Start und Ziel in Schwenningen
: Schwarzwald-Trophy - Oldtimer fahren für den guten Zweck

Wenn historische Motoren rund um den Schwenninger Marktplatz aufheulen, dann ist es Zeit für eine Neuauflage der Schwarzwald-Trophy. Sie hat dabei eine besondere Mission.
Von
Mareike Kratt
Oberndorf
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Der Auftakt zur legendären Schwarzwald-Trophy, die am 27. Juni zum fünften Mal ausgetragen wird, findet, wie auch vor zwei Jahren, stets rund um den Schwenninger Marktplatz statt.

Jochen Schwillo

Inzwischen ist die Schwarzwald-Trophy der BW-Bank VS mit Start und Ziel in Schwenningen zu einer festen Institution für Oldtimer- und Rallye-Begeisterte geworden. Schon zum fünften Mal – und zwar stets im Zweijahres-Rhythmus – wird sie in diesem Jahr am Samstag, 27. Juni, ausgetragen.

Doch nicht nur besondere Raritäten, spannende Wettbewerbe und jede Menge Unterhaltung sollen bei der beliebten Veranstaltung im Vordergrund stehen, sondern auch der karitative Zweck, wie Initiator Rolf Rabe betont.

Die Startgebühren

Denn nicht ohne Grund gehören neben der BW-Bank auch der Lions Club Villingen sowie der Lions Club Schwenningen, die sich stets für Projekte, Vereine und Institutionen in der Region einsetzen, zu den Mit-Veranstaltern. Diesmal soll der Erlös der Trophy der Christy-Brown-Schule in Villingen zugute kommen. „Die Startgebühren werden komplett gespendet“, blickt Rolf Rabe auf den guten Zweck voraus.

Und dass dieser Betrag nicht unerheblich sein wird, steht jetzt schon fest: 200 Euro wird die Startgebühr pro Team (Fahrer und Beifahrer) betragen. Bekannt ist auch: Maximal 30 Autos werden an der Trophy teilnehmen.

Die Ausschreibung

Die öffentliche Ausschreibung für die begehrten Plätze, die verlost werden, wird vom 3. April bis 1. Mai erfolgen. „Wir freuen uns über ein ausgewogenes Teilnehmerfeld“, betont der Organisator, der selber großer Oldtimer-Liebhaber und gleichzeitig Centerleiter des Mercedes-Autohauses Südstern Bölle ist.

Die Voraussetzung: Die teilnehmenden Schmuckstücke müssen mindestens 50 Jahre alt sein. Viele Automobile stammen aus den 1950er-Jahren, bei der letzten Trophy vor zwei Jahren seien sogar zwei Vorkriegsautos mit dabei gewesen, erinnert sich Rabe. Mittlerweile habe sich das Event bundesweit herumgesprochen und sogar Teilnehmer aus Augsburg, Regensburg oder Frankfurt anlocken können.

Die Ausfahrt

Und wie läuft die Trophy überhaupt ab? 180 Kilometer, fünf Stationen und eine reine Fahrzeit von viereinhalb Stunden – auf diese Fakten dürfen sich die Fahrer einstellen. Doch es geht um weitaus mehr: „Ein Tag Erlebnis pur“, fasst der Organisator zusammen.

Die Trophy solle zu einer „Genuss-Fahrt“ werden, bei der es keinesfalls um Geschwindigkeit gehe. „Die Teilnehmer sollen die Fahrt, die Landschaft und vor allem ihr Auto genießen“, gibt Rolf Rabe als Ratschlag, und verrät: Diesmal wird es für die Oldtimer in den Nordschwarzwald gehen.

Die Planung

Rabe selber ist es, der die Route austüftelt und festlegt. Standen in der Vergangenheit auch schon Bodensee oder Heuberg auf dem Programm, hat er nun „malerische Strecken tief durch den Schwarzwald “ ausgesucht. Seine Prämisse: so wenig Hauptstraßen wie möglich.

Zur Planung gehören auch die Stationen während der Ausfahrt, an denen nicht nur Verköstigungen auf die Teilnehmer warten, sondern auch Aufgaben. Hier ist wiederum nicht die Geschwindigkeit, sondern fahrerisches Geschick und Wissen gefragt, weckt Rabe die Neugier.

Das Road-Book

„Fahrer lenkt, Beifahrer denkt“: So lautet das Prinzip während der gesamten Tour, für die die Teams ein Road-Book mit Pfeil- und Punktgrafiken – im Übrigen das Standard-Navigationswerkzeug bei Oldtimer-Rallyes – zur Verfügung gestellt bekommen. Detailgetreu und mit viel Arbeit wird es Trophy für Trophy von Rallye-Spezialist Michael Hauser erstellt, zeigt sich der Organisator dankbar.

Freuen sich auf eine spannende Neuauflage der Schwarzwald-Trophy: die Organisatoren und Unterstützer (von links) Thomas Fiehn von den Lions Villingen, Anatoli Rutz von der BW-Bank, Cinja Schwer von der Stabstelle Stadtmarketing der Stadt VS, Hansjörg Zimmermann von den Lions Schwenningen, Eberhard Heiser von den Lions Villingen sowie Rolf Rabe vom Autohaus Südstern Bölle.

Foto: Rolf Rabe

Apropos Arbeit: Diese geht für das Organisationsteam in den kommenden Wochen erst so richtig los. „Es macht Spaß zusammenzuarbeiten“, freut sich Rabe, und jeder habe seine feste Aufgabe bei der Vorbereitung.

Das Rahmenprogramm

Dabei wird es nicht nur ums Rennen an sich, sondern auch ums Rahmenprogramm gehen. Bevor der Startschuss um 9 Uhr fällt, gibt’s für die Fahrer um 8 Uhr in der Mensa der Gartenschule ein Briefing. Danach können alle interessierten Zuschauer etwas Nostalgie-Flair schnuppern und das Spektakel vor Ort miterleben. Dann nämlich wird, ganz im Sinne eines unterhaltsamen Trophy-Auftakts, jedes teilnehmende Automobil einzeln vorgestellt – natürlich von Kenner Rolf Rabe selber. Zudem wird das Jugendblasorchester der Stadtmusik Schwenningen spielen.

Wenn nach den erfolgreich bewältigten 180 Kilometern mit Wertungsprüfungen die Oldtimer wieder in Schwenningen einrollen, dürfen sich die Teilnehmer mit der Gala im Autohaus Südstern Bölle – inklusive Vier-Gänge-Menü und musikalischer Unterhaltung – auf eine passende Abrundung des erlebnisreichen Rallye-Tags freuen.

Die Schwarzwald-Trophy am 27. Juni 2026

Die Anmeldung
Die vierwöchige Anmeldephase für die fünfte Schwarzwald-Trophy der BW-Bank, die am Samstag, 27. Juni, stattfindet, ist vom 3. April bis 1. Mai. Die Anmeldung ist über die Homepage https://www.schwarzwald-trophy.de/ möglich. Die teilnehmenden Autos müssen 50 Jahre oder älter sein, also mindestens aus dem Baujahr 1976 stammen. Die Startgebühr, die vollumfänglich gespendet wird, beträgt 200 Euro pro Auto beziehungsweise Team. Aus organisatorischen Gründen ist die Teilnahme an der Rallye auf 30 Oldtimer begrenzt, die Plätze werden verlost.

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