Urologie steht im Mittelpunkt: „Hose runter“ heißt es dieses Mal bei story VS

Michael Hoyer (links) freut sich, für sein Medizin-Special Daniela Schultz-Lampel und Alexander Lampel zum Thema Urologie gewonnen zu haben.
Birgit Heinig- Story VS startet mit Medizinabend: Urologie im Fokus am 25. September, 19.30 Uhr.
- Ort ist die Neue Tonhalle in Villingen – Karten online und in zwei Vorverkaufsstellen.
- Vortrag „Ohne Tabus – Hose runter“ von Daniela Schultz-Lampel und Alexander Lampel.
- Inhalte: Krebs, Steine, Prostata, Inkontinenz, Impotenz, Kinder-Einnässen, Prävention.
- Urologie betrifft alle Altersgruppen, Roboterchirurgie seit 15 Jahren am Klinikum.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Wer beim Thema Urologie an älter gewordene Männer denkt, liegt zwar richtig, hat aber nicht im Blick, dass rund 40 Prozent der Patienten in diesem Fachbereich weiblich sind und er zudem für alle Altersgruppen, vom Ungeborenen bis zum Greis, relevant sein kann.
In einem gemeinsamen Vortrag in der Neuen Tonhalle in Villingen werden die Professoren am Schwarzwald-Baar-Klinikum, Daniela Schultz-Lampel und Alexander Lampel, sie Klinikdirektorin des Kontinenzzentrums Südwest, er Klinikdirektor von Urologie und Kinderurologie, Einblicke in ihre Arbeit geben und das unter dem vielsagenden Titel „Ohne Tabus – Hose runter“.
Schambehaftet sind in der Tat einige der Fälle, die bei dem in Fachkreisen einzigen Ehepaar mit außerordentlich hoher Reputation und „Strahlkraft“ (Hoyer) vorstellig werden. Die Lampels versprechen, in ihrem Vortrag „verständlich, nahbar und ohne Berührungsängste“ darüber zu reden, zu informieren, aufzuklären und Betroffenen Mut zu machen, offen über ihre Beschwerden zu sprechen.
Die Urologie erlebt bis 2030 einen enormen Patientenzuwachs, so die Prognose. Ein in der Bevölkerung wachsendes Gesundheitsbewusstsein lasse die Menschen immer älter werden und urologische Erkrankungen häuften sich dadurch.
Roboter eingesetzt
Der Prostatakrebs komme bei Männern vor dem Lungenkrebs am häufigsten vor, zitiert Alexander Lampel die Statistik. Auch der Blasen- und Nierenkrebs an vierter und fünfter Stelle in diesem Ranking seien urologische, können aber auch weibliche Themen sein. Karzinome machen in der Regel operative Eingriffe notwendig, wofür die Urologie im Schwarzwald-Baar-Klinikum schon seit gut 15 Jahren einen Roboter einsetzt.
Viel Raum nehmen bei allen Geschlechtern – auch bei Transgendern – die Steine ein. Auf ihren Wegen müssen sie alle durch den menschlichen Harnleiter, was bis zum „Vernichtungsschmerz“ führen könne, wie Daniela Schultz-Lampel die größten Qualen bezeichnet. Steine werden heutzutage im Körper zertrümmert.
Wucherung der Prostata
Nächstes Thema: Fast 80 Prozent der Männer leiden früher oder später unter einer gutartigen Wucherung der Prostata. Sie abzuschälen oder abzulasern ist im Klinikum nach dem Grauen Star und dem Kaiserschnitt der zehnthäufigste Eingriff.
Häufig hat es die Urologie – auch bei Mädchen und Frauen – mit chronischen Infekten der Niere, der Blase oder der Harnwege zu tun und gar nicht so selten auch mit Notfällen in Form von Verletzungen – bis hin zum Penisbruch – durch autoerotische Handlungen.
Auch das wird im Vortrag angesprochen, ebenso wie ein weiteres Tabuthema: die Impotenz. Damit nicht genug, wird es um weitere Funktionsstörungen wie Inkontinenz und chronische Verstopfung, um Einnässen bei Kindern und darum gehen, dass bereits junge Männer durch regelmäßiges Abtasten Hodenkrebs frühzeitig entdecken können.
Unverständlich ist für Alexander Lampel in Sachen Prävention im Übrigen, dass ein Mann das Messen seines PSA-Wertes zur Früherkennung von Prostatakrebs selbst bezahlen müsse, wohingegen das Mamma-Screening gegen Brustkrebs bei für Frauen von den Kassen bezahlt werde.
Termin
Das Medizin-Special „Urologie“ findet in der Neuen Tonhalle in Villingen am Freitag, 25. September, 19.30 Uhr, statt. Karten (Vorverkauf 14 und 12 Euro), Abendkasse 16 und 14 Euro) gibt es online auf www.story-vs.de, bei Morys Hofbuchhandlung in Villingen und dem Ticket-Service im Franziskaner.