Trossingen ringt um Sporthalle: Sanitäranlagen „nicht mehr akzepatbel“

Die Fritz-Kiehn-Sporthalle in Trossingen ist sanierungsbedürftig. Wenn die Planer das Gebäude untersucht und Sanierungsvorschläge gemacht haben, soll der Gemeinderat entscheiden, ob die Stadt auch ohne Zuschüsse sanieren kann.
Hans-Jürgen Eisenmann- Trossingen prüft die Sanierung der 70 Jahre alten Fritz-Kiehn-Sporthalle.
- Planer sollen Zustand, Konzepte, Kosten und Termine ermitteln – europaweite Ausschreibung.
- Gemeinderat vergab Planungen für Architektur, HLS, Elektro, Tragwerk und Brandschutz.
- Sanitäranlagen gelten als inakzeptabel, Duschen sorgen für Ärger bei Nutzerinnen und Nutzern.
- Zuschüsse vom Bund wurden zweimal abgelehnt, Entscheidung über Weiteres folgt nach Kostenschätzung.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Ob sie am Ende renoviert wird oder abgerissen und neu gebaut, ist noch nicht klar. Der Gemeinderat in Trossingen vergab aber jetzt immerhin die Planung für eine Sanierung.
Die Fritz-Kiehn-Sporthalle am Sportgelände zwischen Achauerstraße und Kälberrain ist 70 Jahre alt und sanierungsbedürftig, besonders die Sanitäranlagen. Zum wiederholten Male hat die Stadtverwaltung Fördermittel des Bundes für eine Sanierung beantragt und sie unglücklicherweise nicht genehmigt bekommen. Trotzdem will man jetzt schon einmal loslegen.
Fraglich, wie es weitergeht
Bürgermeisterin Susanne Irion setzte sich für die Vergabe von Planungsleistungen für die Elektrotechnik, Tragwerksplanung, Heizung/Lüftung/Sanitär, Beleuchtung und Architektur ein, „damit wir wissen, ob wir die Sanierung auch ohne Zuschüsse leisten können“, wie sie sagte.
Aufgrund der Auftragssumme muss europaweit ausgeschrieben werden. Die Ingenieurbüros sollen die Leistungsphasen eins und zwei abliefern, also die Grundlagenermittlung, Vorplanung und Kostenschätzung. Ziel ist es, den baulichen und technischen Zustand der Fritz-Kiehn-Halle umfassend zu analysieren, mögliche Sanierungsziele zu konkretisieren, erste Planungskonzepte zu entwickeln sowie eine belastbare Kostenschätzung und Terminplanung zu erstellen. Danach muss der Gemeinderat entscheiden, ob es weitergeht.
Auch für die Brandschutzplanung wurden Angebote eingeholt. Der Gemeinderat vergab die Objektplanung für die Gebäudearchitektur an das Architekturbüro „buerohauser GmbH“ für rund 35.000 Euro, für die Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik an das Büro Westhauser für 21.800 Euro, für die Elektrotechnik an das Ingenieurbüro Schnell für 11.500 Euro, die Tragwerksplanung an das Büro Mayer-Vorfelder und Dinkelacker für 12.667 Euro sowie die Brandschutzplanung an das Büro Fachwert-Ingenieure GmbH für 1609 Euro.
Sanitäranlagen „inakzeptabel“
Stadtrat Jürgen Vosseler (CDU) erklärte im Gemeinderat, die Sanitäranlagen im Untergeschoss seien „nicht mehr akzeptabel“, die Halle selbst sei ein Aushängeschild für Trossingen, weil eigene Sportler und auch Athleten von außerhalb dort ein- und ausgehen.
Bürgermeisterin Susanne Irion berichtete, dass die Stadt sich zwei Mal um Zuschüsse aus dem Bundesförderprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ für finanzschwache Gemeinden beworben habe. In der ersten Runde habe man aber lieber Geld an den Ruderclub von Olaf Scholz vergeben, in der zweiten Runde seien nur kleinere Projekte gefördert worden.
„Die Duschen sind inakzeptabel“, räumte die Bürgermeisterin ein. Die Alternative zu einer Sanierung sei, so Susanne Irion, einen Container mit Duschen neben der Halle aufzustellen. Einstimmig votierte der Gemeinderat dann für die Beauftragung der Planer.
