Von der Elternidee zum Erlebnis
: So kam’s zum neuen Barfußpfad in Schwenningen

Ein neuer Barfußpfad lädt in Schwenningen zum Ausprobieren ein. Kinder lieben ihn schon jetzt – am Palmsonntag wird das Projekt offiziell eingeweiht.
Von
Daniela Schneider
Oberndorf
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Koordinatorin Anna Sülz freut sich wie das ganze St.-Elisabeth-Team auf viele Nutzer des neuen Barfußpfads. Am Sonntag, 29. März, wird er offiziell eingeweiht.

Daniela Schneider

Ein Ort, der Spaß macht und Menschen zusammenbringt – das will das Familien- und Begegnungszentrum St. Elisabeth in Schwenningen sein. Jetzt lädt die Einrichtung alle ein, ein neues Angebot zu nutzen: Sie hat nämlich seit einiger Zeit ihren eigenen Barfußpfad, der nur darauf wartet, munter ausprobiert zu werden.

Am Palmsonntag, 29. März, wird der Pfad, der sich bei dem Grünstreifen vor dem Zentrum zur Adolph-Kolping-Straße hin befindet, im Rahmen des Familiengottesdienstes in Mariä Himmelfahrt eingeweiht und gesegnet.

Warum aber hat sich das Team überhaupt fürs Anlegen eines solchen Pfades entschieden? Darüber kann Anna Sülz Auskunft geben.

Sie ist Koordinatorin im St.-Elisabeth-Zentrum und als solche unter anderem auch dafür zuständig, die Angebote der Einrichtung in der umliegenden Sauerwasen-Wohngegend bekannt zu machen.

Idee aus der Elternschaft

Die Idee zum Barfußpfad, so berichtet sie, ging ursprünglich auf den sehr aktiven Elternbeirat zurück, der sich das vor etwa vier Jahren als Abschluss für die Schulanfänger ausdachte. Das Vorhaben damals: einen Ort schaffen, an dem Groß und Klein verweilen möchten. Auf dem Barfußpfad sollten sich künftig die Kindergartenkinder ebenso amüsieren wie alle aus der umliegenden Gegend, einfach so rund um die Uhr frei zugänglich, unter der Woche oder auch mal zum Verweilen nach einem Gottesdienst, eben ganz so, wie alle mögen. Der Platz rund um Kirche und Zentrum ist ohnehin – ganz im Sinne der Verantwortlichen – recht beliebt. „Mal sitzt eine ältere Dame einfach nur eine Weile auf unserem Mäuerchen, mal kommen Leute hierher und genießen hier ein Eis, das sie sich in der Nachbarschaft geholt haben“, erzählt die Koordinatorin, die findet: „Es ist hier einfach ein toller Ort.“

Erst fehlte das Geld

Zunächst hatten für das Anlegen des Pfads allerdings die Mittel gefehlt. Im vergangenen Jahr war es dann aber soweit und man konnte dank finanzieller Unterstützung der Diözese das Projekt gemeinsam mit dem beauftragten Gartenbaubetrieb Wildi in Angriff nehmen. Fest stand dabei von Anfang an: Es sollte kein loses Material in dem Pfad verbaut werden, sondern alles kompakt und fest im Boden verankert begangen werden können.

Verarbeitet wurden in den einzelnen Feldern des kleinen Pfades nun Rohre, Holz und Faserplatten und auch verschiedene Steine, darunter auch solche, die frühere Kindergartenkinder einst bemalt haben. „Sie sind jetzt bei uns verewigt“, freut sich Anna Sülz. Hinzu kommen soll demnächst außerdem noch eine Sitzbank.

Die Schuhe fliegen weg

Schon jetzt, so erzählt Anna Sülz lächelnd, ist der Pfad bei den Kindergartenkindern sehr begehrt. Hier barfuß drüber zu balancieren, die Welt mit den Füßen zu erfühlen, das gefällt den kleinen Steppkes. So manche von ihnen, die gerade vom Kindergarten abgeholt werden sollen, pfeffern nicht selten nochmal schnell ihre Schuhe weg – Mama oder Papa müssen da schonmal warten, weil es dringend gilt, erneut den Pfad zu absolvieren, bevor es dann nach Hause geht.

Das Einbeziehen des sogenannten Sozialraums ist übrigens schon von Anfang an ein zentraler Anker für die Arbeit des Zentrums, das seit 2020 besteht und auf dem Gelände des früheren, 1945 durch die katholische Mariä-Himmelfahrts-Gemeinde gegründeten Kindergartens entstanden ist. Hier besteht ein Netzwerk aus Interessierten, Kirchengemeinde, Mitarbeitenden und verschiedenen Institutionen. Koordinatorin Anna Sülz kümmert sich federführend um die Vernetzung, um die Kooperation mit der Friedensschule und mit der Kirchengemeinde zum Beispiel auch. Ihre Aufgabe ist es, das Netzwerk weiter aufzubauen und zu stärken.

Gemeinschaft stärken

Auf den Palmsonntag freut sie sich nun wie alle Beteiligten. Schließlich soll der dazu beitragen, „gemeinsam diese besondere Zeit vor Ostern zu genießen und die Gemeinschaft zu stärken“, wie es in der Ankündigung des Zentrums heißt.

Das ist am Palmsonntag geboten

Gottesdienst
Der Familiengottesdienst in Mariä Himmelfahrt, der Kirche direkt neben dem Familien- und Begegnungszentrum, beginnt am Palmsonntag, 29. März, um 9 Uhr. Der Max-Fischer-Kindergarten organisiert dafür einen Verkauf von Palmzweigen.

Kuchenverkauf
Im Anschluss haben die Besucher die Möglichkeit, selbstgebackene Kuchen des Kindergartens Max Fischer und Selbstgebasteltes des Familien- und Begegnungszentrum St. Elisabeth zu erwerben oder bei einem Kaffee zusammenzukommen.

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