Von Religionsunterricht bis KI
: Das wird sich an der Gartenschule Schwenningen bald ändern

Die Gartenschule Schwenningen blickt auf ein bewegtes Schuljahr zurück. Rektorin Katya Cankovski zieht Bilanz, verrät, was jetzt ansteht – und was sie selbst in ihren ersten zwei Jahren gelernt hat.
Von
Mareike Kratt
VS-Schwenningen
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ggg

Hat einige Neuerungen für das Schuljahr 2026/27 im Blick: Katya Cankovski, Leiterin der Schwenninger Gartenschule.

Mareike Kratt
  • Gartenschule Schwenningen blickt auf ein „buntes Schuljahr“ mit Festen und neuen Strukturen.
  • Islamischer Religionsunterricht entfällt; in Klasse drei gibt es RU, sonst SLK mit Werten und Religionen.
  • Startchancen-Team wächst: Assistenzen, Lerntherapie, Schulbegleitungen, Physiotherapie, Elternmentorin.
  • Gesucht werden weiter Ergotherapie, Logopädie und Kinderpsychologie – Bedarf bleibt hoch.
  • Nächstes Schuljahr: vier neue Lehrkräfte und KI-Pilot mit Lernmax-Klassen für individuelle Förderung.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Es war ein buntes Schuljahr“, zieht Katya Cankovski mit Blick auf diverse Veranstaltungen, Projekte und strukturelle Veränderungen, die die Gartenschule in 2025/2026 geprägt haben, Fazit.

Allen voran nennt Cankovski, die die Innenstadtschule im zweiten Jahr leitet, das Schulfest Ende Juni, oder auch die Schlüsselübergabe an den Hohen Tagen der Fasnet, bei der die Gartenschule im Rathaus Oberbürgermeister Jürgen Roth an den Pranger stellen durfte.

Die Einteilung in Schulbezirke habe im vergangenen Jahr das erste Mal wieder in VS gegriffen und eine Durchmischung der Schülerstruktur eingeläutet, zeigt sich die Rektorin zufrieden.

Kein islamischer Religionsunterricht mehr

Wieder abgeschafft wurde der islamische Religionsunterricht aufgrund fehlender Kapazitäten. Auch aus diesem Grund wird es im kommenden Schuljahr an der Gartenschule überhaupt nur in Klasse drei Religionsunterricht geben, die zentralen Themen Weltreligionen oder Werte werden in den anderen Jahrgangsstufen im Fach Sprache-Lernen-Kultur (SLK) vermittelt.

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Immer noch im Aufbau ist im Zuge des Startchancen-Förderprogramms das multiprofessionelle Team. Das setzt sich aus Experten aus verschiedenen Bereichen zusammen, die unterstützend an der Schule tätig sind.

Da sind zum einen die inzwischen vier pädagogischen Assistentinnen, die den Lehrkräften gezielt im Unterricht zur Hand gehen, da ist die Lerntherapeutin Susanne Seyfried, die Kinder mit Lese-, Rechtschreib- oder Rechenschwäche in Kleingruppen coacht. Da sind drei Schulbegleitungen sowie die Physiotherapeutin Stefanie Burm, die Schüler mit Bewegungsauffälligkeiten fördert. Seit einigen Monaten neu dabei ist die Elternmentorin Bianca Jäger als Bindeglied zwischen Eltern und Schülern.

Händeringend werden Experten gesucht

Händeringend sucht die Schule aber immer noch Experten aus der Ergotherapie, Logopädie sowie Kinderpsychologie, berichtet die Schulleiterin, die weiß, dass gerade diese Praxen voll und Fachkräfte schwierig zu bekommen sind. Dennoch betont sie die Notwendigkeit dieser Experten – sowohl für Schüler als auch für Lehrkräfte.

Apropos Lehrkräfte: Beim Blick Richtung Schuljahr 2026/27 gibt’s hier Positives zu berichten. Mit vier neuen Lehrern – im Übrigen aus einem großen Bewerberfeld – sind alle vakanten Stellen bis auf eine wiederbesetzt, sagt Katya Cankovski erleichtert.

ggg

Das Schulfest Ende Juni ist ein Höhepunkt im zurückliegenden Schuljahr der Gartenschule.

Viktoria Haller

Überhaupt freut sie sich, dass neue Strukturen im Kollegium geschaffen werden konnten. „Ich spüre Entlastung im Team – und mehr Ruhe.“ Ruhe auf der einen, Wandel und Aufbruchstimmung auf der anderen Seite mit Blick auf die gesamte Schule.

Immer mehr „Corporate Identity"

Denn wichtig sei, dass alle Akteure – Schüler, Eltern und Lehrer – mit dabei sind, findet die Rektorin, die gleichzeitig von einer wachsenden „Corporate Identity“ spricht. Zudem lobt sie die Arbeit der Ehrenamtlichen, egal ob als Unterstützung beim Mittagessen oder als Lesepaten. „Die Schulgemeinschaft ist enger geworden und die Mitarbeit hat zugenommen“, empfindet sie die Entwicklung in den vergangenen beiden Jahren.

Und was steht im kommenden Schuljahr an? Der Bereich Sprachförderung soll weiter ausgebaut werden, blickt Katya Cankovski voraus. Im Zuge des Förderprogramms SprachFit werde eine neue Lehrkraft eingesetzt.

Die KI hält Einzug an der Gartenschule

Und auch der Bereich KI soll an der Gartenschule weiter Einzug halten: Vier Klassen werden in einer einjährigen Pilotphase zu sogenannten Lernmax-Klassen, die mit einer Plattform für individuelle Lernpläne und Diagnostik arbeiten. Jegliches Material der Schüler wird dabei digital ausgewertet, um die Schüler individuell fördern und fordern zu können.

Auch wenn sie weiß, dass auch im nächsten Schuljahr wieder viele Herausforderungen warten, freut sich Katya Cankovski auf alles, was kommt. „Ich bin sehr glücklich hier“, sagt sie mit Blick auf das Team und die „tolle pädagogische Arbeit“, die an der Gartenschule geleistet werde. Was sie in ihren ersten beiden Jahren vor allem gelernt hat? „Geduld und einen langen Atem zu haben.“