Tarifrunde bei in der Metallbranche
: Metallarbeitgeber Schwarzwald-Hegau warnen vor hohem Abschluss

Die Metallarbeitgeber in der Region Schwarzwald-Hegau warnen zu Beginn der diesjährigen Tarifrunde eindringlich vor einer weiteren Verschärfung des Jobabbaus im Land.
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red/pm
Schwarzwald-Baar-Kreis
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Maschinenbauer: Ein Mitarbeiter eines Maschinenbauers schneidet mit einem Trennschleifer korrodierte Metallteile aus dem Träger in einem Wagenkasten. (zu dpa: «Industrie-Auftragseingang sinkt überraschend deutlich»)

Die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindistrie sehen die Forderung nach fünf Prozent mehr Lohn als kritisch.

Jan Woitas/dpa-Zentralbild/dpa
  • Metallarbeitgeber Schwarzwald-Hegau warnen zu Tarifrunde vor Jobabbau und hohen Abschlüssen.
  • IG Metall fordert fünf Prozent mehr Lohn – Arbeitgeber nennen das realitätsfremd.
  • Allramseder: Kosten senken hat Priorität, Lohnpolitik soll Standort stärken.
  • Viele M+E-Firmen melden rote Zahlen oder sehr geringe Renditen – Sorge vor Katastrophe.
  • Erste Verhandlung mit IG Metall ist für Mittwoch, 7. Oktober, anberaumt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

„Wir befinden uns in einer historisch einmaligen Krisensituation“, sagte nun Lisa-Maria Allramseder, Geschäftsführerin der Bezirksgruppe Schwarzwald-Hegau des Arbeitgeberverbands Südwestmetall. Für die Arbeitgeber der Metall- und Elektroindustrie (M+E) stehe deshalb mehr denn je das Thema „Kosten senken“ im Mittelpunkt.

Die Lohnpolitik könne und müsse einen ganz wesentlichen Beitrag zur Gesundung des Standorts Deutschland leisten. „Ich bin fest davon überzeugt: Durch kluge tarifpolitische Weichenstellungen haben wir selbst einen entscheidenden Hebel in der Hand, ob wir auch zukünftig eine starke innovative Industriebasis in unserem Land haben werden. Die Chance müssen wir nutzen“, so Allramseder.

„Mit großer Sorge erfüllt uns vor diesem Hintergrund allerdings die aktuelle Lohnforderung der IG Metall. Fünf Prozent mehr Entgelt sind in der jetzigen Lage realitätsfremd und völlig überzogen“, sagte Lisa Maria Allramseder. „Wenn bundesweit 25 Prozent aller M+E-Firmen für das Jahr 2025 rote Zahlen melden und weitere 21 Prozent eine magere Nettoumsatzrendite von lediglich bis zu zwei Prozent, dann liegt doch auf der Hand, dass ein zu hoher Abschluss sehenden Auges in die Katastrophe führt“, so Allramseder weiter. Die erste Verhandlungsrunde mit der IG Metall ist für Mittwoch, 7. Oktober, anberaumt.

Sinkende Gewinne und sinkende Investitionen in Deutschland, aber sichere Arbeitsplätze und deutlich steigende Löhne: Man müsse kein Volkswirt sein, um zu erkennen, dass diese Gleichung gar nicht aufgehe. Baden-Württemberg ist von der aktuellen Krise in der Metall- und Elektroindustrie und von strukturellen Standortdefiziten besonders stark betroffen, wie jüngst eine Umfrage der Metallarbeitgeberverbände ergeben hat. Demnach schätzen die M+E-Firmen im Land ihre aktuelle Lage schlechter ein als der Bundesdurchschnitt. Sie haben auch pessimistischere Erwartungen an das Gesamtjahr 2026 und rechnen in größerer Zahl mit einem weiteren Beschäftigungsabbau.

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