Schwarzwald-Baar-Klinikum mahnt: Krankenhaus wird zum kranken Haus

Am Freitag, 12. Juni, bleibt der Haupteingang am Schwarzwald-Baar-Klinikum zwei Stunden geschlossen.
Marc EichDie Baden-Württembergische Krankenhausgesellschaft (BWKG) hat zum landesweiten Aktionstag gegen das Beitragssatzstabilisierungsgesetz unter dem Motto „Kein Geld. Keine Versorgung. Wir sind für Sie da. Solange wir noch können.“ aufgerufen.
Durch das Gesetz drohen den Krankenhäusern weitere massive finanzielle Einschnitte, noch mehr Bürokratie sowie Kürzungen bei der Personalkostenfinanzierung. Das Schwarzwald-Baar-Klinikum, das Klinikum Landkreis Tuttlingen und das Vinzenz von Paul Hospital in Rottweil beteiligen sich jeweils mit eigenen Maßnahmen an der Aktion. Das Schwarzwald-Baar-Klinikum schließt symbolisch für zwei Stunden den Haupteingang, so die Pressemitteilung. Damit soll deutlich gemacht werden, was droht, wenn das Gesetz unverändert in Kraft tritt.
Der Gesetzentwurf sieht unter anderem Kürzungen bei der Personalkostenfinanzierung vor. Es sind Einschnitte beim Pflegebudget geplant, und die Tarifsteigerungen sollen nicht mehr vollständig finanziert werden. Darüber hinaus sollen noch mehr Prüfungen durch den Medizinischen Dienst erfolgen – dieser prüft im Auftrag der Krankenkassen, ob Krankenhäuser nur Leistungen abgerechnet haben, die auch notwendig waren. Weitere Informationen zur Aktion und zum geplanten Beitragssatzstabilisierungsgesetz sind auf der Homepage der BWKG unter www.bwkg.de zu finden.