreter verschiedener Religionsgemeinschaften aus Villingen-Schwenningen eine gemeinsame Friedenserklärung zur gegenseitigen Achtung und zum friedvollen Miteinander.
Auf Initiative der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) kamen neben den katholischen und evangelischen Gemeinden aus Villingen-Schwenningen auch weitere christliche Gemeinden, wie die Methodisten, Neuapostolen, die Serbisch-Orthodoxe Kirche, die Christengemeinschaft und die KL4.
Außerdem waren die drei muslimischen Moscheen vertreten, mit denen die ACK schon seit Längerem im christlich-muslimischen Dialog steht. Auch Delegationen der Aleviten, der Bahai und der jüdischen Gemeinde Rottweil/Villingen-Schwenningen haben unterschrieben.
In der Friedenserklärung geht es unter anderem um Religionsfreiheit, die Achtung der religiösen Überzeugungen der verschiedenen Glaubensgruppierungen, gegen Abwertung jeglicher Art im Namen von Religion, um Solidarität gegen Gewalt und Terror, um das Bekenntnis zu religiöser und kultureller Vielfalt, um Verständigung und um ein friedliches und menschenwürdiges Zusammenleben zum Wohl aller Menschen.
Speeddating im Programm
Mit einem vielseitigen Programm wurde der runde Geburtstag der Friedenserklärung der Religionen begangen. Im Münsterzentrum standen viele Informationsstände und Mitmach-Aktionen für Groß und Klein wurden geboten.
Hier konnten Friedenstauben gebastelt werden, die man später an die Linde hängte. Ein interreligiöses Speeddating – eine einfache Möglichkeit, mit Vertretern der verschiedenen Religionen in der Doppelstadt ins Gespräch zu kommen und die andere Religionsgemeinschaft besser kennenzulernen – nahmen Interessierte gerne an.
Des Weiteren war die Konzertreihe „Musik zur Marktzeit“ in der Benediktinerkirche im Programm. Danach zog man zur nahen Friedenslinde. Dort dankte Pastoralreferent Gunter Berberich allen für ihr Engagement und ihren Einsatz für dieses wichtige Anliegen. Anschließend trugen Vertreter aus Christentum, Islam, Bahai und Buddhismus Gedanken zum Frieden aus ihren spirituellen Quellen vor.
Angesichts der Trockenheit und des fehlenden Zuflusses für Friedensbemühungen wässerte jede Religion die Linde danach mit einem Krug Wasser, auf dass Friede weiter wachsen kann. Neun weitere Gemeinschaften wurden aufgenommen. Sie unterschrieben die Friedenserklärung, und gemeinsam betete man zum Abschluss das Gebet der Vereinten Nationen. Der Tag war ein deutliches Zeichen für religiöse Vielfalt und für Frieden.
