Verlust im Schwarzwald-Baar-Klinikum: Knapp vier Millionen Euro gilt es auszugleichen

Der finanzielle Verlust im Schwarzwald-Baar-Klinikum ist 2025 geringer als ursprünglich eingeplant, er beläuft sich auf knapp vier Millionen Euro. Jetzt geht es im Kreistag um den finanziellen Ausgleich.
Marc Eich- Klinikum schließt mit Minus 3,986 Millionen Euro ab – besser als geplant, aber unzufriedenstellend.
- Gesamtertrag stieg auf 351,7 Millionen Euro, vor allem durch höhere Fallschwere und Basisfallwert.
- Ambulante Erlöse legten um 2,9 Millionen Euro zu und machen 8,37 Prozent des Gesamtertrags aus.
- Personalaufwand erhöhte sich auf 221,0 Millionen Euro, Materialaufwand auf 93,1 Millionen Euro.
- Kreistag berät am Montag, 20. Juli, den Haushalt 2025 und den finanziellen Ausgleich.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Der Haushalt 2025 des Schwarzwald-Baar-Klinikums steht auf der Tagesordnung des Kreistags am Montag, 20. Juli. Beginn der Sitzung ist um 15 Uhr.
Der Gesamtertrag des Jahres 2025 stieg um rund sieben Prozent auf 351,7 Millionen Euro (Vorjahr 330,1 Millionen). Dieser Anstieg basiert im Wesentlichen auf gestiegenen Erlösen aus Krankenhausleistungen (18,1 Millionen Euro) aufgrund einer deutlich höheren Fallschwere der behandelten Fälle sowie der turnusgemäßen Erhöhung des Landesbasisfallwerts.
Die Erlöse aus ambulanten Leistungen des Krankenhauses haben gegenüber dem Vorjahr um 2,9 Millionen Euro zugenommen. Sie machen nunmehr 8,37 Prozent des Gesamtertrags aus. Im Jahr 2019 betrug der Anteil noch sechs Prozent. Insgesamt spiegelt sich der langfristige Trend zur Ambulantisierung wider.
Der Personalaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf 221,0 Millionen Euro. Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich ein Anstieg um 7,4 Millionen Euro, (3,4 Prozent). Die Zunahme begründet sich durch Tariferhöhungen im ärztlichen Dienst sowie durch Neueinstellungen, insbesondere im Bereich des Pflegedienstes. Der Materialaufwand beläuft sich im Geschäftsjahr 2025 auf 93,1 Millionen Euro. Dabei haben vor allem die starken Kostensteigerungen bei Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen von 66,2 auf 74,5 Millionen Euro zu Buche geschlagen.
Die Ertragslage ist wie in den Vorjahren in ihrer Entwicklung belastet, da der Anstieg des Landesbasisfallwertes zusammen mit dem Tarifkostenausgleich 2024 die tarifliche Entwicklung der Personalkosten sowie die Preissteigerungen im Sachkostenbereich in den vergangenen Jahren nicht vollständig refinanziert haben. Ebenfalls ist die Investitionsfinanzierung des Landes weiterhin unzureichend, sodass Investitionen aus dem betrieblichen Ergebnis finanziert werden mussten.
Die Bilanz weist auf der Aktiv- wie auf der Passivseite jeweils eine Bilanzsumme von 325,3 Millionen Euro aus. Die Gewinn- und Verlustrechnung schließt mit einem Jahresfehlbetrag in Höhe von Minus 3,986 Millionen Euro ab.
Für den Verlustausgleich des Klinikums für 2025 sind im Haushalt 2026 des Landkreises sechs Millionen Euro vorgesehen. Dieser Betrag wurde vom Kreistag festgesetzt, nachdem zum damaligen Zeitpunkt von einem höheren Verlust des Klinikums auszugehen war und die Annahme getroffen wurde, dass die Stadt Villingen-Schwenningen ihren anteiligen Verlustausgleich nicht übernehmen wird.
