Villinger lebt für den Sport
: Thomas Huber ist immer in Bewegung

Ob auf Langlaufski oder dem Mountainbike: Thomas Huber aus Villingen ist seit Jahrzehnten sportlich unterwegs, nahm an 600 Skilanglaufrennen und nahezu 100 Mountainbike-Wettkämpfe teil. Zudem engagiert er sich für den Sport in seiner Heimat.
Von
Birgit Heinig
VS-Villingen
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In Thomas Hubers Wohnzimmer bedecken Plaketten und Medaillen eine ganze Wand.

In Thomas Hubers Wohnzimmer bedecken Plaketten und Medaillen eine ganze Wand.

Birgit Heinig
  • Porträt eines Sportlers aus VS-Villingen: Thomas Huber lebt Langlauf und Mountainbike.
  • Er fuhr 624 Skilanglaufrennen in 24 Ländern und fast 100 Mountainbike-Wettkämpfe.
  • Aktuell organisiert er das Sechs-Stunden-MTB-Rennen am Breitbrunnen – er fährt selbst viel.
  • Im SC Villingen ist er seit 2001 Sportwart nordisch und baute eine Radabteilung auf.
  • Langlauf begann mit 15, zuletzt gewann er einen 70-km-Nachtlauf in Island.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Gerade hat Thomas Huber das Sechsstunden-Mountainbike-Rennen am Breitbrunnen organisiert. Er selbst sitzt bei jeder Gelegenheit auf dem Rad. Noch lieber als Pedale hat er aber Langlaufski unter den Füßen.

„Das ist schon eine Art Sucht“, gibt der 57-Jährige lächelnd zu und meint damit seinen Bewegungsdrang, den er sommers wie winters auslebt und der auch die Art seiner Urlaube zusammen mit Partnerin Silke bestimmt. Mitten im Sommer plant er daher, bei welchen Skimarathons er im kommenden Winter antreten wird. Die Zahl der Mountainbikerennen, an denen er schon teilnahm, nähert sich der Dreistelligkeit. Kein Vergleich allerdings zu den 624 Rennen in 24 Ländern, die er in den vergangenen Jahrzehnten auf Skiern bestritt.

Thomas Huber ist gebürtiger Villinger und einer von zwei Söhnen des ehemaligen Försters Egon Huber. Seine Kindheit verbrachte er im Forsthaus Volkertsweiler. Und es lag nach dem Abitur 1988 auf der Hand, dass er auch Förster werden würde. Doch es sollte anders kommen. Nach dem Bundeswehrdienst in der Sportkompanie Kempten nahm er beim Forstamt Villingen die Ausbildung auf.

Die erste Leidenschaft galt dem Fußball

Die Freizeit gehörte von Beginn an dem Sport. Allerdings war es zunächst der Fußball beim FC 08, der ihn fesselte. Thomas Huber durchlief alle Jugendgruppen bis zur zweiten Mannschaft, spielte bei den Bezirksligisten Mönchweiler und Zagreb Villingen. Im Winter absolvierte er schon als 14-Jähriger Alpinskikurse und wurde 1982 Mitglied des Skiclubs Villingen (SCV). Dort ist er seit 2001 Sportwart nordisch, organisierte Wanderausflüge und baute eine Radabteilung auf.

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Als Förster – er wäre in seiner Familie die sechste Generation gewesen – hat er nie arbeiten können. Er ging stattdessen in die Logistik vom damaligen Villinger Vorzeigewerk Kienzle Apparate. Logistiker ist er noch immer, sammelte viele Erfahrungen in diversen Bereichen und arbeitet derzeit bei einem Mönchweiler Unternehmen.

Langlaufski unter dem Weihnachtsbaum

Als er 15 Jahre alt war, standen Langlaufski unter dem Weihnachtsbaum, die er sogleich ausgiebig auf der damals in Volkertsweiler gerade neu eingerichteten Loipe ausprobierte und lieben lernte. Als Zuschauer beim Schwarzwaldmarathon in Schonach schwor er sich, im darauffolgenden Jahr dabei zu sein. Doch dabei blieb es nicht: die Volksläufe Albtäler, Kniebis, Hotzenwald und Regio am Feldberg bewältigte der damals 18-Jährige in seinen ersten Langlaufwintern.

Allmählich wurde seine Reichweite größer, er reiste in die Schweiz, nach Polen und Tschechien, Ungarn und Skandinavien, sogar Australien, Neuseeland und China, USA und Kanada, um an Marathons und Meisterschaften teilzunehmen. Etliche Rennen gewann er oder behauptete sich in riesigen Teilnehmerfeldern von mehrere Tausend Läufern auf den vorderen Plätzen. Zuletzt gewann er einen 70-Kilometer-Nachtlauf in Island. Neben der klassischen Technik, beherrscht er freilich auch das Skaten, doch der Reiz des Wachsens – „eine Wissenschaft für sich“ – sorgt für ein Quentchen mehr Liebe für die parallele Skiführung.

Sommerrennen bleibt attraktives Format

In den Wintern 2015 bis 2022 veranstaltete der SCV auf der Neuhäusleloipe das Benefizrennen „Zwei Stunden am Auerhahn“. Rennleiter: Thomas Huber. Nachdem der Schnee mehrere Jahre lang ausblieb und keine Rennen möglich waren, begrub der Verein dieses Format, konzentriert sich nun auf das Sommerevent am Breitbrunnen. Trotz der allgemein stetig größer werdenden Zahl von E-Bikern bleibt die Teilnehmerzahl der „Biofahrer“ konstant, da man mit den zu fahrenden 7,4-Kilometer-Runden durch den Stadtwald, für die man sich im Zweier- und Dreierteam auch abwechseln kann, ein offensichtlich attraktives Format entwickelte.

Für Thomas Huber wird das Radeln und das Langlaufen immer an erster Stelle stehen. „So lange ich kann“, sagt er und blickt auf sein Knie, das dem 1,90-Meter-Mann schon in den Wachstumsjahren vorübergehend Probleme bereitet. Seine Vision: noch viele und längere Reisen als bisher mit seiner Lebensgefährtin oder mit Freunden in alle Welt unternehmen zu können, um seiner Sucht nach Skilanglaufen und Mountainbiken Futter zu geben.