Ukrainer im Schwarzwald
: Ein Kleinbus für Kriegsopfer

Gerade erhielten sie vom Rotary-Club den Paul-Harris-Preis und schon nehmen sich die „Ukrainer im Schwarzwald“ die nächste Hilfsaktion vor.
Von
Birgit Heinig
Oberndorf
Jetzt in der App anhören

Sie starten das nächste Hilfsprojekt für ihre Mitmenschen daheim in der Ukraine (von rechts): Luka Kuhar, Irina Solowiejko, Daniel Wenzler, Liliya Smirnova und die Vertreterin der Fristo-Stiftung Agnes Mattes.

Ukrainer im Schwarzwald

Gestartet wurde zusammen mit dem Jobclub VS ein Spendenaufruf für die Anschaffung eines siebensitzigen Kleinbusses. Zum Einsatz kommen soll er für ein von der ukrainischen Caritas der Sambir geführtes Reha-Zentrum in der Diözese Drohobych, in dem man sich um bedürftige, behinderte, alte und im Krieg verwundete Menschen kümmert.

Die alte Frau, die bei einem Raketenangriff alles verlor, der Veteran, der nach einer Verwundung wieder laufen lernen muss, und die Kinder, die zwar nicht körperlich, aber durch die Verluste seelisch verletzt wurden, finden dort einen Zufluchtsort. Die Helfer hier haben sich das Ziel gesetzt, die Anschaffung des rollstuhlgerechten und barrierefreien Busses mit einer Spende von 11 000 Euro zu ermöglichen.

Er soll das Zentrum mit medizinischen Versorgungseinrichtungen und Einkaufszentren, aber auch mit erholsamen Orten in der Natur verbinden und für Bildungs- und Kulturfahrten eingesetzt werden. Die Fristo-Stiftung, die bereits die Überführungskosten für das zuletzt gespendete Krankenfahrzeug übernahm, ist auch diesmal wieder mit an Bord und ebenso der Jobclub VS.

Die Initiative „Ukrainer im Schwarzwald“ engagiert sich seit Beginn des Krieges vor drei Jahren sowohl für die Geflüchteten hier als auch für die Menschen in ihrer Heimat. „Das erfordert Kraft, Zeit und emotionale Stärke“, weiß Liliya Smirnova aus eigener Erfahrung und sie setzt hinzu: „Wir Helfer und Helferinnen sind erschöpft, aber nicht entmutigt“.

Das Schwarzwälder BAARometer
Montag - Freitag um 7.00 Uhr
Alles Wichtige aus dem Schwarzwald-Baar-Kreis Montag bis Samstag im kompakten Überblick.

Treffen an der Donauquelle

Eine wichtige Kraftquelle ist der „Tag der Vyshywanka“, der in der Ukraine jedes Jahr am dritten Donnerstag im Mai gefeiert wird. Dafür treffen sich die in der Region lebenden ukrainischen Familien in traditioneller Kleidung, der Vyshywanka, an der Donauquelle in Donaueschingen. An einem Ort, der als spirituelle Verbindung zur Heimat steht, verbindet die Donau doch den Schwarzwald mit dem Schwarzen Meer.

Spendenkonto

Spenden nimmt unter dem Verwendungszweck „Wagen“ der Jobclub VS (DE59 6945 0065 1151 0504 23 BIC: SOLADES1VSS) entgegen.