Trauer um Arzt Kurt Schick: Ein Leben für das Gemeinwohl und die Familie

Der in Bad Dürrheim und darüber hinaus vielfach engagierte Kurt Schick – hier auf einer Aufnahme anlässlich seines 90. Geburtstags – starb nun im Alter von 95 Jahren.
Ursula KalettaAm Donnerstag, 14. August, verstarb Dr. Kurt Schick im Alter von 95 Jahren. Der Mediziner brachte sich in Bad Dürrheim und der Region Zeit seines Leben aktiv zum Wohle der Allgemeinheit ein – sowohl beruflich mit einer Arztpraxis in Schwenningen als auch zum Beispiel als langjähriges Mitglied des Gemeinderats Bad Dürrheim. Der in Tübingen geborene Kurt Schick wuchs in Schwenningen auf und studierte in Ostberlin und Tübingen Medizin. Er wurde Assistenzarzt in Tuttlingen und Rottweil, dann ab 1961 Oberarzt im neu erbauten Schwenninger Krankenhaus. In Schwenningen eröffnete er schließlich auch seine eigene Praxis, in der er über ein Vierteljahrhundert hinweg seine Patientinnen und Patienten betreute.
Mit seiner Frau Renate war er seit 1957 verheiratet. Mit ihr gründete er eine Familie, vier Kinder wurden dem Paar geschenkt. 1978 erfolgte der Umzug in das Eigenheim in Bad Dürrheim am Sunthauser Weg. 1993 ging der Mediziner in den Ruhestand. In den letzten Jahren war das Ehepaar Schick auf Hilfe angewiesen, die beiden insbesondere aus der Familie zuteil wurde.
Schon in der Friedensbewegung engagiert
Kurt Schick und seine Frau engagierten sich schon früh aktiv in der Friedensbewegung, unterstützten später auch die Bürgerinitiative gegen Fluglärm. Natur- und Umweltschutz waren ihm ein wichtiges Anliegen, weshalb er sich auch über Jahrzehnte hinweg als aktives Mitglied im BUND einbrachte. Beim Bad Dürrheimer BUND-Ortsverein war er Gründungsmitglied, beim Kreisverband über mehrere Jahre hinweg Vorsitzender. Zudem brachte er sich überaus aktiv im Arbeitskreis Schwenninger Moos ein und machte sich um den Bau des Umweltzentrums auf dem Gelände der Schwenninger Landesgartenschau und um die Offenlegung des Neckars ganz besonders verdient.
Zwei Mal Mitglied des Gemeinderats
Darüber hinaus engagierte er sich im Mehrgenerationenhaus und im Kreisseniorenrat und in der Organisation „Ärzte gegen den Atomkrieg“ sowie als Kulturlotse. Sein kommunalpolitisches Engagement begann in den 1980er-Jahren als Vertreter der LBU im Bad Dürrheimer Gemeinderat. Diesem gehörte er außerdem von 2004 bis 2009 für den SPD-Ortsverein an. Im Oktober 2024 hatte er seinen 95. Geburtstag feiern können.
Die Urnenbeisetzung findet auf dem Naturfriedhof Ruheberg Oberried im Familien- und Freundeskreis statt.
